[Howto] Automatisiertes Backup mittels REOBack

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MauriceM

Guest
Guten Abend (oder besser Guten Morgen? ;))

in dieser kleinen Anleitung möchte ich auf die Einrichtung eines automatisierten Backups mit REOBack auf einen vorhanden FTP-Speicherplatz eingehen.

Wir gehen in dieser Anleitung Schritt für Schritt vor; beachtet jedoch bitte, dass je nach benutzter Distribution verschiedene Schritte evtl. anders ausgeführt werden müssen. Führt die Installation Step by Step durch & macht dies nur, wenn ihr euch sicher seit, was ihr da macht!

1. Schritt

Wir laden uns REOBack auf unseren Server. Bitte immer die aktuelle Version downloaden (kann hier eingesehen werden: REOBack.

Code:
wget http://puzzle.dl.sourceforge.net/sourceforge/reoback/reoback-1.0-3.noarch.rpm

2. Schritt

Wir installieren REOBack mit dem Befehl:

Code:
rpm -ivh reoback-1.0-1.i386.rpm

3. Schritt

Nun passen wir die Konfigurationsdatei unseren Bedürfnissen an. Folgende Angaben sind Richtwerte.

Die Konfigurationsdatei findet ihr unter /etc/reoback/settings.conf

Code:
host = xxxx.xx
backupdays = 5
files = /etc/reoback/files.conf
tmpdir = /var/lib/reoback/tmp
datadir = /var/lib/reoback/data
localbackup = /var/lib/reoback/backups
keeplocalcopy = 0
remotbackup = 1
rbackuptype = ftp
remotehost = xxxx.xx
remotepath = /backup/
ftpuser = FTP-User
ftppasswd = FTP-Passwort

host = Hier euren Servernamen eintragen!
backupdays = Anzahl der Tage, an denen Backups erstellt werden sollen!
files = Konfigurationsdatei für die zu sicherden Dateien und Verzeichnisse.
tmpdir = Temporöre Dateien werden hier gespeichert.
datadir = Hier werden die REOBack Daten gespeichert.
localbackup = Hier wird die Sicherungsdatei gespeichert.
keeplocalcopy = Wenn aktiviert, werden alle Backups auf der Festplatte des Servers gespeichert.
remotebackup = Wenn aktiviert, werden alle Backups auf einen Backup-Server kopiert.
rbackuptype = Über welche Methode ist der Backupserver erreichbar? (FTP, NFS)
remotehost = Hostname des Backup-Servers.
remotepath = Gewünschtest Verzeichnis für die Backups auf dem Backup-Server.
ftpuser = FTP-Benutzername des Backupservers.
ftppasswd = FTP-Passwort des Backupservers.

4. Schritt

Nun sagen wir REOBack welche Dateien und Ornder auf dem Backup-Server gespeichert werden sollen. Hierfür editieren wir die Datei files.conf, welche unter /etc/reoback" zu finden ist.

Code:
# File: Serversicherung
# /home
# /var
# Skip: /var/run/*
   Skip: /var/lib/mysql/*
   Skip: var/lib/reoback/*

File = Name des Backups
Welche Daten sollen gesichert werden? = z.B. /home
Soll ein seperates Backup angefertigt werden? z.B. /var
Welche Dateinen und Ordner sollen nicht gesichert werden? z.B. Skip /var/run/*

5. Schritt

Die Pfade in der Datei run_reoback.sh müssen kontrolliert und ggf. deinem System angepasst werden.

Code:
# Location of the configuration file.
config="/home/sforge/reoback/settings.conf

# Change to reflect where REOBack is installed
reoback="/home/sforge/reoback/reoback.pl

6. Schritt

Cronjob für REOBack einrichten, damit Backup automatisiert angefertig werden:

Code:
crontab -e

Code:
30 19 * * * /etc/reoback/run_reoback.sh | mail -s "Backup" [email protected]

Somit wird jeden Tag um 19:30 ein Backup durchgeführt. Die Ausgabe des Skriptes wird mit dem E-Mail-Betreff "Backup" an die angegeben Mail-Adresse geschickt.

Fertig!
Sollte funktionieren!

Liebe Grüße
mauricem
 
Last edited by a moderator:
Wer /dev /proc /sys und /tmp mitsichert hat wichtige Grundlagen nicht gelernt und somit selbst Schuld...

Bitte informiere Dich über Sinn und Zweck dieser Verzeichnisse.


EDIT: Bezugsbeitrag wurde leider gelöscht :(
 
Wer /dev /proc /sys und /tmp mitsichert hat wichtige Grundlagen nicht gelernt und somit selbst Schuld...

Bitte informiere Dich über Sinn und Zweck dieser Verzeichnisse.


EDIT: Bezugsbeitrag wurde leider gelöscht :(

Da haste Recht, weil ich später bemerkt hatte / in den Files hatte. ;) Soll natürlich nur /var/www sein ich werd das später testen. Also nicht selber Schuld sondern ein Fehler, aber Danke für den Hinweis. ;)

Gruß

EDIT: So das ganze mit richtiger Config, verstehe aber nicht was er mir damit sagen möchte. Eine sogenante Veränderung beim lesen ??

Code:
REOBack version 1.0 Release 3; distributed under the GNU GPL.

Running backup on srv01.mada-web.org.
Backup number 1 of 14 (backup days x 2)
Performing full backup on local system
Last full backup: Mon Jan  9 10:36:02 2012

Archiving in progress...

  Working on Serversicherung...
    Archiving Serversicherung...
tar: Entferne führende »/« von Elementnamen
tar: /var/lib/reoback/backups/2012-01-09/srv01.XXXXXX-Serversicherung-full-20120109-1036.1.tgz: Datei hat sich beim Lesen geändert.
All local archives were saved in /var/lib/reoback/backups/2012-01-09/
Total transfer time: 0.00 seconds(s).
Overall backup time: 1.60 minute(s).
 
Last edited by a moderator:
Du wolltest eine Datei ins Backup stecken, die sich während des Backups geändert hat, vermutlich ein Logfile oder Ähnliches.
 
Nein, denn dadurch ist das Backup kaputt.

Ich kann das Backup aber entpacken. Es kann doch ständig vor kommen das sich etwas ändert die Maschine arbeitet dorch. Warum soll das Backup kaputt sein und wie umgehe ich das ?

Gruß
 
Last edited by a moderator:
Also kann ich diese Meldung getrost ingnorieren ?
Nein, denn du versuchst, die Datei, in die Reoback gerade sichert, erneut zu sichern und das klappt natürlich nicht.
Exclude auf jedem Fall /var/lib/reoback/backups
Wenn auf deinem Server auch MySQL-Datenbanken laufen, solltest du /var/lib/mysql auch nicht mitsichern, sondern die Datenbanken in ein anderes Verzeichnis dumpen und das dann sichern.
 
Aber ReoBack legt IIRC die Sicherungsdatei erst lokal an, bevor sie per FTP übertragen wird. Ich nutze Reoback mittlerweile nicht mehr, sondern tartarus, daher kann ich das nicht mehr nachschauen.
 
Aber ReoBack legt IIRC die Sicherungsdatei erst lokal an, bevor sie per FTP übertragen wird. Ich nutze Reoback mittlerweile nicht mehr, sondern tartarus, daher kann ich das nicht mehr nachschauen.

OK letztendlich ging es mir ja nur um die i-mscp Backups der Seiten, daher sichere ich jetzte /var/www/virtual mit folgendem Ergebnis.


Working on Serversicherung...
Archiving Serversicherung...
tar: Entferne führende »/« von Elementnamen
Transferring archive: srv01.XXXXXX-Serversicherung-full-20120109-0710.1.tgz...done.

tar: Entferne führende »/« von Elementnamen
All local archives were removed.
Total transfer time: 0.00 seconds(s).
Overall backup time: 1.00 seconds(s).


Geht nun Danke !

Gruß
 
Du kannst mit alien unter Debian ein rpm-Paket in ein deb-Paket umwandeln und das dann mit dpkg ganz normal installieren. Da reoback anscheinend aber nciht mehr wirklich weiter entwickelt wird, habe ich vor einiger Zeit auf tartarus gewechselt, da gibt es direkt ein deb-Paket für.
 
Reoback SFTP TLS ??

Hi zusammen ich benutze auch reoback..
einfach und klasse eigentlich.
doch ich bekomme es nciht hin das es anstelle von ftp sftp benutzt..
weiss jemand wie ich das hinbekommen kann?
gruss
thorsten
 
Hallo,
ich benutze schon etwas länger Reoback. Doch in letzter Zeit ist mir ein Problem aufgefallen. Nach dem Backup Vorgang ist der Arbeitsspeicher noch immer belegt und wird auch nicht mehr frei. Hatte schon jemand diesen Problem und kann mir behilflich sein?

Kurz zum System:
Debian Lenny (noch) mit Confixx auf einer OpenVZ VM. Gesichert wird alles Wichtige. Mails Daten und MySQL.

PHP:
File: html-files
/var/www/
skip:/var/www/empty
skip:/var/www/confixx
skip:/var/www/webalizer

File: mysql-files
/var/lib/mysql/

File: mail-files
/home/pop

Hat Reoback Grenzen? Sollte ich die einzelnen Verzeichnisse getrennt durchlaufen lassen? Bei den html Dateien und eMails kommt mittlerweile schon einiges zusammen.

Die Backups werden auf dem FTP abgelegt. Nur der Ram bleibt belegt bis zu einem reset der VM.
 
Was meinst Du mit belegt? Auf was achtest Du bei "free"? Doch hoffentlich nicht auf "free" in der ersten Zeile?

Falls ja, bitte das hier durchlesen:
http://www.linuxatemyram.com/

-> Also auf die zweite Zeile achten, da sind die Caches rausgerechnet.
 
Ich möchte hier mal eine Alternative in dem Raum werfen: http://www.sysadmintalk.net/forums/thread-3651.html
Interessant ist die "Pull"-Funktion, welche die möglichen Sicherheitslücken minimiert, da nicht jeder Host einen Zugang zum Backupsystem benötigt, sondern nur das Backupsystem zu den Hosts. Außerdem läuft das Ganze über SSH statt FTP und es ist bereits eine Verschlüsselung per GnuPG integriert.
 
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