Server kaufen mit 99,99% Erreichbarkeit einer hochfrequentierten Seite

schumiel

New Member
Hallo,

ich habe derzeit einen Root-Server mit Debian5.0, PLESK9.3.

Durch mögliche Hardwaredekfekts kann der Server daher mehrere Stunden ausfallen. Da ich aber einen Server benötige, der "Rund um die Uhr" erreichbar sein soll, weil 24 Stunden Dienstleistung, suche ich eine Möglichkeit, mögliche Ausfälle und deren Ausfallzeit so gering wie möglich zu halten.

Die sparsamste Methode ist hierfür sicherlich zwei Server zu mieten und bei einem Ausfall des einen Servers, einfach auf den anderen die Daten spiegeln zu können.

Frage: Bieten Serveranbieter dies direkt mit an?
Wenn ja, gibt es eine Seite, wo man darüber einen Kostenvergleich machen kann oder gibt es eurerseits Empfehlungen?

Zur Zeit habe ich einen AMD Athlon 64 X2 3400+, DUal Core mit 4 GB RAM.
Durch meine jetzigen Userzugriffe ist der Server zwischen 40-50% ausgelastet und es bedarf einer Aufrüstung.
 
OVH kann ich aus jüngsten Erfahrungen nicht empfehlen. Im Falle eines DDoS lassen die dich komplett alleine.

Wie wäre es mit einem Cloud-Angebot?
 
Mir ist auch eine andere Angebotsart erwünscht, wenn die Preise dahingehend nicht zu enorm sind.

Es ist halt nur wichtig, das man einen Ausfall eines Servers so schnell wie möglich beheben kann.
 
Je höher die Verfügbarkeit "hinter 99," sein soll, umso teuerer wird das Ganze. Wenn wirklich die Erreichbarkeit so wichtig ist, würde ich mir da einen professionellen Hoster suchen und diesen ein entsprechendes Angebot für einen HA-Cluster hinter einer Firewall und einem Loadbalancer machen lassen. Dafür eignen sich die üblichen Verdächtigen aber eher nicht, da diese einfach nicht die nötige Flexibilität mitbringen, sondern auf geringe Preise und Ware von der Stange optimiert sind.

Ich betreibe seit JAHREN Rootserver (immer wieder aktualisiert) bei www.ipx-server.de, dem günstigen Ableger von http://www.ip-exchange.de/de/video/unternehmen/unser_business.html . Dort wird man Dir etwas entsprechendes anbieten können, wie bei manch anderem Hoster auch. Die Performance und Uptime ist tadellos, eine Verfügbarkeit von 99,999% des IPX Netzknotens spricht für sich.

Nebenbei: Vielleicht wäre auch ein virtualisierter VMware Cluster mit automatischem Failover auch was für Dich. Das geht aber dann preislich in GANZ ANDERE Dimensionen...

WICHTIG: Ein adäquates Service Level Agreement (SLA) gehört natürlich dazu, das garantierte Reaktions- und Reparaturzeiten enthält. Auch hier wird man bei den Massenhostern kaum fündig.
 
Netzverfügbarkeit ist ja nicht Hardware Verfügbarkeit. Prinzipiell sind die Anforderungen auch einfacher zu realisieren ohne Cluster.

2 Serversysteme jeweils mit HotSwap Festplatten. Ein Server aktiviert, der andere Server deaktiviert. Fällt Server 1 aus, schiebt der Techniker einfach die Platten von Server 1 in Server 2 und Server 1 kann repariert werden. Das wäre eine Variante mit wenig Ausfallzeit aber nicht mit gar keiner Ausfallzeit.

Will man bei defekten aller Art möglichst keinen Ausfall haben, wird man um ein Failovered Cluster nicht herum kommen. Hier liegen die Kosten aber deutlich über der ersten Variante.
 
2 Serversysteme jeweils mit HotSwap Festplatten. Ein Server aktiviert, der andere Server deaktiviert. Fällt Server 1 aus, schiebt der Techniker einfach die Platten von Server 1 in Server 2 und Server 1 kann repariert werden. Das wäre eine Variante mit wenig Ausfallzeit aber nicht mit gar keiner Ausfallzeit.

Na ich bin ja mal skeptisch, ob das mit Raids (MUSS ja wohl sein) auch so einfach funktioniert. High-Availability wird man so jedenfalls nicht erreichen. Trotzdem braucht man auch für diese Lösung einen Individualhoster mit 24/7 SLA.
 
Solang der gleiche Controller verbaut ist, funktioniert das.
Zumindest bei den größeren Herstellern wie 3ware, Areca, LSI, Adaptec, ICP Vortex.
Ob das im preiswerteren Segment, wie Promise und ähnliche, auch funktioniert kann ich gerade nicht beurteilen. Sowas setzt man in so einem System aber aus eigenem Interesse wohl auch nicht ein. :p
 
Wenn das Budget knapp ist, kann man soetwas mittels DRBD und Linux-HA auf zwei hundsgewöhnlichen Servern bauen - ohne daß ein Techniker Platten umstecken muß, das geht auch in diesem Fall automatisch.

Wenn der Provider Failover-IPs, ein privates VLAN oder gar ISCSI-Storage bietet läßt sich das Ganze effizienter machen, ist aber auch teurer.
 
Na ich bin ja mal skeptisch, ob das mit Raids (MUSS ja wohl sein) auch so einfach funktioniert. High-Availability wird man so jedenfalls nicht erreichen. Trotzdem braucht man auch für diese Lösung einen Individualhoster mit 24/7 SLA.

Das ist klar, es gehen aber ja auch nicht Festplatten im Stundentakt defekt :) Wir haben Server da laufen die Festplatten bereits 3 Jahre ohne Pause. Mit Software RAID funktioniert das im Übrigen auch absolut unproblematisch. Alles schon getestet.
 
Wichtig ist, daß die Verwaltungsinformationen (bei RAID-Controllern in den meisten Fällen im letzen Festplattensektor ablegegt) zueinander kompatibel sind. Das klappt erstaunlich oft, da viele eine OEM-Version des RAID-Bios von LSI oder Adaptec einsetzen.
 
[...] Mit Software RAID funktioniert das im Übrigen auch absolut unproblematisch. Alles schon getestet.

Wer installiert sich freiwillig ein SoftwareRaid wo die Seite nicht ausfallen darf? Allgemein würde ich meinen Kunden als Hoster (!) von einem Software Raid abraten.

Nachteile sollten ja bekannt sein ...
 
Wer installiert sich freiwillig ein SoftwareRaid wo die Seite nicht ausfallen darf? Allgemein würde ich meinen Kunden als Hoster (!) von einem Software Raid abraten.

Ein Software RAID hat durchaus Vorteile nicht nur hinsichtlich der Kosten. Wir setzen Software RAID auf einigen Systemen seit über 3 Jahren absolut schmerzfrei ein. Bei Plattendefekten wird lediglich die Partitionierung neu generiert und die Festplatte im Verbund neu eingebunden. Sicher etwas Mehraufwand, ca. 5 Minuten, bei einem Festplattendefekt, allerdings bislang absolut schmerzfrei.
Mdadm überwacht die Festplatten vergleichbar mit der Software eines normalen Hardware RAID Controllers und benachrichtigt bei defekt in regelmäßigen Abständen den Kundenservice.

Natürlich gibt es nicht so etwas schönes wie einen zusätzlichen Cache, dafür bleibt allerdings der Festplatten Cache aktiv.

Nachteil ist, dass es unter Umständen Systemlastiger ist, gerade beim Wiederherstellungsprozess des RAID Verbundes, da hier natürlich die Abwicklung über die Systemeigenen Ressourcen erfolgt.

Hat man allerdings eine Storage, die im Regelfall keine große Systemseitige Auslastung hat, kann ein Softwareraid unter Umständen sogar schneller sein als ein Hardware RAID.

Wer sich schon einmal intensiv mit dieser Materie befasst hat, wird mir beipflichten, dass es je nach Einsatzgebiet Vorteile und Nachteile hat.


Alles eine Frage Kosten/Nutzen.
 
Ich stimme dir da zu Kosten/Nutzen, das ist für dich bzw. deine Kunden halt ein Knackpunkt da du solche Server vermietest.

Habe mir mal deine Angebote angeschaut (Nicht das ich jetzt einen Server brauch, hab ich schon wo anders.) aber warum gibst du bei deinem Atom SW-Raid an und bei deinem hochklassigen 72GB HW-Raid und alles dazwischen nur Raid. Das würde mich abschrecken.
 
Habe mir mal deine Angebote angeschaut (Nicht das ich jetzt einen Server brauch, hab ich schon wo anders.) aber warum gibst du bei deinem Atom SW-Raid an und bei deinem hochklassigen 72GB HW-Raid und alles dazwischen nur Raid. Das würde mich abschrecken.

Sehr gut :) Das sind Kleinigkeiten die einem selbst nie auffallen. Ist korrigiert. Natürlich ist bei dem Preis ein richtiger Hardware RAID Controller für knapp 200,00 Euro nicht realistisch. Ich werde allerdings diesen Punkt als neues Feature hinzufügen.

In den Atom Servern ist ein Hardware RAID nicht möglich, hier sind die Gehäuse einfach zu klein um einen echten Hardware RAID Controller zu verbauen.
 
Interessant, dass das geht. Auf der anderen Seite: wenn man schon 2 identische Rechner vorhält, wieso sollte man sie dann nicht gleichzeitig einsetzen? Dadurch kann man zum einen Last verteilen, zum anderen kommt man "echter" HA näher.
 
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