Wie sollte man sich für höhere Verfügbarkeit aufstellen

Discogalaxy

Registered User
Moin zusammen.
Ich grüble gerade wie man sich aufstellen sollte/könnte um "einen" Server höherverfügbar zu machen gegenüber Ausfall und Lastspitzen.
Das ganze "natürlich" in Kombination mit Plesk, weil der Kunde dies so wünscht.

Wie kann man sowas "einfach" und "kostengünstig" realisieren?

Wäre nett wenn jemand grob mal was anreissen könnte um schon im "Anfangsstadium" zu sehen ob das überhaupt Sinn macht und wohin die Reise gehen könnte
 
Wenn es ein Server sein soll bleibt wohl nur alle kritischen Komponenten durch Redundanz zu sichern.

1) Redundantes Netzteil
2) Redundante Stromversorgung
3) Redundanten Datenspeicher (Festplatten)
4) Redundanten RAM
5) Redundante Anbindung (Internet)

Die CPU kann man vermutlich nicht redundant auslegen, genauso wenig wie bspw. ein Mainboard. Du siehst also, dass das ganze nicht leicht ist mit einem einzigen System.

Meist ist es dann billiger einen Cloud-Service zu bemühen oder mehrere günstige vServer hinter einen oder zwei LoadBalancer zu hängen.

Maximale Verfügbarkeit ist aufwändig und teuer. Mit einem einzigen System meiner Meinung nach nicht wirtschaftlich zu bewerkstelligen.
 
Danke für Deine Antwort.

Klar, die Redundanz in Form von Hardware im Einzelserver ist klar, wobei ich noch nie was von redudantem RAM im Server gehört habe.
Dinge wie 2 Netzteile und USV-gestützte Stromversorgung sind für mich selbstverständlich! Die Anbindung ans Netz natürlich auch.

Dinge in Cloud zu kippen ist noch nicht so ganz mein Fall, habe ich mich auch noch nicht mit beschäftigt. Aber dann wäre auch kein Rootserver mehr von nöten sondern ein dickes Webpack bei einem guten Hoster würde dann auch reichen.
Es sollte jedoch ein Root sein wegen der Flexibilität.
Und ich meine damit ja nicht das es nur einer sein muss.

Ist halt die Frage ob es sinnig ist Webserver, MySQL, Mail auf verschiedene Server aufzuteilen, oder eher 2 grössere Maschinen als quasi Hotstandby wobei da dann das Problem der Datenkonsistens wieder zum Tragen kommt.
 
Ich kenne deine Anforderungen nicht im Detail, aber wenn du den Webserver vom Datenbankserver trennen willst, ist räumliche Nähe Pflicht.

Einen Mailserver extern zu betreiben ist m.E. nie verkehrt, allerdings musst du sehen wo die meiste Last erzeugt wird. Wenn du 50 Emails am Tag verschickst macht das Auslagern des Mailservers nicht zwingend Sinn.

Aber mit Pauschalaussagen musst du vorsichtig sein.
 
Die Anforderungen sind nicht der oberhammer, aber der Kunde würde gerne seinen Kunden, die ihm sehr wichtig sind, absolute verfügbarkeit "bringen", da er wohl in der Vergangenheit wohl oft auf die Nase gefallen ist.
Er möchte halt nicht das ein Kunde anruft "Unsere Webseite ist nicht mehr erreichbar".

Räumliche Nähe sollte bei einem guten Hoster auch kein Problem darstellen.

Ich versuche gerade bisserl was über Plesk Expand herrauszufinden, die Basics sind klar, das macht die Verwaltung von ausgelagerten Dingen wie DB, Mail, DNS, etc
Ändert aber nix an der Tatsache das wenn einer der verwalteten Pleskmöhren peng ist, die entsprechenden Seiten mit.

Wenn ich jetzt wieder anfange zu Grübeln sehe ich schon wieder nette Konstruktionen mit VM und nettem FC-SAN :) aber sowas sprengt dann doch den Rahmen....
 
Zwei Server, du legst das Plesk in ein DRBD Device. Ein wenig Fummeln hier ein wenig Fummeln da... Schwups... Ein simpler Hardware-Ausfall einer Maschine bringt die Seite noch nicht down.

Es gibt natürlich wesentlich mehr Faktoren. Strom, Anbindung, Uplinks, Netzwerkbonding, Tunneln hier tunneln da...
 
Ja lese gerade bezüglich DRBD und XEN...sehr interessant.

In Kombination mit einem eigenen DNS sollte es ja eigentlich auch kein Problem darstellen eine Webseite auf einen anderen Server zu schieben oder?

Ausgehend davon man würde das ganze mit XEN realisieren, hätte man ja auch nen grossen Pluspunkt in Richtung skalierbarkeit und evt später hardware balancern etc..
 
wobei ich noch nie was von redudantem RAM im Server gehört habe.

Ohne genau zu wissen was Ben damit meint, ist es z.b. bei fujitsu siemens Servern so das wenn ein RAM-Riegel ausfällt die Kiste ohne murksen weiterläuft, bei HP Servern hatten wir den Fall noch nie. :)
 
Du kannst den Speicher von Dell-Servern so konfigurieren, dass ein anderer Baustein die Arbeit übernimmt wenn einer ausfällt. Du kannst auch ein RAID-5 im RAM erstellen und solche Scherze.

Das ganze funktioniert über die Mehrfachbelegung von DIMM-Slots. Du hast also 4 DIMM-Slots mit jeweils 2 RAM-Riegeln, von denen - je nach Konfiguration - bspw. nur einer aktiv ist. Fällt der aus springt der zweite im Slot ein.

Nicht ganz billig, aber funktioniert sehr gut.

EDIT: Das kann vermutlich nicht nur Dell, aber ich nutze praktisch nur Dell-Server.
 
Ohne genau zu wissen was Ben damit meint, ist es z.b. bei fujitsu siemens Servern so das wenn ein RAM-Riegel ausfällt die Kiste ohne murksen weiterläuft, bei HP Servern hatten wir den Fall noch nie. :)

Hehe, bei FSC weiss ich das nicht genau, von denen hatten wir immer nur 0815 Rackserver und die ganzen HPs rennen einfach nur wie die wutz ;)

Jetzt schaust Du Dir noch Pacemaker (http://www.clusterlabs.org/) an und Du hast einen vollautomatischen Failover.

Danke schaue ich mir mal an
 
Wenn man Hochverfügbarkeit und Skalierbarkeit unter einen Hut bekommen will, wäre vielleicht http://aws.amazon.com/de/ einen Blick wert. Erfordert halt schon noch etwas Arbeit.

Und nein: ein normales Webspacepaket reicht nicht. Da hört die Redundanz bei einem SAN meist schon auf.

Wenn man wirklich Hochverfügbarkeit haben will und sich nicht selber drum kümmern mag, braucht man halt einen Anbieter, der einem eine hohe Verfügbarkeit mittels SLA zusichert.
 
Hi,

Ist halt die Frage ob es sinnig ist Webserver, MySQL, Mail auf verschiedene Server aufzuteilen, oder eher 2 grössere Maschinen als quasi Hotstandby wobei da dann das Problem der Datenkonsistens wieder zum Tragen kommt.

Wenn Du Web- und Datenbankserver trennst, verdoppelst Du die Ausfallwahrscheinlichkeit (das System ist ja nicht mehr funktionsfähig, sobald einer der Server ausfällt).

Wenn Du hochwertige Hardware (zum Beispiel Server von einen Dell, HP oder Supermicro) wählst und auf einer redundante Auslegung der fehleranfälligsten Komponenten wie Festplatten, Lüfter und Netzteile achtest, dann erreichst Du bereits eine sehr hohe Hardware-Verfügbarkeit. Ob sich der Aufbau eines redundanten Clusters aus zwei oder mehr Servern rentiert, hängt mit deinen Kosten für Nicht-Verfügbarkeit zusammen.

CU
Tom09
 
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