Eigenes Hosting - welcher Server?

self

New Member
Hi,

also ich bin seit mehreren Jahren Reseller von Webspace und Co. Mittlerweile bin ich an dem Punkt, an dem ich gerne auf einen eigenen Server umsteigen würde. Erfahrungen in Linux sind eingeschränkt (eine Weile als eigenes System genutzt, ich administriere einen Gameserver, wo auch noch Apache und Co drauflaufen und noch einen zweiten kleinen VServer mit der normalen "Apache + X"-Kombi usw.). Es tun sich jetzt ein paar Fragen auf und ich konnte hier noch nicht die für mich passende Antwort finden - daher ein neues Thema:

1. Serveranforderungen
Das System soll diverse Internetseiten beherben und die üblichen Standards bieten, die man von allen Hostern kennt (also MySQL, Mail etc.). Die bisherigen Seiten, die die Kunden haben, sind relativ schwach besucht... haben aber solche Monster wie Joomla und Co. drauf.
Zum einfachen Rechnen kann man ansonsten auch davon ausgehen, dass ein Kunde Internetseite X hat und dort
- Joomla (50 Benutzer am Tag - schauen sich jeweils 10 Seiten an) und
- phpbb (20 Benutzer am Tag - schauen sich jeweils 50 Seiten an)
läuft.
Ich kann den Ressourcenverbrauch bezüglich Emails absolut nicht einschätzen - da wären vielleicht noch 20 Mails pro Kunde, die rein- oder rausgehen. FTP-Zugriffe dürften zu vernachlässigen sein (macht der Kunde vllt. 1x im Monat für insgesamt 15 Minuten)

Wie viele solcher Kunden/ Internetseiten kann man auf einem EQ4 von Hetzner hosten?
Was wären sinnvolle Alternativen? (Weniger Leistung für weniger Geld muss nicht sein - notfalls nur mehr Leistung für mehr Geld.)

2. Server einrichten
Zu obiger Frage gehört ja auch noch die Definition der Software, die man nutzt. Ich habe persönlich keine Probleme, mich in neue Sachen einzuarbeiten. Der Server würde sowieso erst einmal ca. ein halbes Jahr mit eigenen Internetseiten laufen - bei denen man Fehler und Lücken noch verkraften kann. Für Kunden gibts den erst, wenn er wirklich dauerhaft stabil und sicher gelaufen ist - und absehbar auch weiterhin sicher und stabil läuft. ;)
Notwendig ist auf jeden Fall ein Tool, mit dem die Kunden ihre Einstellungen ändern können (Datenbanken anlegen, Postfächer erstellen etc.). Ob es Confixx oder eine freie Software ist, ist prinzipiell egal - außer es gibt bei bestimmten Softwarelösungen ernsthafte Sicherheitsbedenken?!
Nehmen wir beispielsweise mal ISPCP: Unterstützt das überhaupt lighttpd als Alternative zu Apache? Welche Softwarekombination wäre da ratsam (webserver, ftp, db, fastcgi vs. php-module etc.)?! Der primäre Aspekt wäre Sicherheit - und dann Performance.

3. Generelles zum Serveranbieter
Ich bräuchte natürlich einen Anbieter, auf den ich mit 100%ig verlassen kann... Bei Webtropia habe ich einen Gameserver (bzw. administriere ich diesen). Da habe ich allerdings sehr schlechte Erfahrungen mit dem Austausch von Hardware machen müssen (hat damals 3 Tage gedauert oder so - ging halt übers Wochenende). Wie sieht das bei Hetzner aus? Erfahrungsberichte schienen bisher ganz positiv. Würdet ihr diese Server für den produktiven Einsatz wählen (bezogen auf schneller Hardwaretausch bei Problemen etc.)? Oder sollte man für so ein Projekt dann doch auf einen anderen Anbieter zurückgreifen?

4. Aufwand zur Administration
Wie viel Zeit benötigt ein Profi, um einen Server auf dem aktuellen Stand zu halten (Stunden pro Monat)?
Wie einfach ist es, sich dort einzuarbeiten - um ein System sicher zu machen?

Schon mal vielen Dank für eure Bemühungen. :)
 
1.
Wie viele solcher Kunden/ Internetseiten kann man auf einem EQ4 von Hetzner hosten?
Was wären sinnvolle Alternativen? (Weniger Leistung für weniger Geld muss nicht sein - notfalls nur mehr Leistung für mehr Geld.)
Ich würde das aktuelle System genau analysieren die anfragen Tracken und ein entsprechendes Lastzszenario erstellen.
(Performance Messung z.B. mit Jmeter)
2. Server einrichten
Zu obiger Frage gehört ja auch noch die Definition der Software, die man nutzt. Ich habe persönlich keine Probleme, mich in neue Sachen einzuarbeiten. Der Server würde sowieso erst einmal ca. ein halbes Jahr mit eigenen Internetseiten laufen - bei denen man Fehler und Lücken noch verkraften kann. ..... Der primäre Aspekt wäre Sicherheit - und dann Performance.
Das Thema sicherheit liegt bei einem unmanagden Rootserver vollständig in Deiner Verantwortung.
Bist Du dem technisch nicht gewachsen lieber die Finger weg lassen.
3. Generelles zum Serveranbieter
Ich bräuchte natürlich einen Anbieter, auf den ich mit 100%ig verlassen kann... ...Wie sieht das bei Hetzner aus? Erfahrungsberichte schienen bisher ganz positiv. Würdet ihr diese Server für den produktiven Einsatz wählen (bezogen auf schneller Hardwaretausch bei Problemen etc.)? Oder sollte man für so ein Projekt dann doch auf einen anderen Anbieter zurückgreifen?
100 % kannst Du Dich nur auf vertragliche Regelungen verlassen, sofern diese Rechtsgültig sind!
Und selbst dann....
Hetzner hat einen excellenten Support.
Wie bei allen muss man auch hier ab und an mal nachbohren, da Anfragen gerne auch erstmal "pauschal" beantwortet werden.
Aber von diesem allgemeingültigen Umstand abgesehen ist der Support von Hetzner vorbildlich.
Obwohl unsere Hetzner System nicht im prod einsatz sind, hätte ich hier keine grossen Bedenken das zu ändern.

4. Aufwand zur Administration
Wie viel Zeit benötigt ein Profi, um einen Server auf dem aktuellen Stand zu halten (Stunden pro Monat)?
Wie einfach ist es, sich dort einzuarbeiten - um ein System sicher zu machen?

Aufwand hängt von mehreren Faktoren ab.
Eingesetztes Os, eingesetzte Software, Wartungsaufwand eigener Scripte.

Die reine Pflege der OS seitigen Änderungen Repositories dürften sich auf 1-2 Stunde / Monat belaufen.
apt-get update etc. nehmen einem ja schon das nötigste ab.

Da Prüfen, was auf dem System passiert, auswerten der Monitoringdaten ,kann man zwar technisch schon mal vorbereiten lassen, kostet dann dennoch an die 5-6 Stunden / Monat.
Also eine Stunde / woche sollte man sich auf jeden Fall Zeit nehmen und etwaige auffälligkeiten zu verfolgen.

Und erst dann geht der tatzsächliche Betrieb mit etwaigen DOS, DDOs Attacken genereller Serverlast und Serverüberlast und Bugs, Hardwareschäden etc. los.

Das kann Dich u.U. gar keine Zeit kosten oder auch mal 24*7 und mehr beschäftigen.
 
zu 1) Mit einem i7 kannst Du sicher im mittleren 3stelligen Bereich hosten. Selbst solche Schrotthaufen wie Joomla ziehen nur kurz einen CPU-Peak beim Request und dann ist wieder Ruhe. Caching wird sicher auch mit Joomla funktionieren. Dazu einen Bytecode-Cash wie APC oder eAccelerator und Du kannst die serielle Last schonmal deutlich drücken.

zu 2) Eingerichtet ist so ein Ding schnell, zumal es "fertig" konfigurierte Images gibt. Danach fängt der Spass aber erst an. Bis alles rund läuft muss man vor allem ohne Erfahrung eine Menge Zeit investieren und viel testen und probieren. Und selbst dann gibt es noch Probleme, mit denen man leben muss. Generell musst Du konzeptionell wissen, was und warum Du etablierst. Nur Tutorials abtippen reicht nicht. Die Stichworte wie fcgid vs. mod_php vs. suPHP sind schon die richte Richtung.

zu 3) Vergiss die 100%. Selbst die grossen der Branche (df, Host Europe, Hetzner) schaffen es ab und zu, komplette Rechenzentren runterzufahren bzw. abzuschneiden (Stromprobleme, Uplinks gestört etc.).

Ich persönlich buche ausschliesslich Maschinen im 19" Rackgehäuse inkl. permanenter IP-over-KVM und Serverhardware. Das Beantragen und Ranklemmen einer LARA bei Hetzner z. B. ist mir zu viel Pogo, vor allem vor dem Hintergrund, dass man die Dinger meistens nur braucht, wenn es eh schon brennt. Hetzner mit der Desktophardware ist für mich also keine Option (ja, ich weiss, ich kann dort für einen Aufpreis das FlexiPack, Serverhardware etc. buchen).

zu 4) Hängt auch davon ab, wie viel automatisiert ist. Wir haben hier Monitoring mit SMS-Benachrichtigung, automatische Backups und vorgefilterte Log-Dateien. Den meisten Zeitaufwand hatte ich in den letzten 2 Jahren für

1) Weiterbildung
2) Probleme, die durch das Rechenzentrum verursacht worden sind

Das Überprüfen der Backups, das Überfliegen der Logs/Parameter und das Updaten geht fix. Der letzte Hardwaredefekt dauerte einen Neustart + 15 Minuten manuelle Rekonfiguration des RAIDs.

matzewe01 hat schon Recht: Der Spass fängt erst an, wenn es Probleme gibt. Das Herausfinden der Ursache und Behebung dieser kann schonmal viele Stunden dauern.
 
Hallo,

erst einmal vielen Dank euch beiden. Es erleichtert einem ungemein die Entscheidung, wenn man so ein paar Erfahrungsberichte liest.

Ich denke, dass der Umgang mit der Hardware noch die größte Schwäche ist (KVM-over-IP ist für mich aktuell nicht mehr als ein Wikipedia-Eintrag und Lara ist für mich eine Frau ;)). Allerdings kommt das Wissen und die Erfahrung ja auch nicht von selbst - von daher muss man wohl irgendwann einfach den Schritt machen.

Die Lastabschätzungen kann ich derzeit nicht per Programm machen, weil ich noch als Reseller bei einem anderen Anbieter agiere. Allerdings reicht die Schätzung mit dem mittleren dreistelligen Bereich für mich erst einmal.

Generell bräuchte ich noch Infos über interessante Confixx-Alternativen, aber da ist es wohl sinnvoller im entsprechenden Unterforum zu schauen und dann die Sachen auch zunächst auf einem leeren Server auszuprobieren - gleiches gilt für die Webserver, PHP-Alternativen etc.

Von der Zeit her gehe ich sowieso davon aus, dass da anfangs das System mehrfach neu aufgesetzt wird etc. (muss erstmal die ganzen Alternativen etwas durchtesten und nachher ja dann wieder mit einem sauberen System starten).

Ja und dass ich für die Sicherheit dann voll verantwortlich bin, ist mir ebenfalls klar - und da ist auch ein Schwachpunkt, weil ich aktuell keinen Plan hätte, wie ich z.B. mit einer DOS-Attacke umzugehen habe usw. Ich wüsste zwar nicht, wieso jemand den Aufwand betreiben sollte, aber zumindest hätte ich gerne die Möglichkeit, dann zu agieren.

Gibt es bezüglich Sicherheit und Umgang mit Server-Hardware (KVM-over-IP, LARA etc.) irgendwelche Empfehlungen für Einsteiger? Also gute Guides usw.? Wie habt ihr damit angefangen? Also ich habe ein paar Programmierkenntnisse und kann software-technisch die Dinge recht passabel absichern, wobei Systemkenntnisse bei Linux auch stark eingeschränkt sind - etwas Basiswissen ist also vorhanden. :)
 
Eine KVM-Lösung ist im Prinzip ja das gleiche wie direkt vor der Maschine zu sitzen, bloss dass Du meistens in einem Java-Applet in der Konsole rumtippst. Die KVM-Lösung bei Hetzner heisst LARA, ist sicher irgendein Akronym.
Selber testen ist schwierig, da die Dinger als Stand-Alone sehr teuer sind. Wenn ich einen Server buche bei einem Anbieter, den ich technisch noch nicht kenne, beschäftige ich mich erstmal so lange mit Rescue, KVM, Reinstallation usw., bis ich die "örtlichen" Gepflogenheiten verstanden habe.

Wie schon gesagt: Wenn man eine KVM braucht, ist man bzw. die Maschine meistens eh in einer Ausnahmesituation. Dann erst alles für das Rescuesystem in der KVM zusammenzusuchen ist nicht gerade förderlich für die Deeskalation :)


Ich habe mir alles an einer virtuellen Maschine beigebracht (VMWare). Da kann man schnell mal alles plattmachen und wieder aufsetzen. Auch das Einrichten eines Soft-RAIDs kann man wunderbar üben. Wenn man die Partitionierung draufhat, muss man aber Linux in der Regel nicht mehr neu installieren.

Es reicht, die falsche installierten Pakete wieder entfernen zu lassen oder die Konfig-Dateien zu modifizieren.

Zu den Oberflächen kann ich nichts sagen, ich benutze ausschliesslich die Konsole, für ein paar Kundendienste habe ich eigene kleine Softwarelösungen (FTP z. B.).
 
Wie habt ihr damit angefangen? Also ich habe ein paar Programmierkenntnisse und kann software-technisch die Dinge recht passabel absichern, wobei Systemkenntnisse bei Linux auch stark eingeschränkt sind - etwas Basiswissen ist also vorhanden. :)

Zu blutig aus meiner heutigen Sicht.

Zwei Buchempfehlungen als Einsteigerlektüre:

Das Anti-Hacker-Buch für Linux ISBN 3-8266-0669-8
Network hacking ISBN 978-3-7723-7578-1

Das wird dich eventuell schon an die eine oder andere Wissengrenze bringen, aber das von anfang bis ende durchlesen lohnt schon mal um eine
"Idee" bzw. die Phantasie zu möglichen Einbruchsvarianten zu bekommen.

Dann geht es mit PHP Anwendungen weiter:
PHP Sicherheit ISBN: 3-89864-369-7

Das wird dir auch nicht alle Probleme und Möglichkeiten darstellen aber es regt die Phantasie an und zeigt Dir schon mal, ob Dein vorgehen mit Absicherung wirklich Zielführend ist / war.

Und dann noch 2 eher philosophische Bücher.

978-3-8266-1569-6 Die Kunst der Täuschung
978-3.8266-1667-9 Forbidden Code Jedes System ist zu knacken.

min. genau so empfehlenswert und lesenswert.

Keines der Bücher wird Dir exakt beibringen wie man welches System hackt.
Du wirst aber lernen, welche Möglichkeiten es in der "Vergangenheit" gab wie man diese Lücken ggf. aufspürt und vor allem aus Sicht des Admins stopft und Einbrüche ggf. schnell erkennt.

Eines wirst Du mit den Büchern auf jeden Fall lernen:
Dass so manche Idee der Absicherung ziemlich für die Katz war.
Das ist auch mir so ergangen.
 
3. Generelles zum Serveranbieter
Ich bräuchte natürlich einen Anbieter, auf den ich mit 100%ig verlassen kann... Bei Webtropia habe ich einen Gameserver (bzw. administriere ich diesen). Da habe ich allerdings sehr schlechte Erfahrungen mit dem Austausch von Hardware machen müssen (hat damals 3 Tage gedauert oder so - ging halt übers Wochenende). Wie sieht das bei Hetzner aus? Erfahrungsberichte schienen bisher ganz positiv. Würdet ihr diese Server für den produktiven Einsatz wählen (bezogen auf schneller Hardwaretausch bei Problemen etc.)? Oder sollte man für so ein Projekt dann doch auf einen anderen Anbieter zurückgreifen?

Samstag morgens 8 Uhr wurde bei meinem Server von Hetzner mal die Festplatte getauscht. Lief Problemlos ab. Einmal Sonntag morgens auch so 8 Uhr fuhr der Server nicht mehr hoch. Keine 20 Min später lief er wieder dank Supporter. Sind also auch am Wochenende erreichbar.

Soweit sind meine Erfahrungen mit Hetzner. Mit Webtropia hatte ich vorher ähnliche Probleme wie du. ;)
 
Ich stand mal vor dem selben Problem, bei mir war es aber damals kostenloses Webhosting, bei dem man sich zum Glück mehr Fehler und Ausfälle erlauben darf. Ich weiß nicht ob ich damals als Anfänger direkt kostenpflichtes Webhosting angeboten hätte, denn wenn mal was schief läuft, dann hat man die Kunden am Hals die dann ihr Geld zurück wollen oder schlimmeres.

Jedenfalls habe ich zu Beginn einige Fehler gemacht. Fehler, gerade bei Anfängern, passieren nun mal und deshalb ist es ganz wichtig dass es jemanden gibt der einem aus der Patsche helfen kann und das ist der Serveranbieter.

Die meisten sagen, wenn sie Beiträge wie deins lesen, dass du es besser lassen sollst. Als Anfänger Webhosting anzubieten finden viele unmöglich. Aber ich habe es damals gewagt und ich bereue es nicht und deshalb würde ich dir auch raten es einfach mal zu machen. Aber wie gesagt, ganz wichtig ist eine gute Basis und das ist

- Geld (plane außerplanmäßige Ausgaben ein)
- einen guten Serveranbieter (mit schnellem und guten Support)
- einen guten Server (> 2x2 Ghz, >4GB RAM, mindestens RAID1)

Zu Beginn wird Google dein bester Freund sein :D, aber man findet dort meistens wirklich für alles eine Lösung. Und wenn nicht, dann wendet man sich an den Support der dann einem schnell hilft. Und mit der Zeit weiß man immer mehr und mehr und entwickelt sich zu einem Profi. Man kann viele Bücher vorher gelesen haben, das schwierige ist nicht sich das Basiswissen anzueignen, sondern Probleme schnell und gut zu lösen.
 
Ui, das ist ja mal eine aufbauende Antwort. :)

Ich habe gerade mal den Gang zur Uni-Bibliothek gewagt und da nach etwas Literatur gesucht... gibt ganz gute Einstiegshilfen für die Server-Installation etc. - und auch generell zur gesamten Sicherheitsproblematik. Da werde ich mich nun erst einmal durchkämpfen. Aktuell ist Hetzner ganz oben auf meiner Wunschliste, aber mal schauen, wie sich das noch entwickelt.

Zwecks Anbieten von kostenpflichtigem Hosting: Ich gehe nicht davon aus, dass ich mit der Aktion Geld verdiene - zumindest nicht genug, dass es den Aufwand rechtfertigen würde. Die Geldproblematik ist da also zweitrangig, wobei ich natürlich nicht aus Langeweile sinnlos Geld rausschleudern will. Haftung ist hingegen schon wieder ein viel spannenderes Thema und genau da ist der Haken: Ich glaube kaum, dass irgendein Anbieter ernsthaft haften will und wird - die haften nur im Rahmen der Gebühren bzw. bei grober Fahrlässigkeit wahrscheinlich auch höher. Die paar Euros nutzen mir aber nichts. :)

Aber momentan bin ich eh noch dabei immer wieder einen kostenlosen VServer bei S4Y zu reservieren und da alles einzurichten... platt zu machen... wieder einrichten... hier was probieren... da was probieren... platt machen und von vorne anfangen... usw. Sind auch ganz nette Übungssachen, um erst einmal grobe Dinge abklären zu können (welches OS etc.). :D

Falls andere auch noch den Schritt gewagt haben, freue ich mich natürlich immer wieder über Anregungen und Erfahrungsberichte... und auch Literaturverweise immer willkommen (einige von Matze liegen auch schon hier - wobei da die Auswahl in der Bibo etwas eingeschränkt war).
 
Mh? Du meinst, dass man alles auch als virtuelle Maschine laufen lassen kann?
Falls ja, dann wäre das eher weniger spannend. Oder meinst du noch eine andere Alternative?
 
Er meint, zum Üben und lernen reicht ein Rechner zu Hause oder eben eine virtuelle Instanz auf Deinem lokalen PC.
 
Keine Sorge... das spannend klang schlimmer als es gemeint war.

Auf jeden Fall danke für den Hinweis mit der VM. Ich würde jedoch gern über den Schritt hinausgehen, denn das was ich mit einer VM mache, kann ich auch mit dem bisherigen anderen Servern machen.
 
Lies mal die empfohlenen Bücher und übe / spiele die Methoden der Angriffe lokal durch.
Dein ISP würde sich weniger erfreut zeugen wenn Du Brute Force Attacken etc. gegen Deinen Host im INet fährst.
Solche Dinge probiert man generll immer im geschützten LAN.
Auch nach aussen geschützt! Was tatsächlich bedeutet, dass der Host, die Hosts nicht nach aussen sprechen können sondern in einem abgeschlossen Netz liegen.

Idealerweise:


Rechner1 <- Ethernet -> Switch < - Ethernet -> Rechner2


Und sonst nichts. Meinetwegen hängt zwischendrin statt dem Switch ein "Router*" auf welchem Du den Netzwerkverkehr mitschneidest um es auszuwerten.

In dem Fall ein Linux Rechner der als Router fungiert und den Traffic durchleitet.
 
Last edited by a moderator:
Back
Top