Plesk als Ausfallserver

JaEgErmEistEr

Registered User
Wunderschönen.

Ich habe nun 2+ Server mit Plesk laufen. Ich würde jetzt gerne so vorgehen, dass wenn der eine nicht erreichbar ist, die Domain auf den anderen Server geht. Soweit so gut jedoch habe ich dazu ein paar Fragen ^^

1. Wie halte ich die Daten immer möglichst aktuell ohne händisch die Daten von Server A nach Server B zu schieben.
2. Muss ich als Secondary Nameserver den von Server B eintragen?
3. Wie sieht das aus mit den Mails. Werden diese dann auch richtig umgeleitet oder kann ich da das ganze irgendwie möglichst einfach einbinden.

Bis jetzt habe ich die Domain komplett über den Migrations Manager nur auf Server B kopiert.

Zu Tipps und Hilfe bei den nächsten Schritten wäre ich euch sehr dankbar.

Lg
Chris
 
Hallo,

Also zunächst mal mußt Du Dir genau Gedanken machen welche Dienste/Daten Du wie "Backupen" möchtest...

Zu Deiner Frage mit den Nameserver... schon mal als erstes: "Wo ist denn Deine Domain registriert?". Denn da musst Du gegebenenfalls einen Backup MX Eintrag machen. Es kommt natürlich immer darauf was Du machen möchtest...

Aber nur zur Info: wenn Du auf Server A einen Eintrag in Deinen DNS machst und die Domain (beim Registrar) nur Server A kennt, dann ist im Falle eines Ausfalls, der DNS auf Server A nicht mehr ansprechbar. Also kann auch keine Umleitung stattfinden...

Das Thema Ausfallserver usw. ist doch etwas komplizierter und es gibt mehrere Wege die dahin führen. Es kommt vor allem auf Dein Ziel an... welche Kompromisse willst Du eingehen, weiviel Aufwand möchtest Du betreiben, wieviel Geld ausgeben.. usw...

Ich kann nur von meiner E-Mail Backup Lösung berichten: ich habe einen Server A, der mit Plesk verwaltet wird. Meine Domains sind bei einem vom Server-Hosting unabhängigen Registrar gehostet.

Ich möchte nun für Domain X, die Mailboxen backupen.

Ich habe einen MX Eintrag erstellt (mit geringerer Prio als der Standard MX), der zu Server B (VPS, anderer Hoster als der für Server A - ebenfalls Plesk) führt. Auf Server B habe ich die selben Einstellungen für Domain X eingetragen.

Das bedeutet beide Server meinen für Domain X zuständig zu sein!!!

Stündlich synchronisiere ich dann mit imapsync die Mailboxen von Domain X.

Manche werden bestimmt denken, das ist net so gut, oder dies und jenes ist besser... jedenfalls kann ich sagen: es funktioniert einwandfrei. Ich habe kürzlich Server A re-imaged (also neu installiert), und alles lief wie am Schnürrchen. Die Mails wurden auf den Backup Server eingeliefert.

Es ist dann denkbar einen Sync von Server A zu Server B einzurichten, der nur nachdem Server A ausgefallen ist einmalig gestartet wird.

So, das war's von mir... hoffentlich hilft's :)
 
Ja super :) Herzlichen Dank schonmal bis hierhin.
An sich interessieren mich nur 3 Sachen, das eine wäre Mails was ich wohl so handeln werde wie du es gemacht hast.
Das andere wäre dann Datenbank und Apache2 was aber auch nicht zu also großen komplikationen führen sollte.


Zu der DNS Frage: Ich habe meine Domain derzeitig bei Hosteurope, was vll dumm ist ^^ Belehrt mich eines besseren ;)
Dort gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Hosteurope stellt sowohl Primary als auch Secondary Nameserver.
2. Ich stelle Nameserver1 und Hosteurope die 2

In dem Falle müsste ich dann wahrscheinlich die 1. Lösung wählen wenn mich nicht alles täuscht.
Kann ich das einfach so machen oder muss ich dabei noch irgendwas beachten?

Wie gesagt danke schonmal bis hierhin

Lg
Jaeger
 
Also noch zu der E-Mail Backup Lösung:

Nachteile:
========
- Separate Pflege beider Systeme
- Kunde muß im Falle einer Panne, sich auf ein anderes Konto einloggen
- Wegen stündliche Synchronisieren, sind höchstens 1 Stunde Mailverkehr vorübergehend nicht mehr zugreifbar

Vorteile:
======
- Kunde kann während des Ausfalls E-Mails lesen (also auch alte E-Mails) und schreiben (mit gewohnter Absenderadresse)
- Umleitung im Falle eines Ausfalls automatisch (durch backup MX)
- Normalzustand wird ebenfalls automatisch wieder hergestellt.

PS: DB und Webspace Backup sollte einfach per Cronjob und scp einfach zu sichern sein...
 
In dem Falle müsste ich dann wahrscheinlich die 1. Lösung wählen wenn mich nicht alles täuscht.
Kann ich das einfach so machen oder muss ich dabei noch irgendwas beachten?

Solange Du im Webinterface von Hosteurope alles so einstellen kannst, wie Du es brauchst, gibt es ja auch keinen Grund einen eigenen Nameserver zu betreiben (und Du hast damit schon ein Problem weniger, da diese Systeme ja auch nicht vom Ausfall eines Deiner Rechner betroffen sein können).

Das einzige Problem, das in jedem Fall auftreten wird ist, dass die Angaben, in den Nameservern eine gewisse Zeit lang gültig sind. Diese Zeit wird durch den TTL (time to live)-Parameter bestimmt, der normalerweise relativ hoch eingestellt ist (z.B. ein Tag), um die Last auf den Nameservern in einem vertretbaren Rahmen zu halten: Denn innerhalb dieser Zeit darf ein anderer Nameserver an den eine Anfrage nach Deiner Domain gerichtet wurde, noch den Wert zurück geben, den er sich noch von einer vorherigen Anfrage gemerkt hatte.
Wenn nun Dein Server A ausfällt, wirst Du die Nameserver-Einträge natürlich sofort ändern, damit Deine Benutzer unter dem gleichen Namen stattdessen auf Server B zugreifen. Während der TTL-Zeit kann es aber sein, dass sie weiterhin die IP- Adresse von Server A geliefert bekommen und somit nicht auf B (unter dem gleichen Namen) zugreifen können. Die naheliegende Lösung wäre, den TTL-Wert einfach entsprechend niedrig (z.B. 1 Stunde) zu konfigurieren, aber leider halten sich nicht alle an den Wert -- beispielsweise wird den Telekom-Nameservern (die alle Telekomkunden verwenden) nachgesagt, dass die mehrere Tage brauchen, bis Änderungen weitergegeben werden unabhängig vom TTL-Wert.

Viele Grüße,
LinuxAdmin
 
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