Rootserver sauber zurückgeben

servo

New Member
Hallo,

kurze Frage. Ich möchte einen meiner Root-Server sozusagen zurück an den Provider geben. Wie lösche ich die Festplatten effektiv bzw. gründlich. Momentan wäre meine Lösung einfach nur gewesen ein neues Betriebssystem-Image drüber zu bügeln.

Was wäre angebracht bzw. optimal oder braucht man sich da keine Gedanken machen?

Nachtrag: Also auf dem Server läuft ein openSuse.
 
Je nach Hoster wird das sowieso von denen gemacht, um welchen geht es denn?
Ansonsten kann Linux das von Haus aus sehr gut: ab ins Rescuesystem und dann mit dd Zufallsdaten (aus /dev/urandom) oder mit Nullen überschreiben.

dd if=/dev/urandom of=/dev/sda bs=1M

Wäre dann die Variante mit Zufallsdaten.
 
Wenn KVM vorhanden... Clonezilla oder DBAN und die Platte paar Stunden putzen.
Wenn kein KVM dann bleibt nur Rettungsconsole und DD ;)

MfG
 
dd if=/dev/urandom of=/dev/sda bs=1M
/dev/zero reicht und ist wesentlich schneller:
http://www.heise.de/security/meldung/Sicheres-Loeschen-Einmal-ueberschreiben-genuegt-198816.html

http://www.heise.de/security/meldung/Sicheres-Loeschen-Einmal-ueberschreiben-genuegt-198816.html said:
Das hindert freilich die Anbieter von Datenlöschprogrammen nicht, Software feilzubieten, die nach jahrzehntealten, für Disketten entwickelten Sicherheitsstandards Daten bis zu 35-mal überschreibt. Das gibt dem Löschenden das psychologisch wichtige Gefühl es gründlich gemacht zu haben, ist aber reine Zeitverschwendung.
 
Last edited by a moderator:
"unabhängig" davon stelle ich mir gerade die Frage, wie es da bei SSD aussieht - da habe ich ja gar nicht zwingend die Kontrolle darüber, per einem einfachen dd den komplett verfügbaren Speicher zu erwischen...
 
"unabhängig" davon stelle ich mir gerade die Frage, wie es da bei SSD aussieht - da habe ich ja gar nicht zwingend die Kontrolle darüber, per einem einfachen dd den komplett verfügbaren Speicher zu erwischen...

Laut Wikipedia ist das vollständige Löschen von SSDs auch gar nicht möglich:

In jüngerer Zeit immer relevanter wird weiterhin das Problem, dass auf Datenspeichern wie den meisten Flash-Speichern, so genannte Wear-Leveling-Algorithmen dafür sorgen, dass beim Überschreiben vorhandener Daten diese an einer anderen physikalischen Adresse des Speichers abgelegt werden. Damit wird Programmen wie Wipe die Möglichkeit entzogen, gezielt Daten auf dem Speicher physikalisch überschreiben zu können. Auch auf Flash-Speichern mit z.B. FAT32-Dateisystem ist so ein sicheres Löschen nicht mehr möglich.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wipe
 
<OT>Einschmelzen mit Thermit ist eine Methode.
Bei uns in der Firma wurden Festplatten mittels Vorschlaghammer und Meißel unlesbar gemacht. Ich möchte die sehen, die dann daraus noch Daten extrahieren (außer der BND und NSA natürlich) ;).
</OT>
 
Bei uns in der Firma wurden Festplatten mittels Vorschlaghammer und Meißel unlesbar gemacht.
Ich hatte mal einen Stapel Platten mit der Bohrmaschine platt gemacht. Ein paar mal komplett durch (inkl. Platine und Scheiben) und die Dinger waren unlesbar. Es ging dabei auch nicht so sehr um Abwehr von Spionage als darum, das nicht irgendwer auf die Idee kommt, die seien noch für den Gebrauchtmarkt gut.
 
Bei mir werden die HD auch per Bohrer unbrauchbar gemacht bevor die ins Recycling kommen

Nicht immer sind HDs noch komplett per dd zu löschen, dann hilft nur Gewalt an Hardware, dass niemand später Daten liest.
 
Also alte Platten bei mir vor Ort werden mit einem Schweißbrenner einmal gelöchert. (Hab das Glück das ich so etwas eben habe) Die Schmelzmethode ist natürlich auch nicht schlecht ;-) Gehört eindeutig auch zu den Methoden die sehr beruhigend sind.
 
Ist so nicht ganz richtig. Dieser Artikel beschreibt das Problem und auch mögliche Lösungen sehr schön.

Ist sehr riskant und noch um einiges schwieriger, wenn man keinen physischen Zugriff zur Festplatte hat (falls ein Fehler auftritt).
 
Last edited by a moderator:
Mal eine Überlegung bzgl. Löschen von SSD, die ich gerne zur Diskussion stellen würde:

1. Wenn man eine Datei schreibt, die den Datenträger komplett füllt, dann kann auch das Wear-Leveling nicht verhindern, dass ich dazu alle Sektoren beschreiben muss. => Ich treffe also alle Sektoren, die in den Datenbereich fallen und habe diese überschrieben.

2. Die Metadaten sind davon nicht betroffen, da ich ja nur eine Datei schreibe, die Metadatenbereiche aber auch gelöscht werden sollen. => Ich brauche eine Möglichkeit, diese ebenfalls zu überschreiben.

3. Um die Meta-Daten zu erreichen, Formatiere ich neu => frische Metadaten werden geschrieben.

4. Ich schreibe nochmal den kompletten Platz mit einer Datei voll. => Die Metadaten der vorherigen Formatierung werden überschrieben, weil diese entweder von den frischen Metadaten oder von der neuen 100% großen Datei überschrieben wurden.

Was meint ihr, könnte das so funktionieren?
 
@elias
Das wäre exakt das Gleiche wie ein zweifaches "dd if=/dev/zero of=/dev/sd*" und somit wirkungslos.


@PCWelt
Für hdparm benötigt man nun wirklich kein hirnrissiges UI und schon gar kein "Parted Magic". Dafür reicht jedes halbwegs aktuelle UNIXartiges Rescuesystem.
 
@elias
Das wäre exakt das Gleiche wie ein zweifaches "dd if=/dev/zero of=/dev/sd*" und somit wirkungslos.
Mich würde mal interessieren, auf welcher Grundlage es wirkungslos ist, den Speicher einmal ganz voll zu schreiben? Wenn es das selbe ist wie zweifaches dd, wieso ist dann nicht ein zweifaches dd wirksam?
Ich lese immer nur: "Es funktioniert nicht." Aber mich würde mal interessieren _wieso_ nicht. Also nicht nur so eine halbe Erklärung, sondern was, das wirlich den Wear-Level-Algorithmus betrachtet und daraus herleitet, wieso es nicht geht.

Für einzelne Dateien ja, da geht es nicht. So etwas wie "Papierkorb sicher leeren" läuft natürlich ins Leere bei SSD - eben weil ja nur ein kleiner Teil überschrieben wird und der trifft mit hoher Wahrscheinlichkeit andere physische Sektoren. Aber ein komplettes Device überschreiben - wo sollen die Daten denn liegen, die da nicht überschrieben werden? Und wie soll die SSD denn wissen, was Daten sind und was freier Bereich? Wenn ich eine Datei schreibe, die den Datenträger zu 100% füllt, wo sind denn da die Bereiche, in denen sich Daten befinden, die davon nicht überschrieben werden?

Ich hab das Gefühl, dass einige hier nur gelesenes oder gehörtes reproduzieren aber nicht gedanklich nachvollziehen, was da so low-level passiert bei diesen Vorgängen.
 
Last edited by a moderator:
Back
Top