Wenn ich mich zu so etwas erdreisten würde, dann wären 30 Tage ungefähr die Maximaldauer, die Kunden bei uns bleiben würden.
Ich sagte ja extra, daß das bei meinem privaten Mailserver so geregelt ist.
Ich bin auch noch mitverantwortlich für zwei weitere Mailserver, wo man schon eher Kompromisse machen muß. Aber selbst die beiden Kisten laufen ohne fail2ban und es funktioniert trotzdem ohne Probleme.
Das mag im Freundeskreis so funktionieren, wenn Du bereit bist, jedem eine anfängliche Einweisung zu geben. Viele Menschen sind ja einfach nur froh, wenn Sie irgend jemanden haben, der Ihnen durch diesen Computerdschungel hilft, dass es irgendwie geht. Das Klientel "Kunde" ist da aber nicht so leidenswillig.
Sicher ist es mit zusätzlichem Aufwand verbunden. Aber ein paar ordentlich gestaltete Anleitungen, wie man (zumindest die gängigsten) Mailclients einrichtet und wo im Client man dann immer das neue Paßwort einträgt, sind schon ausreichend...Bis auf meine Schwiegermutter, die bekommt von mir alles konfiguriert
Das wäre ein guter Ansatz, sofern er praktikabel ist. Sprich: Automatisches Setup, das für normalsterbliche Computerbenutzer einfach zu handhaben ist.
Da das Thema heute wieder aufgewärmt wurde, hab ich kurzerhand beschlossen, in den nächsten Tagen die Variante mit Client-Cert Auth nun doch mal zumindest auf einer Testmaschine umzusetzen.
Was die Praktikabilität angeht, hab ich mir auch schon Gedanken gemacht und heute auch ausgiebig mit einem befreundeten Admin diskutiert.
Wenn es so funktioniert, wie wir uns das vorstellen, dann braucht der User im Endeffekt garnichts mehr selber konfigurieren, denn unsere Idee sieht so aus, daß ein vollständig vorkonfigurierter Mailclient (wir wollen Thunderbird dafür austesten) an den entsprechenden User weitergegeben wird.
Es wird eine portable Version des Programms genommen, die Zertifikate werden vorinstalliert und so sollte der Client nur noch entzippt werden müssen und sollte dann direkt funktionstüchtig sein.
In unserem ersten Versuch werden wir die Client-Konfiguration erstmal manuell machen. Aber ich bin sicher, selbst das läßt sich automatisieren.
Nachtrag:
Meine ganz private Meinung ist ja auch, daß man langsam davon wegkommen sollte, seinen Kunden immer in den Allerwertesten zu kriechen und sich dadurch seine Systeme weniger sicher zu machen.
Auch wenn ich Google sonst nicht so wirklich mag, in diesem Punkt machen die es vor. Seit der verbindlichen Einführung von OAuth 2.0 muß man ja inzwischen "weniger sichere Clients" explizit für die Nutzung der Googledienste zulassen. Diese Ausnahmeregelung soll aber auch bald wegfallen.
Das ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.