Entscheidungshilfe neuer Anbieter



sobdog

New Member
Hallo zusammen,

ich habe derzeit einen Rootserver bei einem Anbieter (der tut hier aber nichts zur Sache). Möchte auf jedenfall wechseln. Aktuelle Konfiguration:

- Intel Xeon E5410
- 8GB RAM
- 2x 250GB HDD SW-RAID1

Dort laufen einige virtuelle Maschinen (Xen) drauf unter Debian.

Ich hätte gerne eine gleichwertige Konfiguration wie oben für max. 150 EUR. Schön wäre größere Festplatten (500GB). Ein muss ist jedoch, dass der RAM in der Vertragslaufzeit auf 12 GB oder 16GB erweiterbar wäre.

Extrem wichtig ist mir Service und Support. Die Verfügbarkeit des Servers ist sehr wichtig. Daher sollte auch defekte Hardware sehr schnell gewechselt werden.

Habe derzeit folgende Anbieter im Visier:

Hosteurope:
Pro: Markenhardware, sehr guter Support, sehr schneller Hardwaretausch und SLA
Contra: Die CPU Intel X4340 ist laut Benchmark schlechter als meine aktuelle (über 2 Jahre alte) E5410


serverloft:
Pro: Markenhardware, schneller Hardwareaustausch, SLA
Contra: Kein bridge-Modus supportet, kein flexibles Upgrade der Hardware möglich


Hetzner:
Pro: sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis, sehr flexibel, guter Support
Contra: keine Markenhardware, keine SLA


manitu:
Pro: gutes Preis/Leistungsverhältnis, guter Support
Contra: kein flexibles Upgrade der Hardware möglich, keine SLA



Ich tendiere eigentlich zu Hosteurope. Allerdings macht mir die CPU Bauchschmerzen. Was meint ihr? Oder habt ihr noch einen weiteren Provider für mich?


Vielen Dank. Gruß
 
Also ich würde auch ganz klar zu HostEurope tendieren. Ob dir die CPU reicht kann ich dir nicht sagen. Dazu wäre interessant wie stark sie denn aktuell ausgelastet ist und wie deine Zukunftsplanung aussieht. Ein RAM_Upgrade planst du ja offensichtlich schon ein. Eventuell reicht die CPU dann nicht mehr, wenn noch mehr virtuelle Maschinen hinzukommen, gut möglich.
 
Hi,
danke für deine schnelle Antwort. Derzeit reicht die CPU dicke aus. Es laufen auch nur eine VM (Webserver) mit 3GB RAM und 2-3 kleine VMs mit 256MB oder 512MB RAM drauf, die fast nichts machen!

load liegt auf der dom0 meistens bei 0.05
load auf der webserver-gast liegt im Durchschnitt bei 0.6 - geht aber auch mal auf 2 hoch. Derzeit 4 vCPUs zugeteilt.

Problem bei Hosteurope ist natürlich, dass man sich für 24 Monate binden muss (wenn man nicht drauf zahlen möchte) und nichtmal auf einen größeren Server in der Vertragslaufzeit wechseln kann. Nur Upgrades (RAM) sind möglich.

Eine bessere CPU ist auch leider erst ab dem Server MAX dabei - und der liegt dann bereits bei ca. 250 EUR.

Gruß
 
Hetzner:
Pro: sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis, sehr flexibel, guter Support
Contra: keine Markenhardware, keine SLA

- billiger Traffic mit gleichzeitig gutem Durchsatz
- schnelle Reparaturzeiten
- schneller Support (gut wurde ja schon erwaehnt :D )
- grosszuegig eingeraeumte Reaktionszeiten bei Abuse-Meldungen um das Probem (aka den Kunden :P ) zu finden

Die meistausfallensten Komponenten (Festplatte, Netzteil) sind relativ schnell gewechselt und im ersteren Fall durch RAID unkritisch. Mainboard-Ausfaelle sind bedeutend seltener.

Da die Serverkosten bedeutend unter deinem Limit liegen koenntest du 2 Systeme als Master-Slave laufen lassen und beim -recht unwahrscheinlichen- Ausfall eines Hostsystems auf das andere ueberspringen. Die Server muessen nur zeitlich getrennt gemietet werden um die Wahrscheinlichkeit dass sie sich im gleichen Rack befinden zu minimisieren und somit das Ausfallrisiko zu vermindern.
 
Hi,

um bei der Hardware eine ordentliche Qualität zu bekommen und auch einigermaßen schnellen Support zu bekommen, müsste ich ja neben dem EQ 4 noch folgende Optionen hinzubuchen:

- Flexi Pack
- HA Option Pack
- 2-Port Raidcontroller

Dann wäre ich auch bei knapp 150 EUR im Monat.


Ich weiß, dass Hetzner generell nicht schlecht ist. Jedoch habe ich trotzdem etwas Bauchschmerzen dabei. Selbst bei der HA-Option werden keine Reaktionszeiten garantiert. Auf Anfrage wurde mir nur mitgeteilt, dass man diese Anfragen zuerst abarbeitet und man in der Regel innerhalb von 2 Stunden die Hardware getauscht bekommt.

2 Server zu betreiben würde auch nicht unbedingt das Risiko von Anbindungsproblemen minimieren.
 
Die Gesamtbandbreite und Anzahl an Uplinks von Hetzner ist nicht zu verachten, dass sie gross angelegte DDoS-Angriffe vergleichsweise fix in den Griff bekommen bewiesen sie vor einigen Wochen bei einem >40Gb/s DDoS-Angriff.
Natuerlich ist auch ein solcher Anbieter hoffnungslos ausgeliefert wenn das Decix-Peering ausfallen sollte, aber dann stehen andere auch nicht besser da...
Wenn du einen Anbieter mit mehr Bandbreite suchst kann ich dir OVH empfehlen, die haben eigene Leitungen quer durch Europa ( http://weathermap.ovh.net ) Allerdings ist deren Decix-Uplink oft ueberlastet und sie sind generell nicht sonderlich guenstig, ausser die Billigmarke isgenug (kimsufi)

Die eher riskanten Teile, naemlich dass der weniger stabil ausgelegte Rack-Switch ausfaellt oder ein Rack stromlos respektiv klimalos da steht sind bei 2 getrennten Servern weg.

Wenn du aber so eine hohe Verfuegbarkeit brauchst empfehle ich dir, den Server in einem getrennten Rechenzentrum zu mirroren.
Alternativ kann ich noch diese Webseite empfehlen: http://www.daujones.com/detail.php?usrid=11359 :)

Bei mehreren Servern entfaellt das HA-Pack, den Raidcontroller brauchst du nur bei entsprechender Belastung der Festplatten. Sollten die Server nur rechnen muessen dann kann er aus Kostengruenden weggelassen werden, ein Softraid tuts dann auch :)
 
Wenn HA so wichtig ist, würde ich auch eher zu einer 2-Server-Lösung tendieren. Auf die HA-Option kann man dann auch getrost verzichten; schließlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Systeme gleichzeitig die Hardware-Grätsche machen, dann doch sehr gering. Auf den RAID-Controller kann man eh verzichten; einen Performance-Vorteil gegenüber Software RAID per Device Mapper sehe ich bei der heutigen CPU-Ausstattung eigentlich nicht mehr.

Einzig das Flexi-Pack würde noch benötigt, um ggf. zusätzliche Subnetze ordern zu können, und - bei einer zwei-Server-Lösung wichtig - eine Failover-IP zu bekommen (das würde aber nur für den ersten Server benötigt). Mit 2 EQ4 + 1 Flexi-Pack und Failover-IP wären es dann ~120€/Monat - bei einer wirklich ziemlich ausfallsicheren Konfiguration. Bei der Bestellung kannst Du Hetzner sogar bitten, Dir zwei Server in unterschiedlichen RZs zuzuteilen - dann hast Du sogar getrennte Standorte, falls an einem mal die Welt untergehen sollte ;)
 
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Die Gesamtbandbreite und Anzahl an Uplinks von Hetzner ist nicht zu verachten

Die von anderen Anbietern beispielweise HE auch nicht und 500 Mbit Peak Bandbreite spricht denke ich auch für sich ;)

Da es keine SLAs bei Hetzner gibt würde ich bei Ausfallsicherheit dann eher zu Hosteurope tendieren.
 
2 Server machen die Sache aber unnötig kompliziert.
Man muss die virtuellen Maschinen ja ständig auf das 2. System kopieren und das kann man kaum jede Stunde machen, da man sonst Performanceprobleme bekommt. Und selbst eine Stunde Unterschied ist bei Mailserver und Datenbanken schon zuviel.

Ich kann auch mal 1 oder 2 Stunden Ausfall verkraften. Wichtig ist mir jedoch, dass ich mich darauf verlassen kann, dass jemand die Hardware schnell tauscht, wenn es mal Probleme gibt.

Über Hetzner liest man zwar immer sehr viel gutes. Aber 99% der Leute sagen auch immer wieder, dass sie nichts kritisches bei Hetzner unterbringen würden.
 
Nimm Hosteurope meinen Erfahrungen nach immer noch der beste Provider. Nur als Beispiel, DDOS Angriff am Sonntag auf Port 22 auf einen der Vserver auf der Maschine, also eigene IP Hosteurope sperrt auf dieser einen IP wirklich nur Port 22 und weder die ganze Kiste noch die ganze IP. Und das innerhalb von 30min.

Was alle anderen Provider nicht hinbekommen.
 
Man muss die virtuellen Maschinen ja ständig auf das 2. System kopieren und das kann man kaum jede Stunde machen
Nicht kopieren, synchronisieren! Und der erste Suchtreffer in Google nach "xen failover" ergibt:
http://sheepy.org/node/65

Wichtig ist mir jedoch, dass ich mich darauf verlassen kann, dass jemand die Hardware schnell tauscht, wenn es mal Probleme gibt.
Drauf verlassen kann man sich nicht, auch nicht bei SLA.
Sollten beispielsweise keine Ersatzstuecke vorhanden und lieferbar sein oder eine groessere Katastrophe (bsp: Brand) im Rechenzentrum/Rack sein dann kriegt der Hoster eine Vertragsstrafe, dafuer ist dein Server aber noch nicht online :)

Aber 99% der Leute sagen auch immer wieder, dass sie nichts kritisches bei Hetzner unterbringen würden.
Die Ausfallsicherheit von 2-3 Dumping-Hoster ist hoeher als die eines einzelnen HA-Providers. Echte Sicherheit kriegt man nur durch geographisch getrennte Mirrors. (zb Deutschland/Frankreich)

also eigene IP Hosteurope sperrt auf dieser einen IP wirklich nur Port 22 und weder die ganze Kiste noch die ganze IP.
Bei einem DDoS-Angriff auf Server von mir bei OVH haben die Techniker die Angriffe manuell mit Regeln auf den Router rausgefiltert ;) Nix Port sperren :P
 
Viel Spaß bei 20k Ips ;) Naja ich würde nach wie vor nur Hosteurope für sowas empfehlen. Hetzner hat mir da zuviele Wackler im Netzwerk.
 
Fällt mir noch grade ein: Hosteurope verbaut in seinen Servern 2 NICs - eins geht ans externe Netz und bekommt die Public IP(s), das andere geht an ein HE-internes Netz mit einer IP aus 10.0.0.0/8. Für einen 2-Node Cluster mit DRBD ist das natürlich sehr interessant, weil man Heartbeat und DRBD-Sync über das interne Netz laufen lassen kann, so dass mal ein bisschen mehr Traffic auf dem externen NIC nicht gleich Aussetzer im DRBD oder gar einen Heartbeat-Fail auslöst.

Würde mir aber vor einer Bestellung vorher bestätigen lassen, dass das immer noch so ist bei denen - meinen Server dort habe ich vor ca. 3 Jahren geordert.
 
Hi sobdog,

Contra: Die CPU Intel X4340 ist laut Benchmark schlechter als meine aktuelle (über 2 Jahre alte) E5410

Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich schätze den X3430 deutlich leistungsfähiger ein, sofern Du vorher nicht einen Server mit zwei E5410 hattest.

CU
Tom09
 
Die Ausfallsicherheit von 2-3 Dumping-Hoster ist hoeher als die eines einzelnen HA-Providers. Echte Sicherheit kriegt man nur durch geographisch getrennte Mirrors. (zb Deutschland/Frankreich)

Wenn es wirklich um professionelle Ausfallsicherheit geht sprengt das preislich sowieso den Rahmen aber dann auch nicht sonne pillepalle Lösung mit hier Server und da Server sondern dann richtig.
 
[Leicht OT]
aber dann auch nicht sonne pillepalle Lösung mit hier Server und da Server sondern dann richtig.
Willst du eine aehnliche Loesung wie der Erzaehler in der oben verlinken daujones-Geschichte anraten, oder wie willst du die Server geographisch redundand ablegen?
Was spricht in deinen Augen gegen eine solche Trennung?

Performance? Alles eine Sache der Auslegung
SIcherheit? Gibt es eh nicht, nur eine Illusion
Kontrolle? Wenn man frei ist den Anbieter zu wechseln hat man mehr KOntrolle als wenn man einem einzigen alles gibt :)
 
Last edited by a moderator:
Hi sobdog,



Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich schätze den X3430 deutlich leistungsfähiger ein, sofern Du vorher nicht einen Server mit zwei E5410 hattest.

CU
Tom09

Hi,

hab die Daten von www.cpubenchmark.net
Dort hat die X3430 einen Wert von 2463 und ist auf Rank 161
Die E5410 hat einen Wert von 3398 und liegt auf Rank 99

Der Unterschied scheint mir schon eindeutig.
Laut Hosteurope wurde zum 01.06. die neue Dell Hardware ins Programm genommen. Daher wunder ich mich, dass die CPU so "schlecht" sein soll?
Was mich aber noch mehr wundert: Vor dem 01.06. war noch die X3330 verbaut - die einen Wert von 3845 und somit auf Rank 75 liegt.
Wenn die Benchmarkwerte korrekt sind, hat man also trotz Hardwareaktualisierung nun eine schlechtere CPU verbaut!
Ich hab leider keine alternativen Benchmarkwerte gefunden.

Wenn nicht der Zweifel mit der CPU wäre, würde ich auf jedenfall zu Hosteurope gehen. Kann mir eventuell jemand die Zweifel nehmen ;-)

Gruß
 
Dass die Taktfrequenz nichts -und absolut nichts- ueber die Leistung aussagt sollte jedem ausser den Dumping-Kunden klar sein die regelmaessig 4Corex2 HTx 2Ghz = 16Ghz denken...

Dass sie was aussagt war vor 10 Jahren der Fall ;)

Hier ist eine Beschreibung des Passmark-Tests:
http://www.cpubenchmark.net/cpu_test_info.html

Warum die eine CPU soviel schlechter abschneided wie die andere

Laut CPU-Informationen haben:
E5410: 4666.7 Bogomips
X3440 5337.78
(Bogomips-Definition: "the number of million times per second a processor can do absolutely nothing.")

Allerdings hat der X3440 einen kleineren Cache, basiert jedoch auf einer neueren Architektur. Evtl kann der eine im einen und der andere im anderen Bereich punkten :)
 
Hallo d4f,

Dass die Taktfrequenz nichts -und absolut nichts- ueber die Leistung aussagt sollte jedem ausser den Dumping-Kunden klar sein die regelmaessig 4Corex2 HTx 2Ghz = 16Ghz denken...

Du hast meinen Beitrag offensichtlich nicht verstanden. Gemäß der auf cpubenchmark.net veröffentlichten Benchmark-Ergebnisse ist der X3440 deutlich leistungsstärker als der E5410 - was ich nicht anders erwartet habe.

Die Ergebnisse des X3430 dagegen sind - bei gleicher Technik und nur unwesentlich geringerer Taktfrequenz - erheblich schlechter. Ich gehe daher, und weil ich selbst Benchmarks auf einem X3430 und L5410 durchgeführt habe, davon aus, dass das veröffentlichte Ergebnis für den X3430 falsch ist.

CU
Tom09
 
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