Frage, Terra Server 1030 G3

Domi

Blog Benutzer
Hallo Leute, bei einem Kunden von mir steht seit Jahren ein HP Proliant ML110 Gen 7 auf dem jetzt ein Windows 2016 Essentials Server installiert wurde. Am liebsten wäre es mir, die Kisten direkt auszutauschen aber der Kunde möchte eigentlich noch kein Geld in die Hand nehmen.

Der Proliant hat ein Onboard RAID Controller an dem ein SAS-SFF Kabel mit 2x Samsung SSDs und 2x WD HDDs hängen. Der Controller scheint mit den SSDs Probleme zu haben, obwohl auf dem Gehäuse ein SSD Ready Aufkleber klebt. Aufgefallen ist mir das ganze nur, weil ich die Geschwindigkeit des RAID 1 der SSDs und der HDDs getestet habe und das RAID 1 mit den SSDs ist unterdurchschnittlich langsam, und dass ist noch nett ausgedrückt.

Aufgebaut wurde das Teil vor mir und der Kunde meint "so lange steht das Teil noch nicht hier" wobei das auch immer relativ ist und es das ganze nicht einfacher macht, dem Kunden zu sagen "hey, dein Server ist scheiße, du brauchst einen neuen", oder eben mit einer freundlicheren Wortwahl :D

Mein Gedanke wäre nun, dem Kunden über kurz oder lang zu erklären, dass eine neue Hardware her muss und da dachte ich an den Terra Server 1030 G3 von Wortmann.

Der Xeon dürfte gefühlt für 100 Jahre ausreichend sein, 16 GB Ram sind auch passend. Eine Windows 2016 Server Lizenz ist vorhanden, diesen würde ich auch auf das System aufspielen, allerdings ist die Frage ob sich jemand schon mal mit den Geräten befasst hat?! Denn in der Beschreibung von Wortmann steht "RAID 1 - werkseitig konfiguriert", wenn das auch wieder ein Onboard RAID ist, würde mich interessieren wie zuverlässig dieses funktioniert? Vor allem in Kombination mit SSDs, falls noch zwei SSDs im RAID 1 für das System selbst hinzugefügt werden.

Über Informationen und Tipps wäre ich dankbar. Denn bei dem Preis könnte das System doch eine gute Kombination bieten.

Gruß, Domi
 

DrLecter

New Member
Von mir betreute Systeme (setze beim Kunden seit 2009 Terra Kisten ein):
1 Terra Server (Standfloor) von 2010 (Migration in Planung, die 2 Server von 2009 sind schon abgelöst).
2 Terra Server im Rack und dazu dann einen ganzen Haufen Desktop Systeme (von ganz klein bis Standard Bürokisten). Bis jetzt hatte ich in einem alten Server einen Plattenausfall und ein Lüfter aus dem Rackserver lief etwas unrund. Beides durfte ich selber in Absprache mit dem Systemhaus tauschen (da es kein großer Akt war). Bei 2 oder 3 Netzteile (die Kisten liefen teilweise 24/7). was bei der Anzahl zu vernachlässigen ist, hatte ich keine Probleme mit den Kisten.
Die alten Server hatten alle Onboard Raids. In der Regel kommen ASUS Boards zum Einsatz. Ich hatte mit den Raids keine Probleme. Mit SSDs habe ich das aber nie getestet.
Was den nachträglichen Einbau betrifft: Das solltest du bzgl. der Garantie mit absprechen. Bei der Garantie solltest du vielleicht auch eine Erweiterung überlegen (vor Ort Service, einbehalten der Medien usw.). Bei uns hielt sich das preislich immer im Rahmen.
 

Domi

Blog Benutzer
Nabend, der Hinweis bezüglich der Garantie ist gut... das wäre natürlich ärgerlich, wenn ich dort keine weiteren Festplatten (egal ob nun HDD oder SSD) einbauen dürfte, weil man sonst ein Garantie-Siegel kaputt macht...

Beim Kunden vor Ort sind zwar nur Consumer SSDs, aber es wären halt 2x 512GB SSD die ich dann in den Server klemmen und in ein RAID 1 bringen würde. Auf die SSDs würden dann der Windows Server sowie der Kerio Mail-Server kommen, damit diese Zugriffe recht flott sind.

Das ist zwar nur ein kleines Büro mit weniger als 10 Mitarbeiter, aber für die wäre es ausreichend. Bei uns im Büro wo ich hauptberuflich arbeite, steht ein Fujitsu Primergy von 2009 der gefühlt immer noch im Tiefschlaf ist bei dem was er tut und wir sind 15 Personen :D
 

danton

Debian User
Denn in der Beschreibung von Wortmann steht "RAID 1 - werkseitig konfiguriert", wenn das auch wieder ein Onboard RAID ist, würde mich interessieren wie zuverlässig dieses funktioniert?
Ein kurzer Blick in die technischen Daten des Servers zeigt, dass dort ein ASUS P10S-X Server-Mainboard verbaut ist. Dieses hat keinen speziellen Hardware-RAID-Controller on Board, sondern verwendet nur die RAID-Funktionen des Intel C232 Chipsatzes für SATA-Endgeräte. Damit handelt es sich letztendlich um ein Software-RAID, welches vom UEFI des Mainboards und dem Intel-Treiber bereitgestellt wird. Diese Dinger vereinen primär die Nachteile von Software-RAID und Hardware-RAID, haben aber außer dem "bereits da"-Faktor eigentlich keinen Vorteil.
 

Domi

Blog Benutzer
Moin, dass Mainboard hatte ich mir schon mal angeschaut... aber die genaueren Details von dem Brett habe ich mir nicht genauer angeschaut. Schande über mein Haupt :eek:

Dann ist damit erst einmal alles geklärt und ich bedanke mich.

Gruß, Domi
 
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