Sie haben zwar nicht den direkt ersichtlichen Erfolg wie PLESK, jedoch steigt die Anzahl der Nutzer stetig, weil man dort wenigstens selber Hand anlegen kann und das System wesentlich flexibler konfigurieren kann.
PLESK hat im Grunde nur den Vorteil, das es "imaginäre" Sicherheiten gibt. Denn normalerweise hat man einen Anspruch auf Nachbesserung, wenn man ein Produkt erwirbt und dieses Mangelhaft sein sollte. Freie Produkte werden in der Regel unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung bereitgestellt. Wobei mittlerweile viele Nutzer mitbekommen haben, dass es idR. zwar keine Gewährleistung bei freier Software gibt, jedoch der Produktsupport und die Reaktionzeiten seitens der Entwickler nicht selten um ein mehrfaches besser ist. Insbesondere wenn man den Endkunden-Support mit in betracht zieht. Bei Großkunden verhält es sich meist anders, weil hierbei recht kostenintensive SLA mit inbegriffen sind.
Müßig hin oder her. Wenn die neue Version nach den gleichen Kriterien auf den Kunden losgelassen wird, wie bisher, dann können wir uns an einer Hand ausmalen, was passieren wird. Vermutlich in dieser Richtung, bzw. so stell ich mir das kommende Update vor:
Tag X: Anbieten der neuen Version mittels Updater. Parallels geht auf Idioten fang.
Tag X + 3: Zurückziehen der neuen Version und durchführen wichtiger Korrekturen.
Tag X + 7: Pakete sind wieder per Updater verfügbar. Updates schlagen dennoch in rauen Mengen fehl oder verursachen enorme Probleme.
Tag X + 10: Man hat seinen Server mit viel Recherche und manuellen Anpassungen wieder im Griff, bevor die neuen Updates erstmal wieder Brei aus dem System machen
Tag X + 14: 6 von 10 Server laufen mit der neuen Version, wobei bei zwei Systemen viel von Hand korrigiert werden musste und zwei weiteren das Update nur manuell fehlerfrei von statten ging. Die 4 anderen mussten neu installiert werden, weil das immer noch schneller geht als das Chaos zu beheben. Bei der Datenmigration von zwei Servern gab es mal wieder Probleme, sodass mal wieder Handarbeit und vielen Stunden Zeit und noch mehr Geduld und vor allem Nerven.
Tag X + 15: Man verflucht die Software und vor allem die Backups, welche nicht richtig funktionierten. Wenn ja, hätte man sich Tag 14 ja sparen können.
Tag X + 17: Man hatte sich zwar vorgenommen, sich nach anderen Lösungen umzuschauen und eine andere bzw. eine zusätzliche Backup-Lösung zu integrieren, kommt aber nicht dazu, weil ständig Kunden anrufen und sich nicht in PLESK zurecht finden, weil man dem Kind schon wieder einen anderen Namen verpasst hat oder die Kunden von Werbung belästigt werden und man natürlich auch keine Erklärung dafür hat, dass man in einer kommerziellen Software auch noch Werbung ertragen muss.
Tag X + 20: Man kehrt zum Alltag zurück und verdrängt den Stress der letzten Tage.
Wenn nun wieder jemand ein Trauma haben sollte, tut mir ehrlich leid. Aber was uns ja nicht umbringt, macht uns entweder hart oder einfach nur mürbe
