Heimserver 64GB Ram mit sparsamer CPU

gnibold

New Member
Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach einem Homeserver mit 64 GB Ram, 2 Sata Anschlüssen und Stromsparender CPU.
Also das Gesamtsystem sollte sehr wenig Strom brauchen, da es 24/7 läuft. ich dachte da an die Intel U Reihe oder an einen Atom oder Celeron.
Kann da jemand was empfehlen?

Bei meiner Suche bin ich auf Supermicro Socs gestoßen, aber die sind mit Konfiguration weit über 1000€.
GIbt es da günstigere Alternativen? Müsste auch nichts neues sein ;)


Danke für die Antworten ;)
 

marce

Well-Known Member
Was soll der Server denn servern? Weil je nach dem bist Du mit Atom und anderen "Spar-CPUs" gern in einem Bereich, wo das Ding so sparsam ist, daß man es auch gleich ausschalten will...

Preis-Leistung-Sparsamkeit - ggf. lohnt sich ein Blick Richtung AMD-Ryzen-Notebook-Schiene...
 

gnibold

New Member
Ich möchte das für verschiedene Dinge nutzen: Gitlab als Git Repo, Buildserver für Software (wobei mir da die Buildzeiten egal sind) und als Kubernetes für verschiedene Docker Container, auch ohne wirkliche CPU Last. Bei den Ryzen Notebool Prozessoren habe ich geschaut, die sehen wirklich interessant aus. Nur wo kann man die ohne ganzen Laptop als customized System kaufen?
 

reccon

Member
Hallo Gnibold

Ich hatte ähnliche Anforderungen an meinen Home-"Server" und habe mich für einen Intel NUCi5 entschieden.
Der ist klein, leise, sparsam und bezahlbar.
Ich virtualisiere darauf diverse Maschinen und habe die Anschaffung bisher nicht bereut.
 

Thunderbyte

Moderator
Staff member
64GB ist mit Atoms / Celerons nicht zu machen, die unterstützen schlicht nicht so viel. Davon abgesehen passt das auch nicht zusammen: wenn Du so viele Anwendungen laufen lassen willst, dass 64GB voll werden, dann brauchst Du dafür auch mindestens 8 Kerne oder mehr (imho), sonst ist jede einzelne Anwendung kaum zu gebrauchen.

Altes Credo: "wer billig kauft, kauft 2x" gilt auch hier. Wenn Du einen Homeserver mal hast, wirst Du ihn auch für mehr und mehr verwenden.

Modernere CPUs, mit mehr Wumms, müssen nicht wirklich viel Strom verbrauchen, wenn sie die meiste Zeit rumidlen sind sie bei einem Bruchteil der TDP.

Ein NUC hat sicher seine Daseinsberechtigung, wenn man allerdings wachsen will, ist das Ding sofort am Ende. Daher würde ich eher mindestens einen Midi Tower empfehlen.

Was man durchaus gleich mit einem Homeserver kombinieren kann, ist der Aufbau eines NAS. Hier finde ich Unraid ( https://unraid.net/de ) durchaus nett, weil das Nicht-Raid eben nicht erfordert, dass beim Lesen alle Platten laufen, sondern nur die, auf denen die Daten sind. Bei einem typischen Homeserver kann ein solches NAS auch mal 8 Platten haben, wenn die aber 90% des Tages nicht laufen, brauchen die zusammen vielleicht 4 Watt im Spindown.
 

d4f

Kaffee? Wo?
und als Kubernetes für verschiedene Docker Containe
Kubernetes hat eine nicht vernachlässigbare Grundlast, auch was CPU angeht. Insbesondere wenn du mit Erweiterungen/Supersets (OKD4,...) arbeitest. Einige Kubernetes-Distros (bspw microK8s) sind für stop/start gedacht, aber dann ist die ganze Statemachine-Logik von Kubernetes flöten.

Maximale Leistungsaufnahme ist nicht alles. Eine verkrüppelte Atom-CPU braucht um Grössen länger um die gleiche Aufgabe ab zu arbeiten und ist im Endeffekt also nicht unbedingt sparsamer. Wie bereits andere angaben, wäre ein System mit Laptop-CPU sinnvoller als Atom-CPU's.
Celeron sind nicht unbedingt energiesparend, es hängt davon ab ob sie auf Atom basieren oder eine zesummengestutzte Core-Architektur.

Falls du gerne bastelst, so sind Laptops mit gebrochenem Bildschirm teilweise günstig zu haben oder under Freunden auffindbar. Oberen Deckel abbauen, für vernünftige Luftzirkulation sorgen und fertig. Bestenfalls wäre noch ein Laptop mit DVD-Laufwerk, also 2 Sata-Anschlüssen, und wechselbarer RAM, 64GB wirst du allerdings nicht einfach so finden.

Anmerkung; mein Ryzen 3600 Homeserver zieht im Schnitt unter Normallast etwa 65Wh auf Primärseite, davon ca 3x5W für die Festplatten.
Das ist weniger als die TDP von nur der CPU, geschweige von GPU, Netzteilverlust, Lüfter, Mainboard, ...

Im Jahresmittel sind das 570KWh, also knapp 100€. Mit einem Laptopsystem würdest du über Daumen gepeilt 20-30W sparen können, also 37€. Unter Berücksichtigung der Nachteile und generell höherer Kosten bei limitierten Systemen, müssen deine Strompreise deutlich über meinen 17C/kWh liegen.
 

gnibold

New Member
mein alter Rechner (6800k) ohne Graka und 2 ssds braucht 85 Watt im Idle. Bei einem Strompreis von 30 Cent ist mir das zuviel .
Evtl. wäre ein Rasberry Pi Cluster noch eine Alternative, dummerweise gibt es den 4er nur mit max. 8GB Ram und der 5er ist noch nicht angekündigt. Naja dann werde ich mal nach Laptops schauen.

Vielen Dank für die Antworten
 

Thunderbyte

Moderator
Staff member
"Alte Rechner" sind oftmals nicht die beste Option für energiesparende Homeserver, da diese häufig eine CPU mitbringen, die mit größerer Strukturbreite gefertigt wurde und daher relativ zur Performance mehr Energie verbraucht als neuere CPUs mit kleiner Strukturbreite.

Es kann sich energetisch sehr lohnen, sich einen neuen Computer zusammenzubauen (verkauf doch lieber Deine alten Teile).

Der Intel Core i7-6700k (einen 6800k gibt es nicht) verbraucht mit 14nm Strukturbreite mehr Energie und bietet dabei nur die Hälfte der Leistung des, von d4f genannten Ryzen 3600, der mit 7nm (die Häfte!) Strukturbreite deutlich energieeffizienter (und dabei noch günstig) ist: https://www.cpubenchmark.net/compare/Intel-i7-6700K-vs-AMD-Ryzen-5-3600/2565vs3481 .

Ein "Rasperry Pi Cluster" kostet auch bald so viel wie eine moderne, energiesparende CPU in einem energiesparenden System (da gehört z.B. auch noch ein effizientes Netzteil dazu), ist aber halt sowohl was die CPU Leistung als auch RAM oder IO betrifft lächerlich schwachbrüstig.
 

d4f

Kaffee? Wo?
mein alter Rechner (6800k) ohne Graka und 2 ssds braucht 85 Watt im Idle.
Intel 14nm Prozessoren sind keine Stromsparwunder. 85W finde ich aber dennoch recht hoch für Leerlauf.
Bei Wahl des K ist vermutlich ein "Gaming"-Mainboard enthalten, die Stromsparschraube durch Undervolting und Komponentenoptimierung wäre durchaus gehbar, aber man ist halt auf dem technischen Stand von vor 6 Jahren.

Evtl. wäre ein Rasberry Pi Cluster noch eine Alternative
Ich bin mir noch immer nicht sicher was du eigentlich machen willst, aber der Leistungsunterschied zwischen Desktop und RPI ist genau so enorm wie der Stromunterschied. Bei einem RPI Cluster brauchst du generell noch externen Speicher... handelsübliche 2bay-NAS schlagen mit bis 30W zu Buche was dann den Vorteil doch stark relativiert.
 

tomcat8

New Member
Bei einem RPI Cluster brauchst du generell noch externen Speicher... handelsübliche 2bay-NAS schlagen mit bis 30W zu Buche was dann den Vorteil doch stark relativiert.
Wieso denn gleich ein NAS?
Ich habe als Heim-Server zwei RPI (4 und 8GB) sowie einen Nano-PC im Einsatz.
Beim Nano-PC wird einfach ein NVME-Riegel auf die Rückseite gesteckt.
Ein Raspi hat eine externe SSD am USB-3-Port; dient gleichzeitig dem Datenaustausch.

Das Ganze ist mein Heim- Test- und Demo-Server und auch aus dem Internet erreichbar.
Natürlich wird das kein Hochleistungssystem, aber was hier halbwegs performant funktioniert, sollte auf einem richtigen Server flott unterwegs sein.

(Das mit dem NVME beim Nano-PC sieht zwar elegant aus, ist aber trotzdem langsamer als die externe SSD beim Raspi)
 

Thunderbyte

Moderator
Staff member
Puh. Keine Redundanz (Raid1,5,6), unsichere USB Verbindungen, ziemlicher Hack das ganze. Wichtig dürfen einem die Daten darauf nicht sein. Ein stabiles, sicheres System sieht anders aus. Und performant ists auch nicht, kostet aber ordentlich Geld. Wieso kauft man sich ne NVMe SSD, die Potential für extrem gute Performance hat und verkrüppelt das Ding dann so?
 

MadMakz

Member
Pi ist Kinderkram. Habs lange genug Probiert. Zum Spielen (Cluster) od. Automatisieren toll, für etwas sicheres und performantes aber Müll. Ich setzte nur noch auf HP ML und Microserver mit 35-45W CPU damit es bei der deutschen Strom-Abzocke, die einfach nicht mit der IoT Zeit geht, zuhause noch bezahlbar bleibt.
 

gnibold

New Member
"Alte Rechner" sind oftmals nicht die beste Option für energiesparende Homeserver, da diese häufig eine CPU mitbringen, die mit größerer Strukturbreite gefertigt wurde und daher relativ zur Performance mehr Energie verbraucht als neuere CPUs mit kleiner Strukturbreite.

Es kann sich energetisch sehr lohnen, sich einen neuen Computer zusammenzubauen (verkauf doch lieber Deine alten Teile).

Der Intel Core i7-6700k (einen 6800k gibt es nicht) verbraucht mit 14nm Strukturbreite mehr Energie und bietet dabei nur die Hälfte der Leistung des, von d4f genannten Ryzen 3600, der mit 7nm (die Häfte!) Strukturbreite deutlich energieeffizienter (und dabei noch günstig) ist: https://www.cpubenchmark.net/compare/Intel-i7-6700K-vs-AMD-Ryzen-5-3600/2565vs3481 .

Ein "Rasperry Pi Cluster" kostet auch bald so viel wie eine moderne, energiesparende CPU in einem energiesparenden System (da gehört z.B. auch noch ein effizientes Netzteil dazu), ist aber halt sowohl was die CPU Leistung als auch RAM oder IO betrifft lächerlich schwachbrüstig.
Doch den 6800k gibt es :D ist wie der 6700k nur als 6 Kerner. Siehe https://ark.intel.com/content/www/u...6800k-processor-15m-cache-up-to-3-60-ghz.html
Aber ja ich stimme zu, rein energetisch ist das ne einzige Katastrophe bei dem deutschen Strompreis.
 
64GB ist mit Atoms / Celerons nicht zu machen, die unterstützen schlicht nicht so viel.
Das würde ich so jetzt nicht unterschreiben. Die C-Serie der Atoms verträgt durchaus 128-256 GB RAM ;-)


Hängt natürlich auch vom Chipsatz ab. Bzw. gibt es diese Serie normalerweise eh nur als SoC.

Und da sind wir dann schnell beim Thema hoher Preis, den der TE bereits bemerkt hat.
 
Last edited:
Nicht jeder braucht einen Ferrari für den Weg zum Bäcker :D

Sooooo schlecht finde ich die C-Serie nicht. Vom Preis-/Leistungsverhältnis vielleicht nicht die erste Wahl, aber dennoch interessant.

Die 256 GB RAM sind vielleicht etwas idiotisch, aber immerhin mehr als die üblichen 8-16 GB, die bei Atom und Celeron CPUs oftmals das Maximum sind.
 
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