Ubuntu Server bootet nach Update nicht mehr

RainerK

New Member
Hallo zusammen,

ich habe einen Eco Server bei Server4You, auf dem Ubuntu 12.04 (+Plesk) installiert war. Ich habe ein Update auf 13.04 durchgeführt (ja, ich frage mich jetzt auch WARUM eigentlich...) und es schien alles glatt gelaufen zu sein. Nach dem obligatorischen Reboot startet der Server jedoch nicht mehr, sodass ich das System nur im Recovery Mode mounten kann.

In den Log-Dateien des Servers finde ich keine Fehler -die letzten Eintragungen stammen aus der Zeit vor dem Reboot. Während des Reboots werden scheinbar keine Logs geschrieben.

Leider bin ich völlig ratlos wie ich das Problem angehen kann und wäre daher für Tipps sehr sehr dankbar, wie ich die Fehlersuche sinnvoll beginne.

Danke!
-Rainer
 
Kann es sein, dass er beim Reboot beim fsck hängt? Ich hatte letztens ein ähnliches Problem. Als ich dann die Maschine im Recovery hatte, und den fsck manuell anstieß wurde das Problem behoben.

Ansonsten die üblichen Dinge prüfen: Ist ein Bootloader auf den Platten? Ist der richtig konfiguriert? Manche Server brauchen auch einen extra Netzwerkkartentreiber, der manuell beim Update des Kernels eingespielt werden muss. Wenn du die /etc/motd nicht verändert hast, wirst du da drin derartige Informationen finden.

Kannst ja mal schauen, ob dir das bei der Problemlösung hilft ...

(Wie du auf die Platten in der Recovery-Umgebung zugreifst weißt du, oder?)
 
Vielen Dank für deine Antwort!

Ich habe fsck manuell angestoßen -dies hat aber leider nichts gebracht.

Ich muss jetzt leider die peinliche Frage stellen, wie ich den Bootloader überprüfe -damit musste ich mich bisher glücklicherweise nie beschäftigen.

In der motd findet sich Folgendes:

Bitte achten Sie darauf, bei Einsatz eines eigenen Kernels die von uns
definierten Boot-Parameter zu übernehmen (siehe /etc/default/grub), da einige Hardwarekombinationen zwingend die Parameter acpi=ht bzw. noapic
benötigen.

An welcher Stelle muss ich dies einfügen?

//EDIT:

okay, wie ich die Bootpartition mounte, weiß ich. Dort ist auch ein Bootloader installiert. Nur was checke ich jetzt?
 
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Falls es sich um Grub2 handelt, musst Du dafür die /etc/default/grub bearbeiten, genauer gesagt sind die Parameter bei "GRUB_CMDLINE_LINUX=" zu hinterlegen. Danach als root ein "grub-mkconfig -o /boot/grub/grub.cfg" auf der Konsole.

Bei Grub legacy wäre die Datei menu.lst unter /boot/grub/ die richtige Anlaufstelle. Hier sind die Bootparameter dann hinter "kernel /xyz/" zu setzen.
 
Die MOTD ist immer gleich. Ich denke nicht, dass die Parameter für dich relevant sind, wenn dein System nicht schon 4 oder 5 Jahre alt ist.

Mangels Hardware-KVM könntest du dir ganz dreckig behelfen und dir mal qemu-kvm im Recovery installieren und dein System via kvm aus dem Recovery heraus starten um zu gucken, wo es hängt.
sda durch deine Festplatte ersetzen, oder im Falle von Softraid dieses starten und entsprechend md0 oÄ einsetzen; die Partitionen aber nicht mounten:

Code:
apt-get install qemu-kvm 
kvm -curses -hda /dev/sda -k de -m 512

Das ist jetzt so aus dem Kopf, ich kann nicht garantieren, dass da nicht noch ein Parameter fehlt. Bitte beachte außerdem, dass das tatsächlich etwas quick & dirty ist, und es sich nicht unbedingt empfiehlt das System so komplett zu starten.
Zum Diagnostizieren von Bootproblemen hat mir das aber schon öfter gut weitergeholfen :)
 
Vielen vielen Dank für eure Hilfe!

Leider bin ich noch nicht am Ende der Reise angelangt.

Mit Hilfe von Qemu KVM konnte ich den Fehler identifizieren:

Grub2 bleibt im Boot-Menü hängen. Es gibt leider keinen Countdown, der Grub dazu bewegt das System automatisch zu starten.

Nun ist die Anpassung theoretisch leicht gemacht -GRUB_TIMEOUT=10, GRUB_HIDDEN_TIMEOUT, GRUB_HIDDEN_TIMEOUT_QUIET anpassen, update-grub und los geht es.

Das klappt auch wunderbar in der virtuellen Maschine, aber sobald ich das System wieder in der normalen Umgebung starten will, hängt der Server.

Starte ich wieder das Recovery-System und Qemu stelle ich fest, dass die grub.cfg verändert wurde und das System wieder beim Boot-Menü hängt, da es keinen Countdown gibt. :confused:

//EDIT
Okay, durch die Anpassung der /etc/grub.d/00_header ist es mir gelungen, dass der Server nun bei allen Tests sofort bootete. Leider gelingt dies nach wie vor im Recovery-System einwandfrei -auf dem normalen System aber nicht, der Server ist nicht erreichbar.

Sind euch irgendwelche weiteren erforderlichen Bootparameter für die ECO-Server von Server4You bekannt?
 
Last edited by a moderator:
Die netten Herren von Server4You haben vom Rechenzentrum eine KVM anschließen lassen und festgestellt, dass sich das System in der shell der initramfs befindet. Während des Bootens wurde die Root-Partition nicht gefunden bzw. erkannt.

Dies ist doch etwas eigenartig -der Bootvorgang läuft unter Qemu-KVM vom Recoverysystem aus problemlos:confused:
 
Füge die Rootpartition per UUID hinzu, statt per /dev/sdx, dann sollte diese auch zuverlässig gefunden werden.
Bei einem Stockkernel würde ich jetzt nicht davon ausgehen, dass das FS der Rootpartition aus heiterem Himmel nicht mehr unterstützt wird.
 
Moin Alderon,

in der grub.cfg steht bereits

Code:
linux	/vmlinuz-3.5.0-37-generic root=UUID=e07c4732-5177-476f-aac6-d6a160947211

Die UUID ist auch korrekt. Übersehe ich die Einbindung an anderer Stelle?
 
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