Huschi
Moderator
Im Streit zwischen dem amerikanischen Unternehmen Network Solutions und dem Berliner Internetserviceprovider Strato
geht es in die nächste Runde. Nachdem Strato Network Solutions geschäftsschädigendes Verhalten vorgeworfen hat,
stellt der US-Konzern in einer Stellungnahme da, dass die Strato-Kunden eigentlich Network Solutions-Kunden seien.
Strato unterbindet dies nun mit einer Einstweiligen Verfügung.
Damit ist die Verwirrung komplett. Network Solutions behauptet, dass der Vertrag über die Registrierung einer
Domain nicht zwischen Strato und dem Kunden, sondern zwischen dem Kunden und Network Solutions zustande gekommen
sei. Strato habe lediglich als Vermittler gearbeitet. Da der Vertrag zwischen beiden Unternehmen am 2. Januar diesen
Jahres ausgelaufen sei, würden die Domains bei Network Solutions bleiben. „Die Kunden haben die vollständige
Kontrolle über die Registrierung ihrer Domainnamen“, sagte Champion Mitchell, CEO von Network Solutions.
„Falsch“ – teilte Strato unserer Nachrichtenredaktion mit. Der Kunde habe Strato mit der Registrierung der Domains
beauftragt und deswegen übernehme man auch weiterhin die Verwaltung der Internetdomains. Strato erwirkte am heutigen
Montag vor dem Berliner Landgericht eine Einstweilige Verfügung gegen das US-Unternehmen. „Wir sind die
Cowboy-Methoden von Network Solutions endgültig leid“, sagte Rochus Wegener, Aufsichtsrat und Vorstandsmitglied der
Strato-Muttergesellschaft Teles AG. Network Solutions versuche weiter, massiv die Strato-Kunden abzuwerben. Auch
für US-Unternehmen gelte das deutsche Wettbewerbsrecht, so Wegener weiter. Der Kunde entscheide, wer die Domains
verwalte. Und Network Solutions versuche den Kunden durch seine Mails zu verunsichern, so Wegener.
Network Solutions schrieb zu Beginn des Jahres alle Strato-Kunden an, die .com-, .net- und .org-Internetadressen
registriert hatten und richtete diesen einen Kundenzugang ein. Die Konsequenz scheint auf der Hand zu liegen: Der
Streit um die 300 000 Domains ist wahrscheinlich millionenschwer und dürfte in einem Prozess enden.
geht es in die nächste Runde. Nachdem Strato Network Solutions geschäftsschädigendes Verhalten vorgeworfen hat,
stellt der US-Konzern in einer Stellungnahme da, dass die Strato-Kunden eigentlich Network Solutions-Kunden seien.
Strato unterbindet dies nun mit einer Einstweiligen Verfügung.
Damit ist die Verwirrung komplett. Network Solutions behauptet, dass der Vertrag über die Registrierung einer
Domain nicht zwischen Strato und dem Kunden, sondern zwischen dem Kunden und Network Solutions zustande gekommen
sei. Strato habe lediglich als Vermittler gearbeitet. Da der Vertrag zwischen beiden Unternehmen am 2. Januar diesen
Jahres ausgelaufen sei, würden die Domains bei Network Solutions bleiben. „Die Kunden haben die vollständige
Kontrolle über die Registrierung ihrer Domainnamen“, sagte Champion Mitchell, CEO von Network Solutions.
„Falsch“ – teilte Strato unserer Nachrichtenredaktion mit. Der Kunde habe Strato mit der Registrierung der Domains
beauftragt und deswegen übernehme man auch weiterhin die Verwaltung der Internetdomains. Strato erwirkte am heutigen
Montag vor dem Berliner Landgericht eine Einstweilige Verfügung gegen das US-Unternehmen. „Wir sind die
Cowboy-Methoden von Network Solutions endgültig leid“, sagte Rochus Wegener, Aufsichtsrat und Vorstandsmitglied der
Strato-Muttergesellschaft Teles AG. Network Solutions versuche weiter, massiv die Strato-Kunden abzuwerben. Auch
für US-Unternehmen gelte das deutsche Wettbewerbsrecht, so Wegener weiter. Der Kunde entscheide, wer die Domains
verwalte. Und Network Solutions versuche den Kunden durch seine Mails zu verunsichern, so Wegener.
Network Solutions schrieb zu Beginn des Jahres alle Strato-Kunden an, die .com-, .net- und .org-Internetadressen
registriert hatten und richtete diesen einen Kundenzugang ein. Die Konsequenz scheint auf der Hand zu liegen: Der
Streit um die 300 000 Domains ist wahrscheinlich millionenschwer und dürfte in einem Prozess enden.
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