Das Wort Terrorismus wird heutzutage von den Erfindern so gebraucht, daß jede von den USA oder Israel beschrittene Praktik erlaubt und normal, alles andere Terrorismus ist. Dadurch selbstentschärft es sich zunehmend, insbesondere aber ist Terrorismus nicht mein bzw unser Problem. Umgekehrt werden wir viel öfter Opfer nicht zu billigender 'erlaubter' Praktiken als des Terrorismus - insbesondere bei Gesetzen wie diesen, aber auch im Kleinen (?) durch Praktiken wie DRM und Geschäftsbedingungen wie denen von M$, welche nicht die Teilnahme Aller am Fortschritt/Informatik garantieren.
Ich meine, wir müssen wach bleiben, was uns hier aufgetischt wird. In den Bereich gehen nicht nur politische Praktiken - wie etwa die Nicht-Anerkennung der früheren Sowjetunion, heute noch von China, usw usf durch die USA und Israel, aber auch Blockaden gegen Länder wie Iran, Nordkorea usw - sondern auch Beschränkungen unseres Privatlebens (Terrorismus durch Anti-Terror-Gesetze Anderer wegen deren Problemen, gewerblichen Praktiken in der Informatik, etc)
Nach dem Völkerrecht ist die Nicht-Anerkennung Naturzustand und (juristische) Regel, die Anerkennung die Ausnahme und an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Diese sind u.a. die praktische Respektierung des Allgemeinen (nicht-konventionellen, obligatorischen Teiles des) Völkerrechtes, insbesondere gegenüber den Völkern und Personen deren Anerkennung erwartet wird.
Diese Bedingungen liegen aber für die USA und Israel nicht mehr vor als für andere Staaten (diese Staaten haben zBsp selbst Waffen entwickelt, die sie Iran usw verbieten wollen). Es besteht völkerrechtlich kein Rechtsanspruch, diese beiden Länder anzuerkennen, einschließlich ihrer gesamten Organisation, Gesetzgebung usw. Und wenn sie dann zur Gewalt greifen, müssen sie halt mit Gegengewalt rechnen ... Terrorismus ist den ihr Problem, nicht unser.
Dasselbe gilt auch für BinLaden. Nehmen wir einmal - als reines Beispiel - an, die USA suchen jemanden, und es bestehen Bedenken, daß sie die Menschenrechte, Int.Recht der Person respektieren würden (Bsp. Guantanamo), oder aber auch nur völkerrechtliches Recht der Person auf Nicht-Anerkennung dieses Staates.
Dann könnte, im Prinzip, diese Person Notwehrrecht gegen diesen Staat haben. Dies könnte möglicherweise, jedenfalls im Prinzip, die völlige Zerstörung dieses Staates einschließen (entweder durch eigene Handlung oder durch Provokation eines Krieges durch einen anderen Staat), denn da jeder Staat sich selbst als absolut richtig hält, wird es mit milderen Maßnahmen keine Ruhe für die Person geben. Wenn aber dieser Anspruch besteht, dann bestehen auch Teilansprüche, etwa dort beliebige Zerstörungen hervorzurufen ...
Jedenfalls schläft man so, wie man sich bettet.
In der Informatik, könnten die Praktiken von M$ evtl. illegal iS des Völkerrechtes sein, mindestens jedenfalls die das M$-Novell begleitenden Drohungen, aber auch frühere Drohungen an Regierungen, noch mehr soweit dafür Rückhalt/Unterstützung/Drohungen mit Wirtschaftsmaßnahmen durch die US-Regierung gegeben waren.
Generell betreffen zunächst einmal Patentfragen ausschließlich die wirtschaftliche Verwertbarkeit und Mitbewerber dabei, also Firmen unter sich, nicht Endverbraucher; schon daher sind Haftungen und Drohungen gegen diese schon sonderbar, und braucht man jedenfalls dafür nicht einmal zu untersuchen, daß gar keine Patentrechtverletzungen vorliegen oder konkretisiert wurden.
Mehr noch aber sind Teile der Informatik ein öftl. Dienst. Auch dies ist eine Frage des Int.Rechtes, nämlich soweit nach diesem jeder Person zustehende/garantierte Rechte und Pflicht/Recht des Staates diese zu erbringen (zeitgemäße Ausbildung, angemessene Teilnahme am wiss. Fortschritt, bei kostenlosen Diensten insbesondere aber Versammlungsfreiheit, Recht auf Schenken und Geschenktes entgegenzunehmen usw), oder aber mit der Souveränität verbundene Fukntionen und Autonomie (Recht der Verwaltung/Universitäten, durch eigene Entwicklungen den administrativen Bedarf zu decken) betroffen sind. Insbesondere für militärische Anwendungen steht das sogar bzgl. der Informatik in der US-Verfassung -- und in grotesker Umkehrung der Realität hat M$ bereits versucht, dies zu benutzen, um Linux zu behindern.
Halt nur, daß öfftl. Dienste - nur deswegen und gerade deswegen geregelt, um gewerbliche Mißbrauche zu verhindern und die allgemeine Versorgung zu garantieren - kostenlos erbracht werden dürfen (zBsp. jmd. per Anhalter mitnehmen, eigene Briefe oder die von Bekannten selbst hinbringen, Regenwasser für sich und Bekannte kostenlos aufsammeln/weitergeben) -- aber gewerbliche Konzessionäre brauchen eine Konzession, die M$ nirgends hat ...
Auf derartige Praktiken, inkl. DRM, paßt das Wort Terrorismus viel besser und ist jeder Einzelne betroffen, warum werden dagegen keine Gesetze gemacht ?? Wer garantiert das Recht armer Kinder, Informatik als angemessener Teil des Fortschrittes teilhaben zu dürfen ?? (Diese Frage ist weder polemisch noch theoretisch, sondern trifft das Problem des open-source; öfftl.Dienst; Schutz jedem zustehender Teilnahme gegen gewerbliche Praktiken im Kern) Nun, zumindest in Brasilien - wo viel Linux verwendet wird - wird ein Prozeß gegen M$ wegen der Anmaßung und Behinderung öfftl-rechtlicher Funktionen und dem Vertrieb von Windows ohne Konzession und dem Verbraucherschutzgesetz verstoßend vorbereitet.