Welches Linux für root Server

wojtus81

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HI,

ich habe mir gestern ein Server gemietet. Dieser wird die nächsten Tage eingerichtet. Habe bisher immer ubuntu 10.04 verwendet.

Nun meine Frage an euch:

Welches Linux von folgenden würdet ihr denn empfehlen?

- openSUSE 11.3
- Ubuntu 10.04 LTS
- Debian 6.0
- CentOS 5

Habe gelesen das Debian das meistverwendetet Serverbetriebssystem ist aber welches könnt ihr denn empfehlen?

Danke für eure Mithilfe :)
 
Am besten nimmst Du das OS mit dem Du am besten klar kommst. Wenn Du also Ubuntu bisher hattest bieten sich eben dieses oder debian an.
Ein anderes OS würde ich immer erstmal daheim kennenlernen in einer VM um die unterschiede in Ruhe kennenzulernen.
 
Erstmal Danke für deine Antwort :)

Ich überlege zwischen ubuntu und Debian wobei Debian das schnellste und sicherste ist und ubuntu das leichtere und aktuelle ist :)

Auf dem Server soll folgendes laufen:

- Mailserver
- PHP
- MYSQL

Möchte dort mehrere Websites hosten, schnellen Mailserver und sichere und schnelle Datenbanken.

Dann würde sich doch eher Debian empfehlen oder doch lieber ubuntu? :D

Es handelt sich dabei um diesen Server

Was meinst du?
 
Ubuntu leichter? Es basiert auf Debian und somit weder von den Paketen noch von den Tools wirklich leichter.

"Schneller","sicherer","leichter","aktueller" sind alles schwammige Begriffe die du nicht Debian oder Ubuntu zuordnen kannst - zumal nicht da Squeeze's kuerzliche 'stable'-Einstufung einen bedeutenden Versionssprung der meisten Programme mit sich brachte.
Du musst dich vielmehr einer von beiden Philosophien anschliessen, allerdings solltest du bei Ubuntu aus offensichtlichen Gruenden immer eine LTS-Version nehmen da bei Upgrades so manches schief laufen kann.

Ich nutze auf Webserver/Fileserver Debian und auf Gameserver-Hosts Ubuntu, auf Desktops Ubuntu.
 
Ich mag Debian sehr gern auf Servern. Leider sind die Datenbank-Pakete von Debian nicht optimal kompiliert und daher nicht wirklich performant. Wenn du also wirklich Speed auf der Datenbank brauchst, dann ist Debain / Ubuntu eher schwierig.

Fragt sich halt, was du vor hast. In 99% aller Fälle wirst du davon nix merken.
 
Es soll ein Forum darauf laufen, ein Blog, FTP Server und was mir so in Zukunft noch so einfällt :)

Bisher war es immer ubuntu 10.04 LTS.
 
Ganz abhängig von Deinen Anforderungen. Ich persönlich halte nur von den Alternativen nichts, solange Du Debian wählen kannst. Debian ist sozusagen perfekt für Server, die stabil laufen sollen (abgesehen davon, dass Du damit rechnen musst, nicht immer die aktuellste Software parat zu haben). Datenbanken kann man viel leichter auf andere Weise verlangsamen, da reicht schon eine unvorteilhafte Partitionierung - wirklich merken tust Du bei Debian nichts.

Am liebsten ist mir Gentoo Linux - aber ich schätze das steht bei Dir leider nicht zur Option.

Wie umfangreich ist denn Dein Forum?
 
Ich denke ich werde Debian benutzen.
Installiere es erstmal auf meinen Rechner als Virtuelle Maschine mit 4GB RAM und dann schaue ich mal wie das so rüberkommt :)

Habe etwas gegooglet und fast überall wird Debian empfohlen.

Das Forum wird denke ich mal schon ziemlich groß da ich dort Dateianhänge anbieten möchte. Werde diese Allerdings nicht in der DB speichern da es sonst viel zu groß wird :)
 
Debian ist sozusagen perfekt für Server, die stabil laufen sollen (abgesehen davon, dass Du damit rechnen musst, nicht immer die aktuellste Software parat zu haben).

Nuja, zu perfekt fehlt schon noch n ganzes Stück:

- keine gehärteten Binaries
- kein gehärteter Kernel
- kaum Security-Features
- der ein oder andere Griff ins Klo was aufgerissene Sicherheitslücken angeht
- Linux-Gebastel mit allen negativen Konsequenzen ;-)

Aber was ist schon perfekt. Wenn du dir die Zeit nimmst, ist Gentoo und FreeBSD auf jeden Fall einen Blick wert. Da findest du noch interessante Features.

Wenn du schnell loslegen willst und mit ubuntu / debian fit bist, dann ist das natürlich trotzdem eine gute Wahl.
 
Auch wenn es einige Centos Gurus nicht hören mögen:

In den letzten 6 Monaten hatte ich ausschliesslich rpm basierende Server zu bearbeiten welche geknackt wurden. Konkreter gesagt alles Centos. Problem ist hier einfach das das RPM Management in manchen Fällen ein beherztes "force" oder die Einbindung einer neuen Installationsquelle erforderte. Damit waren die wohl "unfähigen" Serverbesitzer eher überfordert, sodass die Kisten nicht geupdated wurden und irgendwann durch längst gefixte Lecks aufgemacht wurden.

Centos mag einige nette Features haben, die wirst du als normaler Server User aber sicherlich nicht benötigen. Mit einem 18er Kernel auf einem aktuellen Server könnt ich eh nicht... Aber das ist nochmal ein anderes Thema ;-)

Damit fallen OpenSuse und Centos weg.

Bei der Entscheidung zwischen Ubuntu und Debian ist auch relativ einfach. In den meisten Anwendungsfällen wirst du mit Debian "ruhiger" fahren als mit Knallbuntu.
 
Die meisten empfehlen Debian, also werde ich mal dieses System nehmen.
Bin allerdings n00b in Sachen Linux und kenne erst nur die Hauptstrukturen.
Meine bisherigen Server hat immer eine Firma eingerichtet die sich professionel damit befassen.

Um aber nun endlich in der Linuxwelt isch zurechtzufinden werde ich mal dies
angehen :)

Hatte bisher nur mit DOS und Windows zu tun.

Gibt es irgendwelche Tuts die einen n00b beschreiben wie nun dies anzugehen ist?
 
Konkreter gesagt alles Centos. Problem ist hier einfach das das RPM Management in manchen Fällen ein beherztes "force" oder die Einbindung einer neuen Installationsquelle erforderte. Damit waren die wohl "unfähigen" Serverbesitzer eher überfordert, sodass die Kisten nicht geupdated wurden und irgendwann durch längst gefixte Lecks aufgemacht wurden.

Hast Du mal ein konkretes Beispiel für ein Einfallstor, das sich nicht im Kontext einer Webanwendung (unsichere PHP Skripte etc.) abspielt?

Den Satz mit der Einbindung einer neuen Installationsquelle verstehe ich nicht, geht es hier um RPM-Repos? Wieso fixen neu eingebundene RPM-Repos bestehende Pakete? Es macht doch keinen Sinn, wenn Pakete von rpmforge z. B. die CentOS-Standard Pakete überschreiben.

Oder meinst Du, dass ein Server ohne Repositories von CD oder einem alten Image installiert wurde und seitdem nicht mehr geupdatet wurde?

Danke für die Aufklärung!
 
Hast Du mal ein konkretes Beispiel für ein Einfallstor, das sich nicht im Kontext einer Webanwendung (unsichere PHP Skripte etc.) abspielt?
Korrekt erst php, dann null-Pointer Lücke für die es wunderbare Exploits gibt
Den Satz mit der Einbindung einer neuen Installationsquelle verstehe ich nicht, geht es hier um RPM-Repos? Wieso fixen neu eingebundene RPM-Repos bestehende Pakete? Es macht doch keinen Sinn, wenn Pakete von rpmforge z. B. die CentOS-Standard Pakete überschreiben.
Jo genau sowas in die Richtung, "sonder" Repos aktiviert um neue Versionen zu bekommen, dann diese Repos entfernt, schon spuckt das System Fehler die ein versierter Admin zu deuten weiß, ein Noob jedoch nicht...
Oder meinst Du, dass ein Server ohne Repositories von CD oder einem alten Image installiert wurde und seitdem nicht mehr geupdatet wurde?
Auch sowas, einfach kein Repo drin.. *g*
Danke für die Aufklärung!
Büdde.
 
Schon richtig dass ein Rootserver nicht in Anfängerhände gehört. Aber nur Meckern und Schimpfen ohne Hilfe bringt auch nicht wirklich weiter. Irgendwie muss man ja auch mal über den Anfänger rauskommen :)

Mir hat dieses Tutorial hier bei den ersten Schritten sehr weitergeholfen:

http://www.big-blogger.de/internet/vserver-einrichten.html

Ich würde mir dann auch noch zum Beispiel Webmin aufspielen. Das Administrieren geht mit diesem Tool um einiges einfacher als über die Bash. Schon allein der File Browser ist Gold wert.

Ich würde mir aber unbedingt jemanden dazuholen der sich auskennt. Und so lange du noch nicht sicher bist ob du wirklich alles abgesichert hast, bzw. du kein grünes Licht von deiner Vertrauensperson hast würde ich das Ding schlicht immer abschalten solange du nicht dran arbeitest.
 
Aber nur Meckern und Schimpfen ohne Hilfe bringt auch nicht wirklich weiter. Irgendwie muss man ja auch mal über den Anfänger rauskommen :)

Richtig, deswegen haben auch alle fein Links angegeben, wo man Informationen über das Vorgehen findet. Es nervt nämlich, hier jedes mal das gleiche zu schreiben.

Mir hat dieses Tutorial hier bei den ersten Schritten sehr weitergeholfen

Und wie auf diesen verlinkten Quellen zu lernen, führt der Weg gerade nicht über: Ich tipp mal einfach ein HowTo ab, und dann wird das schon machen. Ich hab noch nicht ein wirklich gutes HowTo gesehen, welches ich guten Gewissens verlinken kann. Die meisten HowTos sind nämlich nicht von erfahrenen Sys-Admins, sondern von Leuten, die sich auch nur durchgewurschtelt haben und nun anderen beim durchwurschteln helfen. Alles inklusive gruseligster Sicherheitslücken. Obendrein versteht man beim plumpen Abtippen nicht, was man wirklich tut. Auf einem Root-Server meist unverzeichlich. Also: nicht einfach HowTos abtippern, sondern Linux lernen. Dann braucht man auch keine HowTos mehr, sondern hat das nötige Wissen selbst verstanden.

Ich würde mir dann auch noch zum Beispiel Webmin aufspielen. Das Administrieren geht mit diesem Tool um einiges einfacher als über die Bash. Schon allein der File Browser ist Gold wert.

Und gleich das nächste Autsch! Admin-Tools ersetzen gerade kein mangelndes Wissen, auch wenn das viele gern glauben. Wenn man die bash nicht bedienen kann, dann hat man auf einem Linux-Server nix verloren. Oder was nützt Webmin, wenn ne Platte aus dem Raid fällt, oder ein Update nicht sauber durchläuft, oder eine PHP-Anwendung eine SQL-Injection-Lücke hat. Auch häufig gesehen: Das Admin-Tool geht nicht mehr und das Geheule ist groß.

Das mit dem File-Browser verbuche ich mal unter unterirdisch. Wer nen File-Browser von Webmin braucht, weil er mit WinSCP nicht klar kommt, das verschlägt mir nun wirklich die Worte.

Der richtige Weg ist auf den verlinkten Seiten aufgezeigt. Linux zu Hause lernen, dann geht's am lebenden Objekt weiter. Wer das ganze ohne Webmin / Plesk nicht geschaukelt bekommt, hat nicht genug gelernt.

Auf Wunsch verlinke ich an dieser Stelle gern all die bunten Threads dieses Forums, die deutlich machen, wie es ohne Wissen oft vor den Baum geht.
 
Last edited by a moderator:
Das Administrieren geht mit diesem Tool um einiges einfacher als über die Bash. Schon allein der File Browser ist Gold wert.
Ich hab anfangs auch mit Webmin experimentiert als meine Kenntnisse nicht umwerfend waren. (Note: in einer VM)
Allerdings habe ich Webmin unlogisch, unnoetig kompliziert und teilweise richtig nervig gefunden. Verstanden warum etwas in Webmin so aufgebaut ist wie es ist habe ich erst nachdem ich die entsprechenden Kommandozeilen-Pendants kannte; und ab diesem Zeitpunkt brauchte ich Webmin eh nicht mehr...

Ich kann uebrigens WinSCP als "Filebrowser" empfehlen; tut das gleiche und ist, da es ein Programm ist, bedeutend flexibler und leistungsfaehiger.
 
Es nervt nämlich, hier jedes mal das gleiche zu schreiben.

Dann lass es doch. Lieber gar keinen Kommentar als einen genervten Kommentar :)

Ein Admintool zu benutzen hat nichts damit zu tun nicht mit der Bash klarzukommen. Aber wir befinden uns im 21sten Jahrhundert, und da arbeitet man eben nicht mehr ausschliesslich auf Lochkarten und auf Commandline Ebene. Auch wenn das ein paar Bash Puristen vielleicht anders sehen mögen :)

Dem Log Rotate ist es jedenfalls Wurscht ob er über Webmin eingerichtet wird oder über die Bash. Über Webmin gehts meiner Meinung nach nur deutlich schneller und bequemer. Und du hast die Dinger im Überblick. Ich komme mit Webmin jedenfalls gut klar. Grade hier hatte ich so einige Aha-Erlebnisse.

Dass man das Ganze nicht unbetreut machen sollte habe ich ja schon erwähnt. Da sind wir uns wohl einig: Hühnerarsch pass Obacht!
 
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