Server bootet nicht vom Software-RAID-10



s24!

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Guten Morgen,

ein kürzlich via debootstrap aufgesetzter Debian-Wheezy-Server möchte einfach nicht booten. Genauer: Schaue ich mir das Ganze in der vKVM von Euserv an, lädt GRUB korrekt die Kernelauswahl und bootet den ersten. Und der wiederum macht dann.. nicht viel, weil er nach x Sekunden aufgibt, auf's Root-Filesystem zu warten. Dessen UUID ist definitiv korrekt und ich kann das md-RAID-10 im Rescue problemlos ansprechen sowie im chroot darin arbeiten.

In der GRUB-Konsole sehe ich unter /dev/disk/by-uuid tatsächlich alles - außer mein RAID-10 mit dem Root-FS.

Ein vor wenigen Wochen (eigentlich halbwegs identisch) eingerichteter Server läuft stressfrei. Die grub.cfg sieht mir korrekt aus und enthält auch die gleichen "insmod"-Statements wie der sauber bootende Server (welcher im Wesentlichen einfach nur vier statt acht Platten hat).

Ideen, wie man da rangehen könnte? :)


Viele Grüße
Tim
 
Guten Morgen,

die boot Partition als RAID 1 angelegt?

Ich weiß nicht ob das bei RAID 10 auch so ist, aber wenn du ein RAID 5 oder RAID 6 einrichtest, ist ein booten von einer SW RAID 5/6 Partition nicht möglich sondern nur von RAID 1.

Ich habe das damals so verstanden, dass bei einem RAID 5/6 die Daten ja über X Festplatten verteilt verwaltet werden. Diese Verteilung der Daten wird durch mdadm gemanaged was aber erst beim Booten des Betriebssystemkernels mitgestartet wird. Um aber den Kernel Booten zu können, müssen alle notwendigen Bootinformationen auf einer Festplatte abgelegt sein, denn wie soll er Bootinformationen finden ohne dass der RAID Manager gebootet ist. Der Server kann ja immer nur von einer Festplatte booten.

Bei einem RAID 1 ist es so, dass alle notwendigen Bootinformationen auf jeder Festplatte liegen, somit findet grub beim Booten alle notwendigen Kernelinformationen und co.

Man muss daher

/boot - RAID 1
/ - RAID 5/6

um ein System im Software RAID 5/6 einwandfrei booten zu können.

Bei RAID 10 wird sich das meines Erachten ähnlich verhalten - ich bin hier etwas verwundert dass es mit 4 Platten funktioniert hat ;), denn hier bildest du ja ein Volumen über mehrere RAID 1 Festplattenverbunde worin sich die Bootinformationen befinden.

Ich würde dir daher empfehlen /boot einmal nur als RAID 1 statt RAID 10 anzulegen, ich gehe mal davon aus, dass es dann funktionieren wird.
 
/boot ist ein RAID-1, bei beiden Servern. GRUB startet ja auch völlig problemlos (wofür er auf /boot zugreifen muss, um die Kernel-Liste bzw. die grub.cfg lesen zu können) - nur kann er das eigentliche Betriebssystem auf dem RAID-10 halt nicht starten.
Und das wiederum funktioniert auf einem der Server ja hervorragend.
 
Ja, das geht einwandfrei:

Ah ok, ist noch etwas früh :) Alles etwas sehr seltsam, leider bauen wir nicht so viele RAID 10 mit Software RAID ;) Gerade bei 8 Platten ist es meist geschickter einen Adaptec 6805E dafür herzunehmen. Leider kann ich dir hier nicht weiterhelfen. Wenn hier im Forum niemand eine Idee hat, kann ich dir aber DJ Tomi empfehlen (serverman.de) der ist bei solch speziellen Problemen meist sehr findig :)
 
Klar ist ein HW-RAID (gerade bei sowas) unkomplizierter, aber ich habe nur bedingt Einfluss auf die Hardware (sind Kundenserver, keine eigenen).

Hat jemand noch eine Idee? :)
 
Grub lädt den Kernel aber der Kernel kann das FS nicht mounten.
Hab ich das jetzt richtig verstanden?

Die Module für den Zugriff auf das Raid sollten fest im Kernel sein bzw. sich in der initrd befinden. Fehlen sie, kann auch nicht gemoutet werden.
 
Das hast du richtig verstanden. In der initrd sind die notwendigen Module definitiv drin; ich habe testweise auch mal den Kernel des laufenden Servers installiert. Auch die Metadata-Version ist gleich. Dennoch bootet der Server nicht.

Hat noch irgendwer eine Idee? :/
 
Hm - der andere Server bootet ja auch stressfrei vom 1.2er-Metadaten-RAID-10... Nichtsdestotrotz funktioniert es nach einer Änderung auf Version 0.9 - tausend Dank! =)
 
Vielleicht hat der Server keine oder keine gültige mdadm.conf in der initrd? Ohne die bootet es nämlich nur 0.90 Metadata-Arrays.
 
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