Fujitsu Primergy RX300 S1 - SCSI SCA 80Pin (Ultra-320)

___elvis___

New Member
Ich habe hier einen Fujitsu Primergy RX300 S1 der mit sechs SCSI SCA 80Pin (Ultra-320) ausgestattet ist.

Zwei 72GB Fujitsu Siemens MAP3735NC-U4 und vier 147GB SEAGATE ST3146855LC Cheetah 15K.5

Jetzt kenn ich mich mit SCSI im Vergleich zu SATA bzw. zu den Schreib/Lesegeschwindigkeiten von SSDs nicht wirklich aus. Wie verhält sich das? Sind die Dinger ausreichend schnell das das System performant auch in 2020 läuft?

Ich hab den Server für ein schmalen Taler bekommen und würde ihn jetzt entsprechend mit anderen HDDs bestücken wenn das zum einen Sinn macht und zum anderen überhaupt geht. Kann ich in dem Ding ohne sonstigen Controller überhaupt SATA HDD´s nutzen?

Zusätzlich ist ein weiterer Controller verbaut (siehe Bilder) Ein Adaptec SCSI Raid 2020ZCR

Das Mainboard ist ein S26361-D1409 (siehe Foto).

Danke für die Aufklärung, gern auch Links zum lesen.
 

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Firewire2002

Registered User
Da andere Platten rein zu bekommen wird nur mit Gefrickel möglich sein: Zusätzlicher SATA Controller, Backplane ausbauen und Einschübe direkt verkabeln.
Ob das System mit SCSI Platten "performant" läuft, hängt von der Verwendung ab. Idlen kann jeder Server ziemlich performant. ;)

SCSI Platten nach zu kaufen ist verdammt teuer. Deren Preise pro Gigabyte liegen weit über dem von SSDs. Ausser du hast Glück sie irgendwo noch gebraucht kaufen zu können. Sequentieller Datendurchsatz ist bei HDDs eh nur marginal unterschiedlich. Zwischen 60 und 120MB/s schaffen sie schon. HDDs waren schon immer langsamer als die Schnittstelle an der sie hängen. ;)

Ein Stromfresser ist der Server auch. Ein Intel NUC oder was vergleichbares von Zotac mit ner SSD drin hätte vermutlich mehr Leistungsreserven bei deutlich geringerem Stromverbrauch als so ein RX300S1.
Ich hoffe du hast nicht mehr als den Wert des 25kg Altmetalls bezahlt.
 

danton

Debian User
Das System dürfte so ca. 15 Jahre alt sein. Entsprechend hat es nur PCI-Steckplätze und damit kann die Performance selbst von SATA-SSDs nicht mal ansatzweise ausgenutzt werden (PCI schafft nur theoretische 133MB/s, praktisch meist ein paar Prozent darunter). Aktuelle SATA-HDDs können zwar durchaus schneller sein, als die aktuell verbauten SCSI-HDDs, aber aber durch die Limitierung des PCI-Bus dürfte das kaum zu spüren sein. Außerdem bräuchtest du einen PCI-SATA-Kontroller (nicht PCIe), der bootfähig ist und den dein Server akzeptiert (Server sind da gerne mal sehr anspruchsvoll). Und die Backplane ist auch nur für SCSI ausgelegt und müsste raus.
Auch das komplette I/O-System drumherum ist deutlich langsamer als bei halbwegs aktuellen Einsteiger-CPUs. Desweiteren dürfte es schwer werden, da noch ein halbwegs aktuelles Betriebssystem drauf zu installieren.
Dahe ist mein Rat: Weg mit dem Ding und was aktuelleres holen.
 

marce

Well-Known Member
Oh man, als wir damals unseren (doch einigermaßen aktuellen - max. Alter der Server 3 Jahre) Elektroschrott loswerden wollten wollte ihn niemand haben - hätte ich gewusst, daß man einfach nochmals 10 Jahre warten muss um das Zeugs versilbern zu können...
 

___elvis___

New Member
Oh man, als wir damals unseren (doch einigermaßen aktuellen - max. Alter der Server 3 Jahre) Elektroschrott loswerden wollten wollte ihn niemand haben - hätte ich gewusst, daß man einfach nochmals 10 Jahre warten muss um das Zeugs versilbern zu können...
Das Problem ist, du wolltest bestimmt noch zuviel dafür :)
 
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