Benchmark/Vergleich der ARM-Server von Hetzner?



Ich kopier einfach mal frech aus dem Hetzner-Forum :) :
Hetzner.de Kundenforum said:
HDD-Benchmark
Hab eben einen HDD-Benchmark auf die microSD-Karte im AX10 mit bonnie++ gemacht:
Code:
root@odroid-001e063101da:~# bonnie++ -d /tmp -r 2048 -u nobody
Using uid:65534, gid:65534.
Writing a byte at a time...done
Writing intelligently...done
Rewriting...done
Reading a byte at a time...done
Reading intelligently...done
start 'em...done...done...done...done...done...
Create files in sequential order...done.
Stat files in sequential order...done.
Delete files in sequential order...done.
Create files in random order...done.
Stat files in random order...done.
Delete files in random order...done.
Version  1.97       ------Sequential Output------ --Sequential Input- --Random-
Concurrency   1     -Per Chr- --Block-- -Rewrite- -Per Chr- --Block-- --Seeks--
Machine        Size K/sec %CP K/sec %CP K/sec %CP K/sec %CP K/sec %CP  /sec %CP
odroid-001e06310 4G    66  99 64779  52 25405  28   294 100 74119  32  1587 121
Latency               131ms     161ms   91048us   33205us   12613us     319ms
Version  1.97       ------Sequential Create------ --------Random Create--------
odroid-001e063101da -Create-- --Read--- -Delete-- -Create-- --Read--- -Delete--
              files  /sec %CP  /sec %CP  /sec %CP  /sec %CP  /sec %CP  /sec %CP
                 16  8900  85 +++++ +++  9327  86  9028  85 +++++ +++  9252  87
Latency               560us    1321us    1462us     526us     150us     664us
1.97,1.97,odroid-001e063101da,1,1440419050,4G,,66,99,64779,52,25405,28,294,100,74119,32,1587,121,16,,,,,8900,85,+++++,+++,9327,86,9028,85,+++++,+++,9252,87,131ms,161ms,91048us,33205us,12613us,319ms,560us,1321us,1462us,526us,150us,664us

Schreiben: 65 MB/s
Lesen: 74 MB/s

Für eine microSD ziemlich beeindruckend, wie ich finde.

Code:
root@odroid-001e063101da:~# wget http://speed.hetzner.de/1GB.bin -O /dev/null
--2015-08-24 14:18:07--  http://speed.hetzner.de/1GB.bin
Resolving speed.hetzner.de (speed.hetzner.de)... 88.198.222.222, 2a01:4f8:0:a140::2
Connecting to speed.hetzner.de (speed.hetzner.de)|88.198.222.222|:80... connected.
HTTP request sent, awaiting response... 200 OK
Length: 1048576000 (1000M) [application/octet-stream]
Saving to: '/dev/null'

/dev/null                                    100%[================================================================================================>]   1000M  39.5MB/s   in 25s

2015-08-24 14:18:32 (39.9 MB/s) - '/dev/null' saved [1048576000/1048576000]
Aktuell sind laut Support Class 10 Karte von Sandisk (Extreme Pro) verbaut.

Laut einigen Bestellern ist beim Reboot aber noch der Wurm drin, da die Kisten ab und an nicht mehr hochkommen -> Support muss angeschrieben werden, da kein manueller Reset via Webinterface möglich ist.

Auch Neuinstallationen gehen nur via Support und nicht via Webinterface.
 
Etwas allgemeinere Ausführungen, die - hoffentlich - trotzdem nützlich sind:

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass der XU4 sehr flott ist und auch den RPI 2 noch einmal deutlich schlägt, besonders deshalb, weil er auch USB 3.0 unterstützt (relevant für größtes Hetznerangebot mit SSD am USB-Port) und Ethernet im Gegensatz zum RPI nicht mit am USB hängt.

Ich habe darauf schon testweise Owncloud laufen lassen und einige andere, kleinere Webprojekte (immer mit Nginx + PHP-FPM) und für kleinere Sachen war die Performance durchaus brauchbar.

Andererseits stellt sich natürlich allgemein die Frage nach der Nützlichkeit, da es sehr performante vServer in ähnlichen Preisregionen gibt, die vor allen Dingen im Zweifel mehr RAM zur Verfügung stellen und auf redundanten Storages liegen.

Ps: ich will den RPI nicht schlecht machen, der hat dafür die noch deutlich aktivere Community und tolle Projekte. Ich habe ohnehin beide.
 
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...
Ps: ich will den RPI nicht schlecht machen...
Kannst du auch nicht. PI2 und XU4 Spielen schließlich jeweils in anderen Preisklassen mit dazugehöriger Leistung ;)

Sinn im Hosting sehe ich fast nur in der Unabhängigkeit. Oder man will was auf ARM entwickeln bzw. Braucht Threading (in der Preisklasse bekommt man meist 2 vCORES/Threads bei VPS, manchmal 4).

Mir fehlt noch eine 80/160er Platte ab dem kleinsten. Dann wäre es eine starke VPS alternative zzgl. noch Debian/CentOS/BSD als OS Auswahl.

Hier ist noch ein Encryption Benchmark http://forum.odroid.com/viewtopic.php?f=95&t=15574
 
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Ich habe mir den AX10 jetzt auch einmal geholt, leider ist die Kiste "ab Werk" nicht erreichbar, obwohl sie das sein müsste.
Ich habe jetzt einen manuellen Neustart beauftragt und warte einmal ab, wie sich das entwickelt.

Mich würde besonders interessieren, ob es hier auch sporadisch zu Problemen mit den SD Karten kommen kann, was zumindest beim RPI und dem XU4 nicht unbekannt ist.
 
Der AX10 ist eigentlich ziemlich fix, wie man im Benchmark sehen kann. Find die ARM-Server echt nett ;)

Hier ein kleiner Vergleich zwischen AX10 und AX20. Auf einen AX30-Benchmark warte ich noch.

AX10: microSD
Serverbear: http://serverbear.com/benchmark/2015/08/25/8X6JB2cnoVbJnA5I
Schreiben: 65 MB/s
Lesen: 74 MB/s

AX20: eMMC
Serverbear: http://serverbear.com/benchmark/2015/08/25/cyoWoTJAQH6Gefhq
Schreiben: 115 MB/s (+75%)
Lesen: 137 MB/s (+101%)

AX30: ext. SSD (USB 3.0)
Serverbear: n/a
Schreiben: n/a
Lesen: n/a
 
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Mich würde besonders interessieren, ob es hier auch sporadisch zu Problemen mit den SD Karten kommen kann
Natürlich. SD-Karten und USB-Sticks sind inherent unzuverlässig und werden früher oder später sterben. Fehlende intelligente Controllerlogik wie bei SSD's vorhanden, billigere Chips und viele andere Faktoren sorgen dafür dass beide nie als zuverlässiger Datenspeicher bei Schreiboperationen eingesetzt werden können und wenn sie sich verabschieden dann erfahrungsgemäß generell recht spektakulär (Datenverlust, korrupte Daten, ...)
Ich sehe also Hetzner's Versuch _Server_ standardmäßig mit einer SD-Karte zu versorgen doch eher skeptisch gegenüber. Oft genug hat das bei meinen Systemen schon geknallt und das war alles Andere als Produktion.

Allen zusammen sehe ich wie auch ein paar Vorredner eine verschwindend kleine Marktlücke für solche Server. Genau dieser Bereich wird bereits von Billig-vServer abgedeckt welche höhere Zuverlässigkeit und eine x86_64 Plattform aufweisen können.
Irgendwie erinnert mich dieser Versuch leicht an die RPS-Server von OVH, allerdings waren die zumindest x86.
 
ARM selbst fände ich gar nicht schlecht, wobei es da einfach noch keine (zumindest für Massenhoster) vernünftigen Boards mit RAM-Slots gibt, man ist also bisher nicht nur im Storage limitiert, sondern auch im RAM, den so ein System zur Verfügung stellt.

Angeblich will AMD jetzt ja in diese Nische vorstoßen, was mich prinzipiell freuen würde aber ich bleibe erst einmal sehr, sehr skeptisch.

Ps:
Mein AX 10 ist vorhin neugestartet worden und läuft jetzt sehr flott, wie ich es auch von meinem eigenen XU4 kenne.
 
Die wirkliche Lebensdauer der SD-Karten macht mir auch etwas sorgen... Bin aktuell am Überlegen, den Kernel/GRUB so umzubauen, damit die ARM-Kiste direkt über NFS von meinem dedizierten Hetzner-Server bootet. Danach setze ich die SD-Karte auf Readonly und sollte dann auch - hoffentlich - stabil und lange Zeit laufen. Der Traffic ist innerhalb des Hetzner-Netzes ja zum Glück frei...
 
Das Ganze ist eine Totgeburt. Zumindest in der aktuellen Version.

Pro:
* innovativer CPU-Ansatz (obwohl nur 32Bit)

Contra:
* SD Karten als (Haupt)-Festspeicher
* Erweiterung des einzig nützlichen Festspeichers (SSD) über USB
* nur ein Betriebssystem
* kein (automatischer) Resetservice

Die SD Karte ist ein No-Go und der fehlende Resetservice. Ich hätte mir an dieser Stelle ein durchdachtes Konzept von Hetzner gewünscht.
 
[quuote]und der fehlende Resetservice.[/quote]
Telejets kosten im normalen Stückpreis zirka soviel wie ein Board. Es liesse sich natürlich auch günstiger basteln indem man die GPIO-Pins eines solchen Boards sinnvoll einsetzt und mit I2C dann Relais-Boards steuert (theoretisch paar hundert Boards über 12V-Schalten steuerbar), aber das setzt entsprechende Eigenentwicklungen voraus :D

innovativer CPU-Ansatz (obwohl nur 32Bit)
Was ist an einer ARM-Krücke innovativ? Ein einzelner geteilter Kern auf einem günstigen VPS hat mehr Wumms als vier (ja, es rechnen immer nur 4 der 8!) ARM-15 Kerne. Das ist natürlich auch nicht verwunderlich, schliesslich sind Xeon's auf pure Rechenleistung ausgelegt und ARM-Kerne von jeher auf limitierte Ressourcen und Größe.
Die Bemerkung auf 32bit finde ich sehr interessant - im Regelbetrieb lassen sich bei ARM und ähnlichen RISC-Systeme keine großen Vorteile aus der Anhebung auf 64bit nehmen, und bevor die Prozessoren tatsächlich auch soviel Ram verwalten müssen dass ein 32bit mit LPAE-Kernel nicht ausreicht wird wohl doch noch einige Zeit vergehen. Wir sind, ausserhalb Prototypen, auf dem freien Markt erst bei 4GB _gesamt_.

Ich wage zu behaupten dass das schön beworbene Schützen der Umwelt absoluter Blödsinn ist - ein ausgelasteter Xeon-Host braucht bei gleicher Rechenleistung pro Container (deren wären es dann sehr viele!) nun vermutlich doch deutlich weniger Strom und damit Kühlung - von Peripherie, Platzbedarf in der Halle und der Herstellung komplett abgesehen.
 
KS-2 oder KS-2 SSD bei OVH ( http://www.kimsufi.com/de/ ) kosten praktisch das gleiche und schlagen dieses Angebot um Längen. Mit dem KS-2 hat man 4GB Ram und 1TB Festplatte. Man vergleiche das mal mit den 2 GB Ram und 32 GB MicroSD (ernsthaft!?). Sind alles Atome, aber für geringe Anforderungen allemal ausreichend.

Für ein paar Euro mehr, bekommt man mit einem i5 eine "echte" CPU, 16GB Ram und 2 TB HD.

Und in der Tat gibt es bessere VServerangebote, die immerhin den Vorteil von nahtloser (wenn nötig) und oftmals raid-gesichertem Massenspeicher haben.
 
Muss es wirklich immer das beste und billigste sein? So eine ARM-Maschine ist doch auch was ganz feines. Klar nicht das leistungsstärkste, aber in Zukunft werden wir wohl vermehrt mit ARM zu tun haben. Ich finde es gut, dass Hetzner etwas neues ausprobiert.
 
Ich glaube nicht, dass es um das "Beste" geht. Das Problem ist einfach das Hoster kaum noch weiter mit den Preisen runtergehen können, man aber dafür gleichzeitig - wie Thorsten aufgezeigt hat - wesentlich leistungsfähigere Atom-Systeme oder vServer bekommt. Im Falle von vServern bezahlt man sogar noch einmal deutlich weniger.

Dazu kommen dann - zumindest derzeit - große Einschränkungen wie kein automatischer Reboot, nur eine Distribution zur Auswahl, keine Redundanz im Storage, etc...

Und sicher, ich mag ARM wirklich (sonst hätte ich keinen XU4 und RPI 2) aber momentan ist der Nutzen noch nicht da, der KÖNNTE kommen, wenn AMD mal mit den ARM basierten Server CPUs fertig wird.
 
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Ich bin mir sicher, früher, als die ersten Rootserver aufkamen, gab es noch keinen Hetzner Robot, der automatisiert neuinstallieren, resetten, ... konnte. Die ARM-produkte von Hetzner sind noch neu. Auch hier wird es Fortschritte geben. Und alle neuen Produkte sind am Anfang etwas teurer. Mit der Erfahrung, Weiterentwicklung und grösseren Verbreitung wird auch der Preis sinken.
 
Das sagte ich doch auch?
Der Punkt ist einfach, dass es nichts hilft zu sagen "also früher hattet ihr das auch nicht", weil sich jeder ARM Server an der JETZIGEN Konkurrenz messen lassen muss.

Niemand wird sagen "ach, der kostet mich mehr (bzw. das gleiche), kann weniger und ist langsamer aber ich nehme ihn trotzdem, weil es unfair wäre, wenn ich ihn mit den heutigen Root- und vServern vergleiche".

*Jeder* Newcomer steht immer vor diesem Problem, also muss er ein Merkmal finden, dass die Kunden überzeugt. Wie ich selbst ja auch deutlich sagte, wird sich das vielleicht sogar finden aber momentan ist die x86 (bzw. AMD64) Architektur im Serverbereich hoffnungslos überlegen, aufgrund der gesamten Infrastruktur.

Das Problem sind die unterschiedlichen Schwerpunkte der Architekturen:
ARM war schon immer auf einen günstigen Preis und niedrigen Stromverbrauch optimiert worden.
Demgegenüber hat Intel immer schon auf Performance geachtet, weil ein Desktop auch ohne Not mehrere hundert Watt ziehen kann.

Und ja, natürlich kann ARM auch hochperformante CPUs entwickeln (bzw. AMD versucht dies wohl mit den kommenden ARM basierten Server CPUs) aber wenn man sich ansieht, wie komplex moderne CPUs geworden sind und wie viele zig Milliarden es kostet zu forschen, kann man sich auch denken, dass das ein langer Weg wird.

Intel steht ja umgekehrt vor dem Problem, dass sie im mobilen Bereich kaum einen Fuß in die Tür bekommen. Die forschen gerade für viel Geld in Richtung "Optimierung des Stromverbrauchs".
 
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Um etwas besser zu machen, braucht es immer Leute, die es testen und weiterentwickeln. Wenn das niemand macht, wird es auch keine Weiterentwicklung geben.
 
Ich finde, dass Du da einen schönen Punkt ansprichst. Ich kenne die Vor- und Nachteile beider Architekturen, weil ich

1) Damit mein Geld verdiene (Systementwicklung)*
2) im Besitz eines XU4 bin

und genau deshalb sehe ich eben die Probleme, die es derzeit gibt.

Und genau *so* löst man Probleme, in dem man sie anspricht, z.B. "Storage nicht redundant, Performance/Euro geringer als bei etablierten Konkurrenten" und nicht indem man sich jegliche Kritik verbittet. SO fährt man Projekte nämlich gegen die Wand.

* Da könnte man sich jetzt eh stundenlang darüber auslassen, dass Intel mal besser gleich auf RISC gesetzt hätte, statt jetzt einen schwerfälligen Decoder zu haben, der CISC in RISC umsetzt. Andererseits käme dann auf die Compilerbauer noch mehr Arbeit zu (das ist der Preis von RISC, weshalb Intel zuerst auf CISC gesetzt hat).
 
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Genau, Probleme ansprechen ist gut. Mit Kommentaren wie "Beim Franzosen gibts einen Atom für das Geld" kann ich allerdings nicht so viel anfangen.
 
Genau, Probleme ansprechen ist gut. Mit Kommentaren wie "Beim Franzosen gibts einen Atom für das Geld" kann ich allerdings nicht so viel anfangen.

Wieso nicht? Das ist nunmal die Konkurrenz, mit der sich das augenscheinliche "Billig"Angebot messen muss.

Davon abgesehen verstehe ich die Zielsetzung eines solchen Angebots nicht, denn es gibt zu viele Kritikpunkte:
  • nur ein OS
  • MicroSD ist kaum ein ernst zu nehmender Speicher für einen Server, eMMC? Gibt es die wirklich noch?
  • 32 Bit sind nicht mehr zeitgemäß

Selbst die anderen beiden Varianten AX20 und AX30 sind nicht wirklich besser, was soll denn eine SSD in einer solchen langsamen Maschine bringen?

Für den Preis eines AX20 (64GB eMMC) gibt es auch folgendes:
Core™ i5-750, 4c/4t, 2.67 GHz+, 16 GB RAM, 2 TB Festplatte, 100 Mbit/s. Damit kann man doch wohl bei gleichem Preis mehr anfangen.

Ich habe nichts gegen ARM, ich finde nur das Angebot nicht wirklich sinnvoll und "preiswert". Ein ODROID kostet 79€, da passt die Relation zwischen Anschaffungskosten und monatlichem Preis m.E. nicht.
 
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