Ich würde meinen, Du hast das typische Verhalten einer oder mehrerer Festplatten (im Gegensatz zu SSDs) bei kleineren Dateien und Software Raid gebenchmarkt.
Dieses "Phänomen" ist mir bekannt - aber genau dem sollte ich doch mit einer besser angepassten Chunksize entgegenwirken können. Bei einer Chunksize von 512k habe ich, wenn ich 512k schreibe, doch den "Worst Case" und wäre mit einer Chunksize von 64-128k deutlich besser bedient - oder?
Sei zufrieden mit den Werten oder hol Dir einen HW Raid Controller.
Ist immer noch nicht mein Projekt. Und somit auch nicht mein Geld.
Man muss aber auch dazu sagen, dass Hetzner in der Produktreihe auch ein größeres Produkt anbietet. Mit 15 (statt 7) Platten und einem 16 Port HW-Raid Controller (statt SW-RAID) für rund das doppelte Geld. Insgesamt also ein wesentlich besseres Preis/Leistungsverhältnis.
Wenn du eh mehrere Storage-Server betreibst, wäre das vielleicht die sinnvollere Alternative gewesen und stattdessen weniger Server hinzustellen.
Es ist nur ein Storage bei Hetzner. Der andere steht in einem anderen RZ für den Fall einer totalen Katastrophe.

Der "große" Storage-Server von Hetzner wäre hier - bei aller Leistung - zu viel. Sowohl preislich als auch was den Speicher betrifft.
Wenn ich noch was für den Fall dass Du LVM benutzt einwerfen dürfte...
[..] meine Daten haben einen 192k-Offset, was bei 256k stripes eher blöd ist.
[..] Bei einen RAID mit Parität kann das, je nach Anwendungsfall, ganz schön weh tun.
Von dieser Sache habe ich auch gehört, allerdings unabhängig von LVM (kommt hier auch nicht zum Einsatz). Irgendwas mit dem Partition Alignment - aber auch hier bin ich etwas überfragt bzw. neu im Thema. Was muss hier beachtet werden?
Eine Sache noch, die meine Verwirrung perfekt macht:
Oben spreche ich von der Chunksize des RAID-Arrays und davon, dass man diese optimieren könnte. Habe dann den gestern verlinkten Wikipedia-Artikel noch mal gelesen:
In der Praxis wird dieser Worst-Case-Fall bei einem RAID 5 mit 5 Platten aber kaum eintreten, denn Dateisysteme haben häufig Blockgrößen von 2 kB, 4 kB und mehr und zeigen daher praktisch ausschließlich das Well-Case-Schreibverhalten.
Ich bin verwirrt, weil... Wenn das Dateisystem sämtliche Requests ans RAID ohnehin mit "seiner" Blockgröße durchreicht, wäre eine Optimierung der Chunksize auf das Anwendungsszenario* doch völlig nutzlos, oder?
Außerdem verwirrt mich, dass in dem Artikel von der physikalischen Blockgröße der Festplatte die Rede ist - von einer Chunksize des RAIDs und deren Einflüssen ist dort gar nicht die Rede. Also eigentlich versteh ich jetzt gar nichts mehr.
* Die Dateien der letzten zwölf Monate sind durchschnittlich 600 KB groß. Bei fünf Festplatten, auf die ich effektiv mit Nutzdaten schreiben kann, wäre meinem Verständnis nach eine Chunksize von 600/5 = 120 (bzw. 128) KB ideal.
Aber wie gesagt: Mir ist unklar, was es jetzt auch noch mit der Blockgröße des Dateisystems (also 4 KB in meinem Fall) auf sich hat. Und überhaupt verwirrt mich das alles. ^^
Noch was am Rande: Was meint parted mit "logical" und "physical"? Letzteres klingt nach der tatsächlichen Blockgröße auf der Platte, aber was soll dann "logical" (die 512 Bytes kann ich mir besser als 4 KB als tatsächliche Blockgröße vorstellen) sein?
Viele Grüße
Tim