Interner Entwicklungs- und Fileserver: Debian oder Windows Server


converge

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Hallo zusammen,

um es kurz zu machen: Wir schaffen gerade einen neuen Server an. Der alte läuft mit Debian. Der Fileserver wird mit Samba betrieben, es greifen fast ausschließlich Macs drauf zu. Für den neuen Server sind wir allerdings am überlegen, den unter Windows Server 2012 Foundation zu betreiben und das Debian, welches für Webentwicklung benötigt wird, virtualisiert zu betreiben.

Macht dies überhaupt Sinn?

Falls nein: Gibt es alternativen zu Samba, welche Macs besser "beliefern" können? Windows darf allerdings nicht gänzlich ausgeschlossen werden...
 
Für die Macs wäre evtl. das Netatalk unter Linux noch eine Möglichkeit - und für Windows-Clients weiterhin Samba, du kannst beide Protokolle ja parallel betreiben. Da ich selber keinen Mac habe, habe ich mit Netatalk bisher noch keine Erfahrungen gesammelt.
Bevor du nur einen Windows-Server holst, um darauf LInux zu virtualisieren, würde ich an deiner Stelle eher VMWare als Virtualisierung einsetzen und dann ggfl., sofern ein Windows-Server benötigt wird, diesen neben Linux ebenfalls zu virtualisieren.
 
VMWare wäre auch meine Empfehlung.

Was spricht denn bei lauter Macs gegen einen Mac Mini Server mit Servererweiterung? Der ist die optimale Mac Fileserverlösung mit AFP und SMB und was man sonst noch so braucht. Und Virtualisierung geht auch darauf.

Wenn Ihr viel mehr Speicher dafür braucht, gibt es diverse Thunderbolt RAID Lösungen.
 
Verstehe ich das richtig? Ihr verwendet den Server einerseits als File-Server, andererseits als Entwicklungsserver für Webprojekte? Wofür braucht ihr konkret das Windows?

Bzgl. Fileserver möchte ich hier auch mal FreeBSD bzw. FreeNAS als fertige Appliance in den Ring werfen. FreeNAS bietet AFP und auch volle Kompatibilität zu Time Machine:

http://doc.freenas.org/index.php/Apple_(AFP)_Shares
 
Wir haben für unser Büro (nur Macs) ausschliesslich Linux-Server, auf denen Netatalk läuft. Netatalk ist meiner Meinung nach eines mit der am engagiertesten OSS Projekte und uneingeschränkt empfehlenswert, auch für den Produktiveinsatz.

Die Webentwicklungskisten sind bei uns auf diesen Linux-Rechnern virtualisiert (OpenVZ). Daneben lauf auf die Hosts die TimeMachine Backups und die Daten, die für alle verfügbar sein müssen, liegen dort.

Ich hatte anfänglich überlegt, direkt Mac Hardware als Server hinzustellen, habe das aber aus verschiedenen Gründe gleich verworfen und bin im Nachhinein froh darüber. Ich persönlich finde eine Linux-basierte Lösung wesentlich flexibler in Bezug auf Software als auch Hardware.

Mit Windows kenne ich mich kaum aus, allerdings würde ich spontan auf einen Megaoverhead in Eurer Umgebung tippen.
 
VMWare wäre auch meine Empfehlung.
VMWare hat meines Wissens nach eine Möglichkeit, dass deren OS (ESXi?) gestartet wird und man von dort aus die entsprechenden VMs booten kann, richtg? Das klingt mir sinnvoll, aber die Lizenzen von VMWare recht teuer. Was bräuchte ich denn hier für eine Grundlage?

Verstehe ich das richtig? Ihr verwendet den Server einerseits als File-Server, andererseits als Entwicklungsserver für Webprojekte? Wofür braucht ihr konkret das Windows?

Berechtigte Frage, Gedanke verworfen :-)

Bzgl. Fileserver möchte ich hier auch mal FreeBSD bzw. FreeNAS als fertige Appliance in den Ring werfen. FreeNAS bietet AFP und auch volle Kompatibilität zu Time Machine:

Ich habe mir FreeNAS mal angesehen, es hat mir einen recht guten Eindruck gemacht. Allerdings habe ich mich dagegen entschieden, weil ein vollwertiges Debian mehr Konfigurationsmöglichkeiten bieten. Außerdem war zumindest FreeNAS gerade mit einer neuen Version draußen, die einige Features noch in frühen Stadien oder garnicht integriert hatte. Sicher lohnt sich ein Blick auf den derzeitigen Stand. Bietet FreeNAS die Möglichkeit, VirtualBox zu installieren? Dann könnte Fileserver und Entwicklungsserver logisch getrennt werden.

Zum Thema Mac-Server: Eigentlich wäre mir diese Möglichkeit am liebsten. Allerdings zwei Nachteile: 1. Zu teuer und 2. Begrenzte Festplattenkapazität, die sich nur durch teure Thunderbolt-Lösungen beheben lässt, was dann wiederum auch nicht das Gelbe vom Ei darstellt...

Fazit: In neuesten Testberichten schließen die Fujitsu Towerserver ganz gut ab und bieten ein etwas besseres Preis-Leistungsverhältnis als die großen Namen. Ich werde mir mal einen raussuchen und zwei Optionen ausprobieren und einfach miteinander vergleichen:
  1. FreeNAS + Virtualisierung der Debian-Entwicklungsumgebung
  2. Debian mit Netatalk

Ich werde berichten, sobald ich dazu komme...
 
Ich würde dir jetzt eher einen Server mit ESXi (ist kostenlos) plus entsprechenden VMs für File- und Entwicklungsserver unter Debian empfehlen. Mit Debian scheint ihr ja bereits Erfahrung zu haben. Wie das dann aber konkret mit der Performance eines virtualisierten Fileservers ausschaut, kann ich dir ehrlich gesagt nicht sagen.

Beim Kauf des Servers musst du aber darauf achten, dass der RAID-Controller und die Netzwerkkarte von ESXi unterstützt werden.
 
ESXi ist in der Tat kostenfrei, unterstützt aber nur einen begrenzten Hardware Umfang. Für den Eigenbau kann http://ultimatewhitebox.com/ weiterhelfen, ansonsten gibts auch VMWare zertifizierte Server fertig zu kaufen, z.B. bei http://www.thomas-krenn.com/de/produkte/virtualisierung/vmware-serversysteme.html .

Ein Post zum Thema, der Dich vielleicht interessieren könnte: http://www.hardwareluxx.de/communit...ienste-intel-82579lm-816258.html#post17083589 . Auch keine schlechte Sache, das so zu machen.
 
Beim Kauf des Servers musst du aber darauf achten, dass der RAID-Controller und die Netzwerkkarte von ESXi unterstützt werden.
Wie finde ich das raus? Direkt den Hersteller (wahrscheinlich doch Dell) kontaktieren?

ESXi ist in der Tat kostenfrei, unterstützt aber nur einen begrenzten Hardware Umfang.

Wo liegen den die Restriktionen in der kostenlosen Umgebung? Ein Eigenbau ist wahrscheinlich mit recht hoher Einarbeitungszeit verbunden. Ich weiß nicht, ob wir die Zeit hierfür haben.

Nach all dem denke ich, dass wir erst einmal ausprobieren, nativ ein FreeNAS aufzuspielen, welches für den Fileserver zuständig sein soll. Dann versuchen wir unter FreeNAS irgendwie eine VirtualBox zum laufen zu bekommen, wo dann ein Debian zur Webentwicklung installiert wird. Das klingt mir gut machbar.

Alternativ werden wir wohl mal noch die ESXi-Variante ausprobieren, in der Hoffnung, dass es keine Wochen dauert :-)

Würde sich eurer Meinung nach der kleinste Dell (DELL PowerEdge™ T110 II) mit Intel Xeon E3-1230v2 dafür eignen?
 
Wie finde ich das raus? Direkt den Hersteller (wahrscheinlich doch Dell) kontaktieren?

Zum einen werden nur "echte" Raid Controller unterstützt, d.h. die meisten Pseudo-Raid Bios Erweiterungen, bei denen die Raid-Funktionen im (Windows)Treiber implementiert sind, funktionieren nicht (das tun sie übrigens meistens unter Linux auch nicht).

Ansonsten gibt es wie gesagt von allen größeren Serverherstellern die Möglichkeit, sich von vorneherein für VMWare gebaute Server zu kaufen.

Wo liegen den die Restriktionen in der kostenlosen Umgebung? Ein Eigenbau ist wahrscheinlich mit recht hoher Einarbeitungszeit verbunden. Ich weiß nicht, ob wir die Zeit hierfür haben.

Die Restriktionen gehen dahin, dass man einen kostenfreien ESXi nur "einzeln" verwalten kann und nicht mehr als 32 GB im Host haben darf. Sobald man die Zusatzfunktionen von ESX wie Umziehen von einem VMWare Server auf einen anderen im laufenden Betrieb, oder ähnliche Pooling Funktionen benötigt, braucht man ein kostenpflichtiges Produkt. Für einen Standard-Server, der in der Regel alleine betrieben wird, ist das aber alles irrelevant.

Ein Eigenbau ist ein Eigenbau. D.h. Hardware (mit der Whiteboxlist abstimmen) zusammenkloppen, ESXi auf einen 2 GB USB oder SATA Stick installieren, IP Adresse angeben, fertig. Alles weitere passiert dann mit dem VSphere Client (Verwaltungsoberfläche) von einem anderen Rechner aus.

Oder man spart sich den Eigenbau, holt sich einen zertifizierten Server und hat in 1/2 Std ESXi am Laufen (wenns noch nicht von vorneherein drauf ist).

Alternativ werden wir wohl mal noch die ESXi-Variante ausprobieren, in der Hoffnung, dass es keine Wochen dauert :-)

Keine Ahnung was Du Dir da vorstellst? Nichts ist einfacher als ESXi zu installieren.

Würde sich eurer Meinung nach der kleinste Dell (DELL PowerEdge™ T110 II) mit Intel Xeon E3-1230v2 dafür eignen?

Mein Datafabrik ESXi Server (der im RZ bei Datafabrik steht) läuft auf GENAU der Hardware mit GENAU der CPU (und 16GB Ram). Was soll ich sagen: ein Traum!
 
Die Restriktionen gehen dahin, dass man einen kostenfreien ESXi nur "einzeln" verwalten kann und nicht mehr als 32 GB im Host haben darf.

Verstehe ich das richtig, dass dies mit den einzelnen virtuellen Maschinen nichts zu tun hat? Ich denke, alleine die Verwaltungsdateien auf dem Host werden in unserem Falle diese Grenze nicht überschreiten.

Mein Datafabrik ESXi Server (der im RZ bei Datafabrik steht) läuft auf GENAU der Hardware mit GENAU der CPU (und 16GB Ram). Was soll ich sagen: ein Traum!

Das klingt ja schon mal gut. Bin auch kurz vor der Bestellung und schwanke nur noch etwas wegen dem Einbau eines i3-Prozessors, da leiser und verbrauchsgünstiger. Die Tendenz geht allerdings zum Xeon, da Hyperthreading und 4 Cores...
 
Noch eine Frage bezüglich des RAID-Controllers:

Bei Dell gibt es folgende Optionen:

  • On-board SATA Controller
  • PERC S300
  • H200

Dell empfiehlt mit den Einsatz des H200 in RAID 1. Am liebsten hätte ich jedoch 4 Platten eingebaut. 2 fürs System im Raid und 2 für die Daten im Raid...

Wo liegen hier die Unterschiede?
 
Uh, ein kleines aber entscheidendes Wort fehlte: nicht mehr als 32 GB >>RAM<<. Die Festplatten können so groß sein, wie sie wollen. Mit ESXi 5.1 ist endlich auch das 2TB Limit / LUN bei den Datastores gefallen, so dass hier der Datastore auch größer sein darf.

Wichtig bei einem Virtualisierungsserver ist v.a. RAM (!), will man mehr Maschinen betreiben. 16 GB wäre auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Bei mehreren VMs ist schon auch die CPU Leistung nicht unwichtig, da das eine Ding ja mehrere Betriebssysteme parallel powern soll. Der genannte Xeon ist da eine absolut vernünftige Sache, Hyperthreading könnte bei VMWare schon helfen (wird als 8 logische Prozessoren erkannt).
 
16 GB liegen bereits zum Einbau bereit. Jetzt geht es nur noch ums Raid, dann bestelle ich den gleich und freu mich schon auf ESXi...
 
  • On-board SATA Controller
  • PERC S300
  • H200

Wenn Du ESXi haben willst, kannst Du auf der o.g. Whiteboxlist schauen, oder auch auf http://www.vmware.com/resources/compatibility/search.php suchen. Wenn der Controller dabei ist, passts.

Dell empfiehlt mit den Einsatz des H200 in RAID 1. Am liebsten hätte ich jedoch 4 Platten eingebaut. 2 fürs System im Raid und 2 für die Daten im Raid...

Für ESXi brauchst Du für den Hypervisor selbst genau einen USB Stick. Mehr nicht. Ein System gibt es in dem Sinne nicht. Alternativ kannst Du auch einen 2 (oder 4) GB SATA Stick verwenden: http://www.delock.de/produkte/F_460_eflash-speicher_293_SATA.html . Ich habe einen ESXi Server schon seit Jahren auf einem derartigen 4GB Stick stabilst laufen.

Insofern kannst Du gerne 4 Platten reinpacken, diese kannst Du aber voll für Datastores, d.h. VMs verwenden, im Raid 10, 5 oder 6.

EDIT: Sehr nett übrigens für einen Entwicklungsserver: Du kannst mit einem ESXi auch Snapshots machen, d.h. Du frierst einen Stand ein, machst dann Änderungen etc. Selbst wenn Du die VM dabei komplett schrottest ist das kein Problem. Einfach wieder auf den letzten Snapshot zurückstellen und weiter wie gehabt.

Oder Du kannst auch sehr einfach aus EINEM einmal aufgesetzten Template mehrere Server in Minuten klonen.

EDIT2: Ich habe wohl einen Dell SAS 6/iR Raid Controller drin (hab aber auch nur 2 Platten).
 
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Wenn Du ESXi haben willst, kannst Du auf der o.g. Whiteboxlist schauen, oder auch auf http://www.vmware.com/resources/compatibility/search.php suchen. Wenn der Controller dabei ist, passts.

Wird unterstützt. Mit dem Prozessor nur die neueste Version, aber ich habe nicht vor, auf eine alte aufzusetzen.

EDIT: Sehr nett übrigens für einen Entwicklungsserver: Du kannst mit einem ESXi auch Snapshots machen, d.h. Du frierst einen Stand ein, machst dann Änderungen etc. Selbst wenn Du die VM dabei komplett schrottest ist das kein Problem. Einfach wieder auf den letzten Snapshot zurückstellen und weiter wie gehabt.

Dafür wird git verwendet :-)

EDIT2: Ich habe wohl einen Dell SAS 6/iR Raid Controller drin (hab aber auch nur 2 Platten).

Ich habe gerade mal recherchiert, was DELL da einem für ein Controller anbietet. Er freut sich nicht gerade guter Kritiken.

http://reviews.dell.com/2341n/405-11540/dell-dell-perc-h200-raid-adapter-data-cable-to-be-ordered-separately-kit-reviews/reviews.htm
http://serverfault.com/questions/260687/poor-read-performance-on-dell-perc-h200-raid10-with-4-1tb-7200rpm-64mb-drives

Ich denke, ich werde den Server erst einmal ohne den RAID-Controller bestellen und mich noch anderweitig umsehen... Es scheint eine Perfomance-Bremse zu sein. Ist dies gut machbar, im Nachhinein einen RAID-Controller einzubauen?
 
On-board SATA Controller

Fällt flach, da kein Software Raid unter ESXi möglich.

PERC S300

Ist wie unten stehender Link zeigt nur ein Bios-Software Raid, Windows only!

http://www.dell.com/content/topics/...topics/en/us/raid_controller?c=us&l=en&cs=555

PERC H200

Ist einer der billigsten "echten" HW Raid Controller, die Dell anbietet (bzw. die es gibt), mit seinen ca 170€. Dementsprechend darf man keine Wunder erwarten. Gute Controller kosten eher ab 250-300€ aufwärts und machen bei entsprechend vielen Anschlüssen (z.B. 16xSAS/SATA) erst bei 700-1000€ halt.

Kann gut sein, dass ich in meinem Server übrigens diese Karte drin habe, ggfalls erkennt der ESXi sie einfach nur als 6er. Für meine Zwecke als Server im Internet (Gbit Anbindung) reicht das aber absolut aus. Mag sein, dass man von einem Fileserver im LAN mehr erwartet. Dann muss man aber auch mehr für einen vernünftigen Controller hinlegen. Ob man nun ESXi oder ein anderes OS verwendet ist hier egal.

EDIT: Du kannst natürlich schon einen separaten Controller kaufen und einbauen (19" Hardware oder nicht? Bei 1 HE brauchts eine mit Low Profile!). Aber Du brauchst den Controller natürlich vom Start weg, sonst kannst Du die Datastores nicht darauf anlegen. Logisch eigentlich. Ein kritischer Punkt könnte im Fehlerfall allerdings die unterschiedliche Gewährleistungs- und Servicezuständigkeit sein.

EDIT2: Du kannst Dir alternativ auch noch die HP SmartArray Controller (z.B. P400 und höherzahlig) und die Adaptec Controllerkarten ansehen. Ich habe selbst einen (alten) P400 und das Ding tut eigentlich sehr gut.
 
Last edited by a moderator:
Nochmal ein paar Worte zu FreeNAS. Das ist im Grunde nichts anderes als ein FreeBSD mit einer webbassierten GUI, wobei die GUI bitte nicht mit Dingen wie Plesk & Co. zu vergleichen ist. Du hast mit FreeNAS also prinzipiell alle Möglichkeiten, die du mit einem reinen FreeBSD auch hast.

Thema Virtualisierung. Da geht FreeBSD einen etwas anderen Weg und nutzt dafür Jails. Die sind im Grunde mit den Linux-Jails (Chroot) vergleichbar, bieten/können aber mehr. Für das Debian könntest du also ein FreeBSD-Jail verwenden, was für dich dann wie eine VM daherkommt. Für das Anlegen von Jails bietet FreeNAS bereits Support via Plugins:

http://doc.freenas.org/index.php/Plugins

Das mit dem Jail für Debian ist recht fix eingerichtet:

http://blog.vx.sk/archives/22-Updated-Tutorial-Debian-GNUkFreeBSD-in-a-FreeBSD-jail.html

Für mich stellt sich aber wieder die Frage, wozu du überhaupt das Debian brauchst? Ihr macht doch Webentwicklung, also geht's doch eigentlich nur um Web-(Apache?) und DB-Server(MySQL?). Oder verwendet ihr Dinge, die nur unter Debian funktionieren? Wohl kaum. FreeBSD kann auch Apache + MySQL und für die Entwickler ergeben sich dadurch keinerlei Unterschiede. Prinzipiell könnte man das Ganze also komplett unter FreeBSD/FreeNAS laufen lassen.

Der riesen Vorteil von FreeBSD ist das Dateisystem ZFS. Dieser Vorteil kommt insb. beim Einsatz als Fileserver zum tragen. Mit einer SSD als Caching-Device "fliegt" das Ganze. Es bietet dazu die Möglichkeit Snapshots anzulegen, was man super für Backupzwecke nutzen kann. Der einzige Nachteil ist, dass man für die volle ZFS-Performance pro TB HD-Speicher ca. 2GB-RAM einplanen sollte. Aber RAM kostet ja eh fast nichts mehr.
 
So, der Server ist nun bestellt. Allerdings habe ich den RAID-Controller einfach mal weggelassen. Ich dachte, lieber kein Raid also kein richtiges...

Für mich stellt sich aber wieder die Frage, wozu du überhaupt das Debian brauchst? Ihr macht doch Webentwicklung, also geht's doch eigentlich nur um Web-(Apache?) und DB-Server(MySQL?). Oder verwendet ihr Dinge, die nur unter Debian funktionieren? Wohl kaum. FreeBSD kann auch Apache + MySQL und für die Entwickler ergeben sich dadurch keinerlei Unterschiede. Prinzipiell könnte man das Ganze also komplett unter FreeBSD/FreeNAS laufen lassen.

Ich habe mir das ganze vor ca. 8-9 Monaten unter FreeNAS angeschaut. Hier war mir das ganze zu stark aufs wesentliche reduziert. Customization schien mir recht kompliziert. Deswegen: Ein vollwertiges Debian hat uns die volle Kontrolle gelassen. Außerdem laufen all unsere Webserver unter Debian und uns war es wichtig, möglichst nahe an die Produktivumgebung zu sein.

FreeNAS kam nun wieder in Spiel, da wir derzeit alles auf einem Debian-Server haben. Als Fileserver dient Samba, was in einer fast homogenen Macumgebung nicht gerade optimal ist, aber Windows kann nicht komplett ausgeschlossen werden. Nun war also die Überlegung, das gleiche Konstrukt wieder zu bauen, also Debian als einziges OS und Samba mit Netatalk zu ergänzen. Dann laufen allerdings zwei Daemons und müssen auch entsprechend gewartet werden. Die Ansprüche an den Fileserver sind bei uns auf das wesentliche beschränkt: Files ablegen und lesen sowie entsprechende Berechtigungen setzen. Natürlich, ganz klar, auch zu backupen (per rsync). Und da all diese Features bereits fester Bestandteil von FreeNAS sind, dachte ich an dessen Einsatz. Spart Zeit, so hoffe ich zumindest.

FreeBSD klingt mir ganz sinnvoll. Allerdings habe ich hierin das Gefühl, mich mit einem weiteren System auseinandersetzen zu müssen, dass ich nicht kenne. Würde also wieder Einarbeitungszeit bedeuten. FreeNAS ist in diesem Falle ja die reduzierte Version, die scheinbar schnell aufgesetzt ist. Wahrscheinlich weniger Konfigurationsmöglichkeit, aber wie beschrieben, die brauchen wir beim Fileserver auch nicht wirklich...

Der riesen Vorteil von FreeBSD ist das Dateisystem ZFS. Dieser Vorteil kommt insb. beim Einsatz als Fileserver zum tragen. Mit einer SSD als Caching-Device "fliegt" das Ganze. Es bietet dazu die Möglichkeit Snapshots anzulegen, was man super für Backupzwecke nutzen kann. Der einzige Nachteil ist, dass man für die volle ZFS-Performance pro TB HD-Speicher ca. 2GB-RAM einplanen sollte. Aber RAM kostet ja eh fast nichts mehr.

Das hört sich interessant an. Aber was heißt das im Detail? Eine SSD zusätzlich rein als "Auslagerungs-HDD"? Oder wie ist das zu verstehen?
 

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