Also, hier muss ich ganz klar sagen, dass ich Dein Problem und Deine Reaktion hier im Forum nicht nachvollziehen kann. Du hast Deinen Server bei serverloft per Fax gekündigt und direkt danach bei unserem CustomerCare angerufen und um eine Bestätigung gebeten. Mein Kollege hat Dir daraufhin sofort freundlich zurückgeschrieben, dass Kündigungen bei uns automatisiert bearbeitet werden und die Bearbeitung in der Regel zwischen 3-7 Tagen dauert. ...Aber da Du bei serverloft jederzeit ohne Fristen zum Ende der aktuellen Abrechnungsperiode kündigen kannst, verstehe ich die ganze Aufregung eh nicht so ganz ... ;-)
Hallo Tom,
das Thema 'Kündigungen' liegt mir auch am Herzen, und darum kann ich Dir das aus Kundensicht erklären.
Jemand, der wegen hohem Bedarf, aus Neugier, Hobby oder zu Testzwecken häufig Webspacepakete oder Server mietet, erlebt bei 9 von 10 Kündigungen, dass die Kündigung sehr viel 'schwerer gemacht wird, als die Bestellung. Das ist ja zu erklären, dass eine Kündigung erstens nicht so attraktiv zu bearbeiten ist und zweitens wegen eventueller rechtlicher Folgen mehr Prüfungen nötig macht. Aber es gibt Firmen, die beweisen, dass auch eine Kündigung genau so zügig und einfach funktionieren kann, wie eine Bestellung.
Ich glaube, ich habe schon alle 'Kündigungskatastrophen' erlebt, die ein Kunde nur erleben kann, möchte aber keine Einzelheiten, sondern nur mein Fazit nennen, was m.E. die 'Kündigungsphobie' und damit verbundene Überreaktionen reduzieren kann.
Mein erster Ratschlag wäre:
Dem Kunden SOFORT den EINGANG der Kündigung bestätigen, selbst wenn dadurch noch eine 2. Benachrichtigung bei erfolgreicher Bearbeitung nötig ist.
Es gibt nichts Schlimmeres als Ungewissheit! Vor allem bei Kunden, die schon schlechte Erfahrungen gemacht haben, ist mehrtägige Warterei eine Qual.
Das Ventil 'Forum' wird dann schnell geöffnet, aus verschiedenen Gründen.
Vor allem Firmen, die FAX-Kündigungen oder eingescannte Kündigungsschreiben per Email anerkennen, sollten den Eingang umgehend bestätigen, da (angeblich) immer mehr Emails und Faxe verloren gehen.
(Firmen, die unbedingt Kündigungen per Einschreiben verlangen, meide ich bei Bestellungen sowieso, da das für mich als Vielbesteller und Vielkündiger eine unnütze 'Schikane' und unnötigen Mehraufwand bedeutet.)
Dieses wirklich schlechte Gefühl, aus der 'Umklammerung' wieder rauszukommen, verstärkt sich natürlich um ein Vielfaches, wenn der Kunde aus Unzufriedenheit kündigt. Das kannst Du Dir sicher gar nicht so vorstellen, da Du auf einer ganz anderen Ebene Verträge schließt und aufhebst.
Nun seid Ihr noch vorbildlich telefonisch erreichbar, und der Sven konnte sogar Euren CustomerCare sprechen. Das ist nicht bei jeder Firma und auch nicht bei jeder Produktlinie einer Firma gegeben. So überwiegen die Erfahrungen, die einen Kunden prägen, aus Situationen, die schwieriger, ärgerlicher und zäher waren.
Wenn Ihr Euren guten Ruf weiter ausbauen wollt, schaut auch in die Prozesse, die nötig sind, einen Kunden wieder loszulassen! Das ist ein ganz wichtiger Image-Punkt.
Gruß Fritz