x3650 M4 von HBA booten

mrbobek

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Guten Morgen zusammen,

für den Aufbau eines Virtualisierungsservers habe ich einen M1115 RAID Controller in den IT Modus geflasht. Der Flashvorgang verlief unter FreeDOS auch absolut reibungslos. Im ersten Schritt habe ich kein BIOS ROM geflasht. Anschließend in Unraid einige Laufwerke konfiguriert. Alles lief absolut problemlos. Die angeschlossenen zwölf HDDs wurden erkannt und SMART Daten wurden geliefert.

Dann habe ich das BIOS ROM nachgeflasht.
Jetzt bleibt der Server beim Bootvorgang hängen, an der Stelle, an der die Bootdrives erkannt werden sollen. Nehme ich elf Laufwerke heraus, bootet das System, erkennt aber kein OS auf dem einzig verbliebenen Laufwerk. Es wurde Proxmox 6.3.1 installiert. Dabei spielt es keine Rolle, ob EXT4 oder ZFS.

Gibt es einen Anhaltspunkt, wieso der Server sich so verhält?

Allerbesten Dank im Voraus und einen schönen Wochenstart!
 

Onkel_Tom

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Ich habe ein ähnliches Verhalten feststellen können wenn man Festplatten aus Storagesystemen im x3650 M4 verwendet. Diese Festplatten haben eine andere Blockgröße (528) und der Controller/Server erwartet aber 512. Das Verhalten war identisch deinem beschriebenen, dass der Serever an der Stelle gehangen ist wo er eigentlich die Laufwerke erkennen sollte. Nachdem ich die Blockgröße der Festplatte geändert hatte wurde Sie auch erkannt und der Controller bootete wieder normal.
Hast Du eine Chance die alte BIOS Version wieder zu flashen?
 

mrbobek

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Hallo,
die Chance hätte ich. Aber ich könnte ja die Laufwerke wieder an das Onboard RAID anschließen. Was ich übrigens bereits getan habe. Im BIOS werden sie allerdings mit 512B erkannt. Oder macht das an der Stelle keinen Unterschied?
Wie hast du denn die Blockgrösse identifiziert? Und vor allem, wie konntest du sie ändern?

Besten Dank schon mal! Ist ja ein Anfang!
:-D

EDIT: Die Laufwerke stammen allerdings nicht aus einem dezidiertem Storagesystem.
 
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Onkel_Tom

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Ich wusste das die Festplatten eine "falsche" Blockgröße hatten und wenn ich normale 512er HDD#s in den Server gesteckt habe hat der auch gebootet und funktioniert, nur wenn eine von den Storage Platten drin war wollte er nicht booten. Die Blockgröße ändern konnte ich an einem normalen PC mit einem M1015 in IT-Mode ändern, der PC hatte mit den Festplatten kein Problem und mit einem gebooteten Linux von USB Stick und den installierten SG3_utils und dem Tool sg_format kannst Du die Blockgröße der Festplatten über den parameter -size ändern.

Komisch das vor Deinem BIOS Flash alles funktioniert hat. Welche Version war den vorher drauf und welche hast Du geflashed?
Ich geh mal schwer davon aus das Du den UEFI/BIOS des Mainboard damit meinst, oder?
 

mrbobek

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Hallo Tom,

habe das Projekt aus Verzweiflung ruhen lassen. Jetzt mache ich aber wieder weiter.
In die Blockgrößen habe ich mich inzwischen eingelesen. Testweise habe ich eine alte SATA HDD eingebaut. Zumindest bleibt er nicht mehr hängen. Allerdings geht das booten immer noch nicht (Meldung: Boot failed). Ich poste die Version ASAP. Welche vorher drauf war, weiß ich aber nicht mehr.

Puh, ehrlicherweise bin ich überfragt, wo ich die 512B abgelesen habe (Mainboard oder Controller).
Ich konnte den Controller komplett im FreeDOS flashen. Habe keine UEFI Shell benötigt.

Besten Dank und viele Grüße
 

Onkel_Tom

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Interessant!
CentOS 8 hat z.B. die Treiberunterstützung für SAS2008, 2108, 2116 SAS Controller ausgenommen da angeblich zu alt. Somit bekommst Du ein CentOS 8 nicht über einen solchen SAS Controller installiert ohne händische Anpassungen am Kernel und Treibermodell zu machen. Absoluter Schwachfug aus meiner Sicht da es weitverbreitete Hardware ist, die immer noch zum Einsatz kommt und jetzt nicht mehr unterstützt werden soll.
Ich habe mir damals auch einen M1015 besorgt und in IT-Mode geflashed um die Blockgröße meiner Festplatten zu ändern, aber wie schon geschrieben in einem PC und nicht im Server.
 

mr_brain

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Kann es sein, dass mit der Blockgröße 512 die physikalische Blockgröße gemeint ist? Da gibt es nämlich 512e, 512n und 4k Platten.
 
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