Provider für "High-Traffic" Hosting gesucht



andreask2

New Member
Hallo!

Wir möchten für unsere Community gerne das Image-Hosting selbst übernehmen, damit die Bilder langfristig archiviert werden etc. Das Problem an der Sache ist, das voraussichtlich etwa 10-50 TB Traffic pro Monat anfallen werden (die Schätzung ist sehr schwierig), das würde bei unserem aktuellen Provider ein teurer Spaß werden :)

Wir sind da sehr zufrieden und werden auch nicht wechseln, aber das Image-Hosting müssen wir leider auf etwas günstigere Anbieter auslagern. Und jetzt die Frage, was Ihr uns da empfehlen könnt. Wir haben mal ein bisschen rumgeschaut, 3 Anbieter die in Frage kämen wären:

- Leaseweb (300 Euro für 30 TB oder 100MBit Flat)
- OVH (15 Euro pro TB)
- Hetzner (15 Euro pro TB)

Uns ist schon klar, dass bei solchen Anbietern ziemlich viele High-Traffic Angebote gehostet werden und die Infrastruktur sicherlich sehr viel weniger Bandbreite garantieren kann. Aber man kann ja auch mehrere Mirror per DNS Round Robin einsetzen. Es gibt zwar viele billigere Angebote, allerdings sind das Mischkalkulationen wo wir halt wahrscheinlich nicht lange bleiben könnten. Oder habt Ihr da irgendwo andere Erfahrungen gemacht?

Habt Ihr Erfahrung mit diesen Anbietern, welchen würdet Ihr empfehlen? Oder kennt Ihr geeignetere?

Oder habt Ihr allgemein Erfahrungen mit Traffic dieser Größenordnung, was würdet Ihr uns empfehlen? Wir würden gerne wissen was im schlimmsten Fall für Kosten auf uns zukommen.

Viele Grüße
Andreas
 
Hey,

also ich habe recht gute Erfahrungen mit OVH.
Mein Server macht 40TB, allerdings ist der inklusive, alter Tarif halt und den bekommt man heute leider nicht mehr.(gesammtkosten: 30€)

Es gibt aber noch 3 Server im OVH Angebot mit einer 100Mbit Flat.
Schau mal nach der Unmetred Serie.
Allerdings hast du da low priority auf den Transitlinks.
Aber so wie ich es aus dem OVH Forum lesen kann ist das nicht sonderlich schlimm.
Ab 50€ gesammtkosten bist du dann dabei.

Hoffe ich konnte dir helfen :)
 
Hi!

Also 1 TB für 1 Euro, das kann doch nicht funktionieren, oder? ODer profitiert man in der Region noch von der Mischkalkulation? Wie lange hast Du den Server da schon und wie sieht das aus mit SLA?

Grüße
Andreas
 
Hallo,
ich selber habe zwar keine eigenen Projekte, mit denen ich so viel Traffic abwickel, aber ich selber kann das TB für 12€ anbieten. Je nach dem, wie viel man abnimmt, wird es sogar noch günstiger bis auf 10€.

Wichtig ist, dass dieser Traffic nur so günstig ist, wenn man den im Vorraus bucht.

Generell war ich aber immer mit dem Traffic bei OVH sehr zufrieden, meine Systeme stehen jedoch in Frankfurt und bei dem im Vorrausgebuchten Traffic ist keine Mischkalkulation enthalten. Du kannst die volle Bandbreite ausnutzen.
 
Du hast den Provider nicht in der Liste, aber bei Serverloft hat der 179€ Server 15 TB inklusive. Wäre das vielleicht was?
 
Hi!

Danke für den Tipp, wenn der Traffic deutlich unter 15GB bleibt auf jeden Fall eine Option, aber darüber kostet das TB fast 200 Euro, das ist dann schon etwas riskant...

Was mich bei den verschiedenen Anbietern auch interessieren würde, wie das bei Lastspitzen aussieht. Denn das wird ja zu Zeitpunkten der Fall sein, wenn das Netz sowieso ziemlich stark belastet ist, und was habe ich dann von einer Flat wenn die benötigte Bandbreite nicht zur Verfügung gestellt werden kann.

Grüße
Andreas
 
Last edited by a moderator:
Hi,

schau dich mal bei www.netdirekt.de um. Wenn du dort bei den Servern auf "Hier anpassen" gehst kannst du beliebig Traffic bis hin zu einer echten 1GBit-Flat dazukaufen. Dass es das nicht für 30 Euro gibt sollte aber dabei Voraussetzung sein. ;)

Ich würde dir bei sowas auch ganz klar von solchen Pseudo-Flatrates abraten, da man hier nie weiß, ob einem der Anbieter nicht doch einmal den Saft abdreht.
 
Hi!

Netdirekt ist auf jeden Fall günstig was den Traffic angeht. Hat da jemand Erfahrungen der etwas mehr Traffic in Anspruch nimmt? Für 10TB liegt der Preis ja etwa bei 1/3 der 3 oben genannten, das ist schon ein ziemlicher Unterschiede. Die Frage ist auch, wieviel man bei solchen Anbietern an Bandbreite garantiert hat. Wir haben momentan ca. 4TB Traffic, aber schon dafür brauchen wir 15-20 MBit um die normalen Schwankungen über den Tag zu verkraften. Mit einer 100 MBit Leitung würde man dann vermutlich maximal 20TB schaffen, aber dann müssten in den Spitzenzeiten (18-22 Uhr) auch die vollen 100MBit zur Verfügung stehen. Ist das bei so günstigen Anbietern wie Netdirekt gegeben? Auch was Infrastruktur... angeht?

Wie sieht es diesbezüglich bei den 3 von mir genannten aus?

Viele Grüße
Andreas
 
Hi andreas2k,

Bei Providerdienste.de gibt es Server mit 100 Mbit flat (dediziert) zu recht günstigen Preisen. Ich habe dort einen normalen Root-Server und bin mit der Qualität der Anbindung und des Supports recht zufrieden. Das Angebot ist auf jeden Fall einen Blick wert, wenn Du viel Traffic brauchst.

CU
Tom09
 
Das wird ihm nur nciht helfen, wenn pro Monat 50TB Traffic anfallen. Zum einen sprengt das den Maximaldurchsatz einer 100MBit-Leitung und zum anderen kann er Peaks mit den 100MBit mit Sicherheit nicht auslasten, wenn insgesamt wirklich 50TB Traffic zusammen kommen. Dann werden das halt auch mal 400MBit im Peak sein. ;)
 
Hi Armadillo,

Das wird ihm nur nciht helfen, wenn pro Monat 50TB Traffic anfallen. Zum einen sprengt das den Maximaldurchsatz einer 100MBit-Leitung und zum anderen kann er Peaks mit den 100MBit mit Sicherheit nicht auslasten, wenn insgesamt wirklich 50TB Traffic zusammen kommen. Dann werden das halt auch mal 400MBit im Peak sein. ;)

Bei 100 Mbit sind 15 TB realistisch. Wenn andreaks2k stark an die Kapazitätsgrenzen gehen will, kann er auch 20 TB erreichen. Wenn er wirklich mehr Bandbreite braucht, kann er ja mehrere Server einsetzen, oder müsste auf eine Gigabit-Anbindung erweitern. Es hängt aber stark vom Anwendungsfall (und natürlich auch von der Serverhardware) ab, ob er mit einem Server mehr als 100 Mbit Bandbreite produzieren kann. Wahrscheinlich ist es günstiger, mehrere kleinere Server zu verwenden und die Last per DNS-Round-Robin zu verteilen.

CU
Tom09
 
Wenn dann muss er die Last mit einem echten Loadbalancer verteilen, DNS Roundrobin bringt oftmals nichts. Da je nach Anbieter der die DNS Abfragen startet an alle Kunden einfach nur die erste IP weitergereicht wird. Und so ein Server trotzdem mehr Last abbekommt. Aber es ist ein zusätzliches Hilfsmittel da geb ich dir recht. Wir haben in der Firma zum Beispiel 18 IPs per DNS Roundrobin nachaußen und dahinter 18 Loadbalancer die dann auf 8 mal soviele Server verteilen.
 
Hallo Centy,

Wenn dann muss er die Last mit einem echten Loadbalancer verteilen, DNS Roundrobin bringt oftmals nichts.

Deine Erfahrungen kann ich so nicht bestätigen. Ich betreue einige Kunden, die DNS-Round-Robin im Einsatz haben. Es ergibt sich zwar keine 100%ig gleichmäßige Verteilung der Anfragen, aber eine fast gleichmäßige. Eventuell unterstützt der von dir eingesetzte DNS-Server Round-Robin nicht sauber.

Beim Einsatz eines Loadbalancers hätte Andreas das Problem, dass dieser wiederum mit mehr als 100 Mbit angebunden sein muss, um die 50 TB Volumen pro Monat erreichen zu können.

Vielleicht kann er das Bandbreiten-Problem auch lösen, indem er die Inhalte auf mehrere Subdomains verteilt. Das muss er je nach Anwendungsfall entscheiden.

CU
Tom09
 
Ich würde auch lieber die Lösung mit Loadbalancer vorziehen, auch wenn der dann den Traffic handeln muss. Das Problem an DNS-Roundrobin ist auch, dass die Serverstruktur hinten dran dann angreifbar ist, weil jemand ja einfach die IPs mitschreiben kann und die dann gezielt attackieren kann um das System lahmzulegen. Bei einem Loadbalancer hat man da nur eine Stelle die man schützen muss. Der restliche Datenverkehr kann dann sogar in einem LAN im RZ selbst abgewickelt werden.
Dann kann ich aber auch wieder einen einzigen Server nehmen, wenn der das von der Leistung her packt. Optional kann man noch eine Failover-Maschine dazu stellen um den SPOF auszuhebeln.

Mit DNS Roundrobin funktioniert das Ganze sicher auch, keine Frage, aber für mich wäre es nur eine ungenügende Lösung.
 
Ich würde auch lieber die Lösung mit Loadbalancer vorziehen, auch wenn der dann den Traffic handeln muss. Das Problem an DNS-Roundrobin ist auch, dass die Serverstruktur hinten dran dann angreifbar ist, weil jemand ja einfach die IPs mitschreiben kann und die dann gezielt attackieren kann um das System lahmzulegen. Bei einem Loadbalancer hat man da nur eine Stelle die man schützen muss. Der restliche Datenverkehr kann dann sogar in einem LAN im RZ selbst abgewickelt werden.
Dann kann ich aber auch wieder einen einzigen Server nehmen, wenn der das von der Leistung her packt. Optional kann man noch eine Failover-Maschine dazu stellen um den SPOF auszuhebeln.

Mit DNS Roundrobin funktioniert das Ganze sicher auch, keine Frage, aber für mich wäre es nur eine ungenügende Lösung.

Der Round Robin ist eine Art Load Balancer, meist verwenden Clients die erste zurückgelieferte IP, die vom Nameserver zufällig aus dem Pool an A-Einträgen gegriffen wird. Dein Argument, dass die Serverstruktur angreifbar sei, zieht auch nicht, denn man kann problemlos mehrere Nameserver beim Registrar angeben und diese selbstverständlich auch auf unterschiedlichen Servern hosten (man sollte sie bloß synchron halten).
Durch die redundanten Nameserver hat man auch schon bei der DNS Auflösung eine Verteilung der Last erreicht.
Das Prinzip der Redundanz kann man natürlich immer weiter ausbauen, wie auch schon Tom09 angemerkt hat.

1. mehrere Nameserver beim Registrar eintragen, die auf unterschiedliche Server verweisen
2. Auslagern von Seiten/Seitenteilen auf Subdomains mit gleichzeitigem Setzen eines Round Robin

Dadurch kann man Last und Traffic auf mehrere Server aufteilen und die Angreifbarkeit auf DNS Ebene verringert sich durch die größeren Kapazitäten und die Redundanz enorm.
 
RE: Erfahrungsaustausch: Virtualisierung auf dedicated Servern

Hallo andreask2,

so wie ich es sehe, benötigst Du eher einen Provider, der Dir ein "Content Delivery Network" mit entsprechender Bandbreite und entsprechendem Trafficvolumen anbieten kann.

Wenn diese CDN-Technik für Dich neu sein sollte. Mein Provider Serverloft, der solche CDN-Technik auch anbietet, schreibt dazu folgendes:

Was ist ein Content Delivery Network (CDN)?

Mit Hilfe eines Content Delivery Networks können Inhalte schnell und kostengünstig ausgeliefert werden.

Das Netzwerk besteht aus einer Vielzahl miteinander verbundener Systeme, welche an verschiedenen Orten und Backbones angeschlossen sind.

Diese reagieren auf Anfragen und liefern dem Endnutzer die angeforderten Inhalte schnell aus.

Ein intelligentes Caching innerhalb der weltweit verteilten Knotenpunkte ermöglicht es, dass der Endnutzer die Daten von einem nahe gelegenen Knoten erhält.

Vorteile der CDN-Technik sind beispielsweise geringere Zugriffszeiten und höhere Ausfallsicherheit bei steigender Flexibilität.

Durch die Nutzung eines CDN besteht kein Grund mehr, selbst in den Betrieb teurer Server-Farmen zu investieren.

Meine Meinung zum Ausschnitt ".. und höhere Ausfallsicherheit":
Wenn Dir auch daran was gelegen ist, die Verfügbarkeit sehr hoch zu halten, so ist es eventuell besser, wenn man sich mindestens zwei verschiedene Provider mit zwei unterschiedlichen eigenen Netzwerken nimmt, die solche CDN-Technik anbieten.

Gurß
andreas0
 
Last edited by a moderator:
Hi andreas0,

ein CDN ist für die Auslieferung von Bildmaterial sicherlich technisch die beste Lösung. Allerdings ist Traffic bei den etablierten Anbietern wie Amazon oder Akamai ziemlich teuer. Dass ein CDN in diesem Anwendungsfall ökonomisch Sinn macht, wage ich daher zu bezweifeln.

CU
Tom09
 
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