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Partition so in Ordnung?

EinUser***

New Member
Servus miteinander,

in meinem Server sind 2x 3TB im RAID1 verbaut, die Partition ist derzeit so

swap swap -> 8G (32GB RAM verbaut)
/boot ext3 -> 1024M
/home ext4 -> 15G
/ ext4 -> rest des Speicherplatzes

Ist das so in Ordnung oder quatsch?
 
Das Wichtigste hat marce schon gesagt...Es kommt immer auf deinen persönlichen Einsatzzweck an. Eine pauschal 'beste Partitionierung' gibt es nicht.
Wenn du dir selber noch nicht sicher bist, würde ich empfehlen, daß du am Anfang erstmal alles in eine Partition legst, die etwa ein Viertel bis ein Drittel der Gesamtkapazität hat.
Dann beobachtest du eine Weile, in welchen Größenordnungen die Ordner wachsen. Wenn du dann etwas besser die Datenverteilung abschätzen kannst, dann kannst du dir einen Plan machen, wie die für dich optimale Partitionierung aussehen sollte und dann machst du dich an die Umpartitionierung. Jetzt kommt dir zugute, daß du anfangs nur einen Teil der Kapazität vergeben hast, denn so mußt du dein System nicht neu aufsetzen, sondern kannst die Daten umverteilen, indem du jetzt die volle Kapazität deiner Platte(n) einsetzt.

BTW:
Bei 32GB RAM würde ich garkeinen Swap mehr anlegen. Wenn du so viel RAM zur Verfügung hast, macht Swap nur noch in ganz speziellen Szenarien überhaupt Sinn.
 
Servus! Als ich mich zu dem Thema insbesondere Swap mal eingelesen habe, habe ich meistens gelesen, dass man die hälfte des Arbeitsspeicher nehmen soll.
 
Servus! Als ich mich zu dem Thema insbesondere Swap mal eingelesen habe, habe ich meistens gelesen, dass man die hälfte des Arbeitsspeicher nehmen soll.
Swap ist dafür da, um den RAM mit zusätzlichem Plattenspeicher "zu erweitern", wenn der RAM (fast) ausgelastet ist. So soll vermieden werden, daß einzelne Dienste wegen OOM gekillt werden.
Wenn du 32GB RAM zur Verfügung hast, dann müßtest du schon extrem RAM-lastige Prozesse haben, um in den OOM-Bereich zu kommen. Natürlich wird es bei speziellen Setups tatsächlich so sein, daß man durchaus mal an die OOM-Grenzen stößt, aber dann ist ein Aufrüsten des Servers mit mehr RAM die deutlich bessere Lösung, allein schon wegen der massiven Geschwindigkeitseinbrüche beim swappen.
Swap ist im Prinzip ein Relikt aus den Zeiten, wo nur sehr begrenzt RAM zur Verfügung stand und wenn du nicht gerade eine Kiste mit 256MB RAM betreibst, macht Swap (wie schon oben gesagt) nur noch in ganz speziellen Setups wirklich Sinn.
 
Last edited:
... oder es gibt spezielle Anforderungen, die SWAP benötigen - im Client-Bereich wäre Hibernate gern genommen, im Serverbereich können Oracle-User eine Schimpftirade über die Notwendigkeit von SWAP singen...
 
Bei 32GB RAM würde ich garkeinen Swap mehr anlegen. Wenn du so viel RAM zur Verfügung hast, macht Swap nur noch in ganz speziellen Szenarien überhaupt Sinn.
Mit dem Swap muss man tatsächlich ein wenig schauen. Es gibt tatsächlich einige Anwendungen, die stabiler laufen, wenn Swap da ist, obwohl genug freier RAM zur Verfügung steht. Bei uns war es ein Java-basierter Webservice, der alle paar Tage unresponsive war, wohl das System konstant nur ca. 50-60% des RAM belegt hat. Es hat kein OOM-Killer zugeschlagen, der Service hat nur keine Verbindungen mehr angenommen. Ich habe dann eine nur ein paar hundert MB große Swap-Datei angelegt und der Spuk war vorbei - ohne das die Swap-Datei sich füllen würde. Warum das so ist, kann ich nicht sagen, aber meine persönliche Erfahrung ist, dass ein wenig Swap sich positiv aufs System auswirkt, auch wenn RAM im Überfluss da ist - das gilt übrigens auch für Windows.
 
wobei man dann ja auch bei Linux keine ded. Partition für SWAP vorhalten muss, das geht ja auch problemlos auf File-Basis.
 
Mit dem Swap muss man tatsächlich ein wenig schauen. Es gibt tatsächlich einige Anwendungen, die stabiler laufen, wenn Swap da ist, obwohl genug freier RAM zur Verfügung steht.
Ich habe schon mehrere Fälle wo das Linux Grundsystem sowie der Kernel sich bizarr verhalten erlebt wenn ein erhöhter Ram-Druck bei trotzdem ausreichend freiem Platz aber ohne Swap auftritt. Eine kleine Swap würde ich in jedem Fall empfehlen, nur um Sonderfälle ab zu decken - wie marce sagt reicht ja dafür auch ein Swapfile.

Swap ist im Prinzip ein Relikt aus den Zeiten, wo nur sehr begrenzt RAM zur Verfügung stand
Nicht ganz. Auch heute hast du sehr viele Applikationen welche schlicht Ramsch ins Ram laden und damit - sogar wenn ausreichend RAM frei ist - Linux' Fähigkeiten um optimalen FS-Cache zu betreiben einschränken. Diese Libraries und wasnichtalles kann man zu oft leider nicht beeinflussen. Bei _lokalen_ Datenträger fahre ich gerne eine hohe Swapiness um diese oft GB-grosse RAM-Sammelei auf SSD-gestützte Datenträger aus zu lagern von wo sie adequat schnell geladen werden können falls tatsächlich page-in notwendig wird.

Gepaart mit einem angepassten KSM (kernel same page merging) kann Swap oft den Unterschied zwischen "optimal" und "geht so" machen, sogar wenn RAM eigentlich keine Einschränkung ist.

Ist das so in Ordnung oder quatsch?
Wie andere sagten, sehr variabel.
Sofern du keine hohe IO-Last hast, mag ich persönlich Thin-LVM recht gerne. Damit kannst du die Ressourcen jederzeit nach Bedarf verteilen und flexibler Snapshots anlegen.

In jedem Fall würde ich aber über LVM fahren und den Partionen nur die notwendigen Grössen zukommen lassen, wobei ich mindestens /tmp und /var/log auf eigene Partitionen auslagern würde. Der unbenutzte Platz im VG kann dann jederzeit auf eine der LVs zugeordnet werden oder ein weiteres LV für neue Applikationen erstellt werden.
 
Swap ist im Prinzip ein Relikt aus den Zeiten, wo nur sehr begrenzt RAM zur Verfügung stand und wenn du nicht gerade eine Kiste mit 256MB RAM betreibst, macht Swap (wie schon oben gesagt) nur noch in ganz speziellen Setups wirklich Sinn.
Nun ja, dass eine Swap-Partition in diesem Falle wenig Nutzen bringt, scheint ja unbestritten.
Dann stellt sich für mich trotzdem noch die Frage, ob die (eigentlich fast überflüssige) Einrichtung einer SWAP-Partition irgendwie schädlich für das System auswirken kann?


Pfiffikus,
der meint, dass es den Fragesteller bei der hier vorliegenden Plattengröße nicht im Geringsten schmerzen würde, wenn prophylaktisch 64GB Swap eingerichtet werden
 
Dann stellt sich für mich trotzdem noch die Frage, ob die (eigentlich fast überflüssige) Einrichtung einer SWAP-Partition irgendwie schädlich für das System auswirken kann?
Schaden tut es natürlich nicht, warum auch? Aber mit einem Swapfile ist man wesentlich flexibler.

Pfiffikus,
der meint, dass es den Fragesteller bei der hier vorliegenden Plattengröße nicht im Geringsten schmerzen würde, wenn prophylaktisch 64GB Swap eingerichtet werden
Wenn jemand in der dritten Person von sich selber spricht, besteht oft Handlungsbedarf. ;)
 
Aber mit einem Swapfile ist man wesentlich flexibler.
Der Nachteil einer Swapfile ist die Verwaltung durch das Dateisystem. Auch wenn Fragmentation durch die Thick-Allocation und direktes Mapping
kein Problem darstellt, kostet ein Dateisystem trotzdem Ressourcen. Der Overhead sollte aber verschwindend gering sein dass es hier egal ist.

Nun ja, dass eine Swap-Partition in diesem Falle wenig Nutzen bringt, scheint ja unbestritten.
Erfahrungsgemäss kann eine Swap-Partition zumal bei Webserver sehr vorteilhaft sein aus den oben genannten Gründen von vielen geladenen Abhängigkeiten. Sinnvoller wäre es dann aber natürlich, SSDs oder zumindest SSD-Beschleunigung (a la bcache) zu verwenden.
 
... wenn man eh davon ausgeht, dass man swap nicht braucht und es nur dafür hat, das $wasauchimmer sich "wohl fühlt" (und sich meist im Livebetrieb auch durch "Nutzung Swap: 0" das auch bewahrheitet) kann Swap auch auf einem Lochkartenleser oder USB-Stick liegen, ohne dass es zu Perfomanceeinschränkungen kommt.

... wenn man die Kiste komplett neu aufsetzt - würde ich SWAP vermutlich auch direkt als Part. anlegen, wenn man aber an der Part. nichts ändern will spricht auch nichts dagegen, für's gute Gefühl das Ding einfach als File zu machen.
 
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