Warum gibt es für Server nur noch eine IPv 4?

Superadmin

Nur ich
Guten Tag,
mich interessiert mal warum das so ist, nur noch eine IPv 4 Adresse auch bei teuren Servern.
Keine Möglichkeit eine 2. zu bekommen, auch nicht gegen Extra Geld. Auch nicht bei dedizierten Servern.
Ich bin bei Strato schon Jahrzehnte mit einem VServer, sonst war es kein Problem. Die etwas besser ausgestatteten V Server hatten 2 IPv 4 Adressen inklusive.
Vor langer Zeit auch die günstigen.
Jetzt steht mal wieder ein Betriebssystem Upgrade an, ich nutze aktuell Ubuntu 16.04 LTS, leider kann man bei strato nicht direkt upgraden im laufenden Betrieb.
Virtuozzo als Virtualisierungsplattform lässt das nicht zu.
Jetzt würde ich im Normalfall einen neuen VServer wählen, den Migration Manager von Plesk Obsidian seine Arbeit machen lassen, fertig.
Der macht das sehr gut, es gibt danach kaum Probleme mit Rechteeinstellungen in den verschiedenen Foren.
So bin ich wieder gezwungen einen anderen vServer bei Strato kurz anzumieten, alles dorthin per Migration Manager zu übertragen, den aktuellen vServer auf Ubuntu 18.04 LTs neu aufzusetzen, dann mit dem Migration Manager alles vom gerade angemieteten vServer auf den alten zurück zu holen, den neuen gerade angemieten vServer wieder zu kündigen.
So habe ich es schon beim Umstieg von Ubuntu 14.04. auf 16.04 gemacht.
Mein aktueller vServer hat 6 CPU Cores, 12 GB RAM garantiert, 2 x 600 GB normale Platten, Raid 1 und 2 x IPv4.
Gesichert wird das ganze auf Hidrive bei Strato, einmal kompletter Server mit allem, dazu jeweils jedes Forum extra.
Kosten alter vServer 19 Euro Monat.
Neuer vServer hätte 10 CPU Cores, 32 GB RAM, 800 GB SSD und nur 1 Ipv4 Kosten 17 Euro je Monat. Alternativ 24 GB Ram und 1200 GB SSD, gleicher Preis.
Ist okay, aber ich will die beiden IPv4 behalten.
 

danton

Debian User
mich interessiert mal warum das so ist, nur noch eine IPv 4 Adresse auch bei teuren Servern.

Das IANA hat 2011 die letzten IP-Bereichen an die Vergabestellen der einzelnen Kontinente vergeben, damit gilt der Pool als erschöpft. Das RIPE, welches die Europa zuständig ist, hat seinen Pool im November letzten Jahres ebenfalls aufgebraucht. Server-Provider erhalten also kaum noch Nachschub. Da aber auch immer mehr Leute sich einen Server gönnen, müssen die Provider nun extrem haushalten, um noch möglichst lange Server mit IPv4-Adressen anbieten zu können. Außerdem fällt mir gerade auch kein wirklich guter Grund ein, um einem Server mehre als eine IPv4-Adresse zu verpassen.

aber ich will die beiden IPv4 behalten.
Warum? Mal davon abgesehen, dass du deine IP-Adresse bei Strato ja ohnehin beim Produktwechsel nicht behälst, sondern eine neue erhälst - also deine DNS-Einträge ja ohnehin korrigieren musst.
 

Superadmin

Nur ich
Ach so, okay.
Ich will ja kein anderes Produkt, nur eben ein aktuelles Ubuntu.
Dafür muß ich den ganzen Zirkus veranstalten, den Server behalte ich schön. Nur damit habe ich 2 IPv4 Adressen, was ich habe gebe ich nicht wieder her.
 

ThomasChr

Member
"was ich habe gebe ich nicht mehr her" klingt für mich nach einem vollkommen validen Grund für zwei IP-Adressen...
 

danton

Debian User
Nur damit habe ich 2 IPv4 Adressen, was ich habe gebe ich nicht wieder her.
Ziemlich egoistische Einstellung, würde ich sagen - oder du hast meine Ausführungen nicht verstanden. Es soll noch Anbieter geben, bei denen du auch mehr wie eine IPv4 erhalten kannst... Mir ist es übrigens bei meinem Wechsel von Strato zu IP-Projects sehr leicht gefallen, mit nur noch einer IPv4 klar zu kommen - erstaunlicherweise vermisse ich nichts...
 

GwenDragon

Registered User
Verstehe ich nicht wozu mancher für einen OS-Wechsel eine IPv4 braucht. Das lässt sich doch ebenso mit einer IPv6 machen. Wenn auf dem Ipv4-Server dann das neue OS drauf ist, kann ja der andere Server dann weider entfernt werden.

Diese allgemeine IPv4-Horterei von Leuten kapier ich nicht. Eine IPv4 ist kein Platin wert und als Stimulanz dröhnt sie auch nicht.
OK, wenn jemannd über seinen Serve seine Sex-Angebote laufen lässt oder irgendeine sosnstwie finanzierte Gaming-Platform, auf die nur Leute aus IT-Drittweltländern kommen, wäre das seitens des Server-Treibenden logisch.
 
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Superadmin

Nur ich
Ich brauche die nicht für den OS Wechsel, bei Strato kann man bei vServern nicht Ubuntu 16.04 mit 18.04 ersetzen, im laufenden Betrieb.
virtuozzo lässt das nicht zu, ist deren Virtualisierungsplattform.
Auch andere OS lassen sich nicht im laufenden Betrieb aktualisieren auf aktuelle Versionen bei vServern dort.
Ist immer ein Haufen Arbeit.
Ich muß den also neu aufsetzen, ein Wechsel zu einem aktuellen vServer Angebot oder dedizierten kostet mich eine von zwei IPv4.
Hat auch sonst keine großen Vorteile, Raid gibt es bei den neuen Servern auch nicht mehr.
 

d4f

Kaffee? Wo?
Seit über einem Jahrzehnt ist Paravirtualisierung bei X86 angekommen, es gibt meines Erachtens eigentlich für den Kunden keinerlei Grund oder Vorteil bei klassischen Server auf Virtuozzo-/LXC-Container zu setzen.

Alle Vorteile (reduzierter Ram-Verbrauch, bessere Ressourcenkontrolle) sind für den Hoster, alle Nachteile (nur ein Container auf einem geteilten Kernel, keine erweiterten Funktionen, reduzierte Ressourcenkontrolle, Sicherheitsrisiken) sind für den Kunden.
Der Preis der üblichen Anbieter spiegelt aber diese Hoster-Vorteile nicht wieder, so dass man besser bei einem der mittlerweile etablierten "Boutique"-Hoster wie PHP-Friends oder IP-Projects eine "echte virtuelle" Maschine mieten kann.

Das bedeutet aber nicht dass LXC oder Virtuozzo sinnlos ist. Zur Hyperkonvergenz und Ressourcenoptimierung sind das sehr nützliche Funktionen und werden auch wohl noch längerfristig neben moderneren Container-Technologien wie Docker oder Coreos' Rocket bestehen. Nur bitte bitte, lasst es doch endlich im Hosterbereich aussterben. 2008 hatte ich meinen letzten entsprechenden VPS gekündigt, bis heute laufen aber LXC-Container innerhalb meiner paravirtualisierten Machinen zur Funktionstrennung :cool:
 

danton

Debian User
ein Wechsel zu einem aktuellen vServer Angebot oder dedizierten kostet mich eine von zwei IPv4.
Wobei du uns immer noch keinen guten Grund genannt hast, warum du zwei IPv4 auf deinem Server benötigst. Und ich schrieb ja schon, dass es durchaus noch Anbieter gibt, die noch zusätzliche IPv4-Adressen anbieten und auch auf eine für den Kunden vorteilhaftere Virtualisierungslösung setzen.
 

DeaD_EyE

Blog Benutzer
Bei Hetzner bekommt man zusätzliche IPv4 Adressen, wenn man das Begründen kann, wieso man das braucht und es kostet 1 € im Monat.
Der Luxus, dass man IPv4-Adressen geschenkt bekommt, ist schon lange vorbei.
 

deadpaN

New Member
Bei Hetzner bekommt man zusätzliche IPv4 Adressen, wenn man das Begründen kann, wieso man das braucht und es kostet 1 € im Monat.
Der Luxus, dass man IPv4-Adressen geschenkt bekommt, ist schon lange vorbei.
Ja aber früher hat dort der Grund gereicht das man zb mit Proxmox VIrtualiesieren möchte .. heute zieht das auch nicht mehr.
 

Whistler

Blog Benutzer
mich interessiert mal warum das so ist, nur noch eine IPv 4 Adresse auch bei teuren Servern.
Keine Möglichkeit eine 2. zu bekommen, auch nicht gegen Extra Geld. Auch nicht bei dedizierten Servern.

Einfache, aber fiese Begründung:

Die großen Serverhoster haben schon früh versucht, für sich soviel wie möglich IPs zu reservieren.
Als Begründung mußten die Kunden herhalten - wenn jeder Kunde zwei oder mehr IPs bekommen hatte, brauchte man neue.
Das konnte man eine Zeitlang als "Bedarf" RIPE gegenüber angeben, die bestehenden IPs waren ja konnektiert und in Benutzung.
Jetzt bekommt man keine mehr, also muß man die bei Kunden "geparkten" Zweit-IPs wieder einsammeln und neuen Kunden zuweisen.
 
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