56K Modem Dial up Internet - Anbieterseitige Hardware?

Raven6299

Member
Hallo zusammen :D

Eine Frage die ich mir schon länger stelle... Sicher kennen einige von euch analoge Internetzugänge via Modem :D Was mich in diesem Zusammenhang interessieren würde ist ... Wie sieht (oder sah) diese Infrastruktur eigentlich auf der Anbieterseite aus? Grundsätzlich ist die Architektur des Netzes da ein wenig anders, während Kabel, DSL, Glasfaser ja quasi einen "echten" Netzwerkzugang darstellen ist es bei analogen Einwahlverbindungen (genau genommen auch digital per ISDN) ja so dass sich die Kunden erstmal über eine leitungsvermittelte Telefonverbindung zu einem Anbieter X einwählen der dann das Routing ins Internet übernommen hat. Wie muss ich mir das eigentlich vorstellen, stehen (oder besser standen) da riesen Racks mit dedizierten Telefonports herum? Die entsprechenden Anbieter müssten dann ja theoretisch für jeden potentiellen Kunden (bei AOL sicher einige *g*) einen dedizierten Port bereithalten auch wenn diese nur zu Stoßzeiten benutzt wurde? Die Verbindung zwischen Kunde und ISP ist an dieser Stelle ja erstmal Leitungsvermittelt ?
Ist eine reine Interessensfrage da ich mir eben schon lange Gedanken drüber mache wie so dial up Server wohl aussehen :D Vielleicht hat ja jemand zufällig sogar Fotos von so ner Installation :D

Liebe Grüße :D
 
stehen (oder besser standen) da riesen Racks mit dedizierten Telefonports herum?
Je nach Größe des Providers - ja. Und je nach Historisch-Wertvoll. Aber es gab durchaus etwas Platz-optimierte Aufbauten, so dass man da nicht ein paar Hundert ded. Modems stehen hatte.

Die entsprechenden Anbieter müssten dann ja theoretisch für jeden potentiellen Kunden (bei AOL sicher einige *g*) einen dedizierten Port bereithalten auch wenn diese nur zu Stoßzeiten benutzt wurde?
Theoretisch ja. Es kam durchaus mal vor, dass eben keine Leitung mehr frei war - und man dann halt einfach das "belegt"-Zeichen bekommen hat. Musst man halt warten.
Je nach Anbieter gab's ja auch mehrere Einwahlnummern, so konnte man durchprobieren, bis man einen freien POP gefunden hatten.
 
Je nach Größe des Providers - ja. Und je nach Historisch-Wertvoll. Aber es gab durchaus etwas Platz-optimierte Aufbauten, so dass man da nicht ein paar Hundert ded. Modems stehen hatte.
Ahh super danke dann ging da wie bei ISDN wohl auch ein bisschen Multiplexing um etwas Ressourcen zu sparen. Aber im Großen und Ganzen ist dann meine Vorstellung dieser Zugänge nicht ganz falsch :D

Theoretisch ja. Es kam durchaus mal vor, dass eben keine Leitung mehr frei war - und man dann halt einfach das "belegt"-Zeichen bekommen hat. Musst man halt warten.
Stimmt jetzt wo du es erwähnst an Situationen in denen der Anschluss belegt war kann ich mich sogar erinnern :D

Danke Dir :D
 
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten. Wir haben bis vor ein paar Jahren in der Firma im Server Faxkarten mit einem S2M-Anschluss gehabt. Darüber waren dann über einen RJ45 Port 30 Verbindungen möglich. Ähnliche Karten gab es auch für die Modemeinwahl - und für 56K-Modems war auf der Providerseite ja zwingend ISDN notwendig - sonst war bei 33K Schluss. Die 56K Technik hat ja nur nach digitalen Vermittlungsstellen funktioniert.
 
Die 56K Technik hat ja nur nach digitalen Vermittlungsstellen funktioniert.
Ahhh danke für den Hinweis das war mir tatsächlich unbekannt auch dass quasi analoge 56K Modems eine volldigitale Providerseite brauchen. Ich dachte dass die Punkt zu Punkt Verbindung dann analog ist. Aber klar bei ISDN kann man dann mit dem Primärmultiplexer natürlich über einen Port viele Kunden versorgen das macht es auch wesentlich einfacher
 
und für 56K-Modems war auf der Providerseite ja zwingend ISDN notwendig
da würde ich widersprechen - entscheidend war da eher der "Standard", der verwendet wurde - wenn das nicht passte gab's keine 56k.

ISDN und Analog-Modem sind zwei Welten - die eine hat mit der anderen nix zu tun.
 
Back
Top