Hardware für Backup-Server

Werner S

Member
Alternativ gibt es natürlich auch cloudbasierte Praxisverwaltungssysteme. Wenn man sich allerdings mal für einen Anbieter entschieden hat, ist es vermutlich nahezu unmöglich zu wechseln.
Genau, daher einfacher Hosting. Will man wechseln, einfach die Datenbank exportieren und beim neuen Anbieter einspielen. Owncloud einfach sagen er soll den bereits angelegten Ordner Synconisieren und gut ist.
 

marce

Well-Known Member
... und dafür abhängig sein von einer 100% verfügbaren und perfomanten Internetanbietung. Nicht zu vergessen die Thematik "Auslagern von personenbezogenen Daten".

Aus meiner Sicht - an den Wünschen und Anforderungen des TE gehen die meisten Vorschläge hier vermutlich weit vorbei.
An den echten Anforderungen und Realisierungsmöglichkeiten in der Realität vermutlich auch.

Natürlich ist es akademisch nett, hier die theoretisch beste Lösung am gedanklichen Reißbrett zu skizzieren.

... für die "beste Lösung" fehlen so oder so immer noch Infos auf unserer Seite.
 

mardershall

New Member
Muss es zwingend eigene Hardware in der Praxis sein?
Ja, geht leider nicht anders. Server und Client brauchen zwingend eine stabile
1GB LAN Verbindung. Keine Ahnung was das Praxisprogramm da andauernd aus diesem besagten Netzwerkordner für Datenpakete rauslädt, aber wir haben es bereits ausprobiert. Alles was langsamer ist als ein schnelles LAN wird sehr sehr zäh. Wir hatten zb. an einem Arbeitsplatz wo kein LAN Anschluss in der Nähe war die Varianten PowerLAN und WLAN probiert: keine Chance.
Wir haben zwar sehr sehr schnelles Internet hier aber es ist dennoch immer noch zu langsam.

Code:
Alternativ gibt es natürlich auch cloudbasierte Praxisverwaltungssysteme. Wenn man sich allerdings mal für einen Anbieter entschieden hat, ist es vermutlich nahezu unmöglich zu wechseln. [/HTML]
Du bringst es auf den Punkt. Für ZM gibt es noch nichts Cloudbasiertes.
Es gibt nur einige Hersteller für ZM-Programme und dort mahlen die Programmierermühlen sehr langsam.


Code:
... für die "beste Lösung" fehlen so oder so immer noch Infos auf unserer Seite.
Das muss ich irgendwo überlesen haben. Welche Infos wären denn noch hilfreich?



Jedenfalls tendiere ich wohl am ehesten dazu, komplett auf eine VM Lösung umzusteigen. Vermutlich am einfachsten mit ESXi. Erst mal den vorhandenen echten Server konvertieren und in einer VM weiterlaufen lassen. Eine neue VM kann man ja dann immer noch aufsetzen. Ich werde in den Osterferien, da habe ich Zeit, wohl mal eine Testumgebung aufbauen. Die Serverhardware habe ich ja eh doppelt. Zum testen sollte es reichen.
Was würdet ihr denn sonst an Hardware für eine dauerhafte Lösung empfehlen? Ich hätte gerne, dass dann neben der Server VM noch 2 weitere
Win10 VMs laufen können, für den Fernzugang per VPN. Diese habe ich nämlich momentan als echte Rechner 24/7 am laufen, was ja auch viel Strom kostet.

Aus einem Serverprojekt von zu Hause, was ich eigentlich nicht mehr brauche, hätte ich noch einen 6 Monate alten Dell T30 Poweredge zur Verfügung. Meint ihr, das wäre was zum arbeiten? Oder lieber ganz was anderes?

Eine Synology habe ich auch, daher finde ich Nakivo Lösung ganz interessant. Mit diesem Ansatz werde ich mich dann mal weiter beschäftigen.
 

Thunderbyte

Moderator
Staff member
Was würdet ihr denn sonst an Hardware für eine dauerhafte Lösung empfehlen? Ich hätte gerne, dass dann neben der Server VM noch 2 weitere
Win10 VMs laufen können, für den Fernzugang per VPN. Diese habe ich nämlich momentan als echte Rechner 24/7 am laufen, was ja auch viel Strom kostet.
Da brauchts nicht viel. Allerdings wäre halt NEUE Hardware mit z.B. 5 Jahren same day oder next day vor Ort Gewährleistung eine sinnvolle Sache. Dann ist sichergestellt, dass der Server schnell wieder einsetzbar ist.

Dazu eine Backuplösung / ein Konzept.

Eine Synology habe ich auch, daher finde ich Nakivo Lösung ganz interessant. Mit diesem Ansatz werde ich mich dann mal weiter beschäftigen.
Für mein Heimsystem reicht die 85€ Basic Version aus, ohne etwas zu zahlen kommt man hier aber nicht weiter. Achtung bei der Lizensierung: man muss pro CPU Sockel lizensieren, dabei ist es wurscht, ob man zwei Ein-CPU Server oder einen Zwei-CPU Server lizensiert. Man braucht zwei Lizenzen. Beim Zwei-CPU Server sogar beide Lizenzen in einem Lizenzfile. Hier ist der Support aber sehr schnell und hilfreich (beim Konvertieren).
 

mardershall

New Member
Für mein Heimsystem reicht die 85€ Basic Version aus, ohne etwas zu zahlen kommt man hier aber nicht weiter. Achtung bei der Lizensierung: man muss pro CPU Sockel lizensieren, dabei ist es wurscht, ob man zwei Ein-CPU Server oder einen Zwei-CPU Server lizensiert. Man braucht zwei Lizenzen. Beim Zwei-CPU Server sogar beide Lizenzen in einem Lizenzfile. Hier ist der Support aber sehr schnell und hilfreich (beim Konvertieren).
hmmm. Ich hab das auch schon gelesen.
Ich denke aber dass es bei meinem Vorhaben nicht dazu kommen wird, dass ich mir Serverhardware mit mehreren Prozessoren anschaffen muss.
Von daher wird es ja immer nur 1 CPU sein. Vieviele Kerne diese dann hat sollte ja egal sein. Wird ja wohl kaum jeder Kern als eigene CPU angesehen....
 

sbr2d2

Registered User
Ich würde das glaube ich wie folgt angehen. 2x den gleichen Desktoprechner holen und mit Wechselrahmen ausstatten. Den ersten Rechner wie folgt aufbauen. In diesen kommen dann 3 Platten rein. Eine kleine SSd für das Hostsystem, eine SSd für den Vserver der dann die Praxis bedient und eine Platte für das tägliche Backup. Den zweiten Rechner die selbe kleine SSd für das Hostsystem geben und die anderen beiden Wechselrahmen leer lassen. Den dann Exakt wie den ersten konfigurieren. Sollte der erste Rechner nun sterben, kann man den anderen aus dem Regal holen, die Platten umsetzen und weiter geht der Betrieb. Ab da kann sich dann jemand dem defekten Rechner annehmen. Das System funktioniert aber auch nur wenn kein defekt an den Festplatten besteht.
Da die Leistungsanforderungen wahrscheinlich gering sind(1 Ordner und 1x Datenbank) würde das System noch nicht mal warm werden. Kostenpunkt denke ich 3000€ wenn man vernünftige Rechner kauft.
Also das wäre mein Weg der bestimmt noch etwas verbessert werden kann :)
 

danton

Debian User
Dazu würde ich nicht raten. Sobald es um Virtualisierung mit vSphere geht, gehört da ein Server hin, der von vSphere unterstützt wird. Für den Hypervisor braucht es im Falle von vSphere noch nicht einmal zwingen eine SSD, eine Installation auf einem USB-Stick ist sogar von VMWare vorgesehen.
Gute Server haben u.a. eine umfangreiche Hardware-Überwachung und ein ausgeklügeltes Kühlsystem - alles aufeinander abgestimmt. Das sind alles Sachen, die ein Desktopsystem nicht leisten kann und damit dessen Zuverlässigkeit senkt. Wenn man dann noch Features wie ECC-Speicher einsetzen will, ist man schnell bei hochwertigen Workstations, die kaum weniger kosten als ein Serversystem.
 

Thunderbyte

Moderator
Staff member
Wie Danton schon schrieb ist der Vorschlag Quatsch, das haben wir auch auf den letzten Seiten bereits ausreichend begründet.

Mit den 3000€ könnte man sinnvolleres anfangen.
 

mardershall

New Member
@thunderbyte:
jetzt wirds zwar echt OT aber du hattest angesprochen, du
arbeitest mit dem Nakivo.
Ich habe jetzt gesehen dass blöderweise meine Synologys (habe DS215j und DS213j) nicht unterstützt werden.
Daher müsste ich das Nakivo wo anders laufen lassen wenn ich kein neues NAS kaufen will.
Könnte ich das Nakivo nicht auf einer anderen VM laufen lassen?
Ich stelle es mir so vor:
Im Host ESXi läuft die Server-VM als VM1 und nebendran noch eine VM2 mit Nakivo-Software drauf, welche nichts anderes macht, als sich mit dem vSphere Host zu connecten und jeden Tag Snapshots der laufenden VM1 macht und diese auf einem auf den vorhandenen NASes freigegebenen Netzwerordnern sichert.
Würde das so gehen?
LG
 

Thunderbyte

Moderator
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Das kannst Du schon machen, wenns Dir aber den Host zerreißt, fällt dem auch Deine Nakivo Installation dem zum Opfer. Zum Wiederherstellen von VM1 musst Du also zuerst VM2 wieder her stellen. Henne-Ei Problem...
 

mardershall

New Member
Ah OK. Ja das ist verständlich.
Habe mir nun eine neue Synology besorgt und Nakivo installiert.
Mein Testaufbau funktioniert bis jetzt ganz stabil.
Habe auf den rech neuen Dell Server ein ESXi installiert und darin läuft nun ein Klon des physischen Servers als VM.
Werde das jetzt mal ein paar Tage laufen lassen, jeden Tag Nakivo Backups machen lassen und dann mal einen Ausfall des Dell Servers simulieren um dann zu gucken ob ich von dem Synology aus über Nakivo die gesicherte VM von einem
beliebigen Tag einfach auf einen weiteren Rechner (hab schon eine alte Kiste mit "leerem" ESXi aufgesetzt) raufspulen kann. Ich werde sehen! :)

Danke jedenfalls für die zahlreichen Kommentare und Hinweise.
Nachdem ich mich nun lange mit dem Thema beschäftigt habe ist mir nun
auch verständlich, warum meine ursprüngliche Idee nicht so prickelnd war.

Schöne Ostern euch allen.
Martin
 
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