to plesk or not to plesk…

wellers

New Member
to plesk or not to plesk… or to webmin or was sich sonst so tummelt


Hallo miteinander!

Derzeit stellt sich mir die Frage wie ich meinen Webserver zukünftig beackern möchte. Die Entscheidung gilt es zu treffen zwischen openSUSE 10.3 und openSUSE 10.3 + Plesk 8.4

Ich verspreche mir von diesem Threat Zerstreuung oder Bestätigung meiner Bedenken und Gedanken, Erfahrungsberichte oder auch Vorstellung von Alternativen

Zielsetzung:
Betreiben eines Internetangebots (also eine Plattform unter einer Domain) …basiert unterm Strich auf apache, mysql, php

  • Betreiben von Produktivsystem
  • Betreiben von System zu Demozwecken
  • regelmäsige Backups von DB´s und webcontent
  • Monitoring und Logging von Systemressourcen (cpu, ram, traffic,…)


Beschreibung Laufender Betrieb:

  • Unregelmäsig aber immer häufiger werden Erweiterungen bzgl. Inhalte eingespielt welche unter anderem "manuelles" einspielen von Pfaden und Inhalten erfordern (händisch)
  • Versand von automatisch generierten Mails geschieht über externem smtp (also kein Mailserverbetrieb erforderlich)
  • Recht zügig wachsende Datenbestände (sowohl DB als auch webcontent… spätere Auslagerung geplant)
  • ordentlich wachsende Anzahl von Besucherzahlen mit Stosszeiten


Vorneweg zu mir…

habe (schlechte) Erfahrungen mit visas alias serveradmin24, hab noch nen recht ollen Suse am rödeln (never change a running system ;)) und einen gentoo mit einem vserver Strickwerk darauf.
Kenntnisse und Erfahrungen sind aufgrund von Notwendigkeiten vorhanden und dementsprechend… ergo klebt auf jedem Monitor ein gelber Pinupzettel mit der Zeichenfolge "rtfm !!!"


Warum überhaupt die Erwägung einer Hilfssoftware wie Plesk?

Wie wohl der Grossteil unserer Art neige auch ich dazu mir Arbeit ersparen zu wollen soweit möglich und sinnvoll… ansonsten würde ich mich nicht mit dem Thema beschäftigen sondern in Stein gemeiselte Flug“blätter“ verteilen und Botschaften in Kornfelder trampeln ;)


Meine Bedenken bzgl. Plesk…

…gründen sich neben einer eher generellen Abneigung zu Eierlegenden Wollmilchsäuen auf diversen Lesestoff den ich mir die vergangenen Tage zu dem Thema zur Gemüte geführt habe:

  • Undurchsichtigkeit (was treibt das Ding so alles, auf welchen Konfigs hat es seinen Daumen, etc.)
  • Einschränkungen bzgl. Konfigurationen
  • teilweise Unzulässigkeit händischer Konfigurationen oder eine geradezu gespenstisch anmutende Resistenz dagegen
  • erzwungenermasen updates fahren müssen bei aufkommenden Sicherheitslöchern o.ä.
  • Probleme beim updates fahren von Plesk selbst
  • zu erwartende Inkompatibilität bei update zwischen benötigten Diensten/Software und Plesk (letztenendes soll ja doch noch die eigentliche Anwendung Priorität haben und nicht der Betrieb von Hilfsmitteln wie Plesk :D)

Ausserdem bin ich mir nicht sicher in welchem Umfang mir die Hilfen die Plesk bieten könnte tatsächlich ausreichend bzw. zuverlässig sind:

  • Firewall (Modul):
Macht mir soweit eigentlich einen ganz ordentlichen Eindruck… gibt es hier negativ Erfahrungen? (unzureichende Möglichkeit iptables über das webfront zu bearbeiten oder Problem bei manueller oder Bearbeitung durch andere Hilfsmittel etc.?)

  • Backup:
Diverse negative Erfahrungsberichte zu Sicherungen und dem Einspielen von Sicherungen vermitteln mir kein gutes Bild von dieser mitgelieferten Option.
Friemeliger Weg um auf Inhalte der Backupdateien zuzugreifen.

  • Monitoring (Modul Watchdog):
Ist mir nicht detailliert genug

  • Anlegen von Subdomains:
erster Schnellschuss-Versuch war ein Fehlversuch… nach Plesk-eigener-Anleitung angelegte Subdomain ist nachhaltig nicht erreichbar (noch nicht weiter nachgeforscht)


Ich bedanke mich vorab für Meinungen, Anregungen und Erfahrungsberichte
Gruß,
\wellers
 
Moischen

Zu deinem Monitoring:
Schau dir mal munin an. Damit lässt sich so ziemlich alles auf dem Server monitoren. Und was im Standartpaket nicht drin ist, lässt sich als Modul nachinstallieren. Ausserdem gibt es dazu ein schönes Webinterface, was unter einem geschützten Bereich alle nötigen Infos liefert.

Zur Adminoberfläche:
So wie sich das für mich anhört, bist du der einzige, der den Server administriert. Dann stellt sich mir die Frage, warum du dafür Plesk benötigst. Ich für meinen Teil habe festgestellt, dass ich auf der Shell sogar schneller bin.
Ein neuer vHost bei Apache ist in zwei Minuten eingerichtet, sofern man keine speziellen Einstellungen braucht, und auch MySQL ist einfach auf der Shell zu administrieren. Wobei es für MySQL natürlich auch noch PHPMyAdmin gibt, was einem die ganze Sache etwas einfacher macht.

Was für mich auch noch gegen Plesk spricht ist, dass es doch relativ viele Systemresourcen benötigt, obwohl es "nur" eine Adminoberfläche ist. Da gibt es wesentlich schmalere Adminoberflächen, die auch einiges zu bieten haben.

Gruß Mordor
 
Danke für deine fixe Antwort :)

Monitoring:
Schau dir mal munin an.
Das munin hatte ich mir auch schon als eventuellen Kandidaten ausgeguckt. Was mir hier nicht ganz behagt ist, dass anscheinend ein Durchschnittswert für nur alle 5 Minuten erzeugt wird (rrd bedingt).

Adminoberfläche:
...warum du dafür Plesk benötigst...
Benötigen vermutlich nicht.
Habe mir gedacht... wenn man es schon ungefragterweise mitgeliefert bekommt kann man es sich auch mal näher ansehen. Nachher hat man dem geschenkten Gaul nicht einmal ins Maul geschaut sondern ihn gleich zur Wurstfabrik gebracht... und stellt später fest dass man ihn sehr wohl als Zugpferd hätte brauchen können ;)

Vonwegen schneller sein per shell... das ist wohl recht individuell. Ich selbst arbeite nicht tagtäglich mit linux. Dementsprechend holprig tipper ich da wohl auch über die Konsole.


Gruß
\wellers
 
nur alle 5 Minuten erzeugt
Die Frage ist ja, ob man es noch genauer benötigt. Ausserdem steigt ja auch die Serverlast, wenn man die Intervalle verkürzt. Und das sollte ja auch nicht unbedingt sein.

Vonwegen schneller sein per shell... das ist wohl recht individuell. Ich selbst arbeite nicht tagtäglich mit linux. Dementsprechend holprig tipper ich da wohl auch über die Konsole.
Ich bin auch kein Linux Nerd. Bei mir hat das eher als Hobby angefangen, und ist im Moment auch nicht mehr. Wir haben uns irgendwann mit ein paar Kumpels hingesetzt, die alle freiberuflich arbeiten, und festgestellt, dass es eventuell billiger ist, wenn man sich einen Server anmietet. Naja, ich war dann der, der sich da eingearbeitet hat und jetzt den Server administriet.

Am Anfang ist es mir auch so gegangen, dass man da viel Zeit verbringt. Mittlerweile bin ich da wesentlich schneller als auf einer GUI und arbeite beim Apple teilweise auch in der Shell.

Gruß Mordor
 
Ich sehe das so:
Wieso sollte ich ein Webinterface benutzen um eine Konfiguration zu ändern, wenn ich auch einfach so die Konfiguration ändern kann?
So ein Webinterface löst keine Probleme und entfernt keine Komplexität. Es fügt Komplexität hinzu und ist eine potentielle Problemquelle.

Für Configs gibts vim. Für MySQL-/PgSQL-Administration phpMyAdmin/phpPgAdmin. Für Firewall shorewall. Für Monitoring Nagios. Und für Backups kleine selbstgeschriebene Shell-Scripts, die dein System besser und definierter sichern können als jedes generische Backup-Programm.

Diese Programme machen genau das, was sie sollen. Und das richtig. Und wenn dir eins davon nicht gefällt tauschst du es gegen das aus, das genau das macht, was du brauchst.
Das System das du dann hast, kann dir keine "ganzheitliche" Admin-Software bieten.
 
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