Kann Laufwerk nicht mounten

Domi

Blog Benutzer
Hallo Leute, ich habe da ein kleines Problem. Nach einem Neustart gestern Abend, will mein RAID Laufwerk nicht mehr gemaunted werden. Ich hatte den Server herunter gefahren, habe diesen vom Staub befreit (HP ProLiant Microserver), anschließend wieder in den Keller gebracht und später viel mir auf dass das eine RAID Laufwerk weg ist.

Ist auch nur aufgefallen, weil ich auf das verknüpfte Netzlaufwerk nicht mehr drauf kam. Wenn ich es einbinden will, kommt folgende Meldung.
Code:
root@server:~# mount /dev/md127 /srv/md1
mount: wrong fs type, bad option, bad superblock on /dev/md127,
       missing codepage or helper program, or other error

       In some cases useful info is found in syslog - try
       dmesg | tail or so.
Und im 'syslog' steht dann folgender Eintrag drin...
Oct 18 15:29:19 server kernel: [ 5881.986134] EXT4-fs (md127): bad geometry: block count 1465097424 exceeds size of device (1465064656 blocks)
Wenn ich jetzt mit 'testdisk /dev/md127' auf das Laufwerk zugreife, kann ich mir sogar den gesamten Inhalt anschauen, aber ich kann es nicht dazu bewegen gemounted zu werden.

Der Typ ist ein ext4 und via 'testdisk' könnte ich nun die Daten von dem einen RAID auf das andere RAID (habe 2x RAID 1 im Würfel) verschieben. Aber wenn es einen Trick gibt, dass ich das Laufwerk einfach wieder einbinde kann, wäre das toll. Mit 'e2fsck -b block_nummer /dev/md127' habe ich auch schon versucht den superblock (glaube so war der Name) wiederherzustellen, doch auch das hatte keinen Erfolg gebracht.

Gibt es da noch eine Lösung / Idee die ich durchführe könnte, oder muss ich die Daten weg schaufeln, mit ext4 neu formatieren und die Daten zurück schaufeln, oder gibt es da noch einen einfacheren Trick?

Gruß, Domi
 

Domi

Blog Benutzer
Das ist dieses "ich habe nichts gemacht" Szenario. Als IT Administrator und IT Dienstleister ist meine erste Frage "was haben Sie denn gemacht?", aber in diesem Fall wurde der kleine Würfel nur mit 'poweroff -h' herunter gefahren, entstaubt und dann wieder in den Keller gebracht und wieder angeschlossen :rolleyes:

Ich bin nämlich einer der letzten der sagt "ich hab nichts gemacht", aber hatte vor ein paar Wochen auch das Phänomen was ein Kunde hat und keiner weiß woher das kommt... nämlich, dass Windows 10 von jetzt auf gleich 2 Minuten und irgendwann 20 Minuten zum starten braucht :rolleyes:

Ich habe auch mit 'mdadm --stop /dev/md127' und einen 'mdadm --create' versucht wieder alles zusammen zu bauen. Aber das scheint nicht das Problem zu sein, denn das funktioniert. Wenn ich 'cat /proc/mdstat' öffne, synchronisiert er die HDDs wieder, aber das "RAID Laufwerk" kann ich nicht einhängen.

Es handelt sich dabei um eine WD RED mit 6 TB Größe und beim anlegen hatte ich 0 100% angegeben, weil ich die volle Größe des Datenträgers nutzen wollte.

Gruß, Domi
 

Joe User

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Unabhängig von Deinem Problem sollte man `mount` immer die Option '-t <fstype>' mitgeben, denn der Kernel macht gerne mal Fehler beim Raten/Parsen.

Ansonsten wäre wichtig zu wissen, mit welchem Tool+Version und welchen Optionen das Ext4 angelegt wurde und mit welchen Optionen es nun gemountet werden soll.
 

Domi

Blog Benutzer
Den Befehl 'mount -t ext4' kenne ich, war mir aber nicht bewusst das man das präferieren sollte beim mounten. Werde mir das mal hinter die Ohren schreiben, hatte aber schon versucht das Laufwerk zu mounten indem ich durch den Parameter 'type' sage das es sich um ein ext4 handelt und das wollte auch nicht.

Aktuell gibt es Ubuntu 18.04 LTS, und vorher war dort 16.04 LTS drauf, wenn ich mich nicht irre... könnte sogar 14.04 LTS gewesen sein und aufgebaut habe ich es nach dieser Anleitung. Die habe ich mir irgendwann mal in meinen Lesezeichen hinterlegt :D

Und dort wurde ja 'mkfs.ext4' verwendet. Aktuell ist ein Debian Stretch (seit März) installiert, kann aber sein das ich doch wieder Ubuntu Server in der aktuellsten Version installieren werde. Muss nur gucken, ob meine Unifi Programme jetzt in den Paket Quellen enthalten sind.

Aber das wäre erst einmal der IST-Zustand.

Gruß, Domi

Nachtrag: So, da ich das kleinere RAID 1 auf dem Proliant zum laufen bekommen habe (hab es einfach neu aufgebaut) habe ich dann der Hilfe von 'testdisk' diverse Daten zurück gesichert. Ist nichts weltbewegendes dabei gewesen, einiges war sogar defekt, dann hab ich das RAID 1 mit den größeren Platten neu aufgebaut und nun läuft wieder alles. Ich habe sogar noch einen LSI 9260CV-8i Controller hier liegen. Den könnte ich in den Microserver einbauen und ein Hardware RAID erstellen, wüsste allerdings gerade keine Vorteile gegenüber dem Software RAID mit 'mdadm'. Das war es auch erst einmal von mir, ich wollte nur einen aktuellen Status von mir geben.
 
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