[News] Vorleseverbot - Adobes Lachnummer

Huschi

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Software-Hersteller Adobe hat eine Online-Buchhandlung für e-Books
eröffnet und dabei gewisse digitale Rechte definiert: Die
heruntergeladenen Bücher dürfen nicht kopiert, nicht ausgedruckt und
auch nicht verliehen werden. Bis dahin kann man Adobe noch folgen.
Etwas überraschend mutet allerdings das Vorleseverbot an. Nur bei
Kinder- und Jugendbüchern macht Adobe eine Ausnahme und erlaubt das
Vorlesen.

Die Absurdität in den Nutzungsbedingungen wird auf die Spitze
getrieben, wenn unter dem Link "Accessibility" Adobe unter den Features
des Acrobat 6.0 gleich an erster Stelle folgende Produkteigenschaft
anpreist: "Lassen Sie sich Adobe PDF-Dateien von der standardmäßigen
text-to-speach-Funktion ihres Betriebssystems laut vorlesen."

Wenn das so weitergeht, müssen Buchleser in Zukunft wahrscheinlich Teil-
Lobotomisierungen über sich ergehen lassen müssen, denn es könnte ja
sein, dass das gute alte Gehirn des Menschen irgendwann juristisch als
Festplatte und jede Erinnerung an zuvor aufgenommenen Content als
Raubkopie angesehen wird.
 

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