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Frage, Debian oder Ubuntu als Clientsystem mit grafischer Oberfläche

Domi

Blog Benutzer
Moin, ich hätte da mal eine kleine Frage... klar, wir sind hier im "Server" Supportforum, aber hier unter uns sind mit Sicherheit auch welche die Linux als Cleint Umgebung verwenden. Ich setze an sich auch nur Windows auf Clients oder Notebooks ein, überlege aber ob ich auf meinem Lenovo ThinkPad X270 ein Debian oder Ubuntu einsetze... alternative wäre auch CentOS, müsste mich da aber erst mit Yum vertraut machen und schauen wo die bessere Auswahl an Paketen / Repositories ist.

Besitzt hier jemand z.B. ein ThinkPad und kann mir was bezüglich Treiberkompatibilität etc. sagen? Es wäre schon toll, wenn die Bluetooth Schnittstelle wegen meiner Maus funktionieren würde, dann kann ich den USB Dongle einsparen. Ich hätte auch noch von Ross-Tech ein VCDS zum Fehlerspeicherauslesen für Fahrzeuge des VW Konzerns. Direkte Software gibt es wohl nicht dafür, müsste ich dann vermutlich mit Wine arbeiten oder mittels Windows Virtualisierung durch schleifen, oder sehe ich das falsch!?

Bei der grafischen Oberfläche bin ich mir auch noch nicht so sicher, ob KDE, Xfce, Gnome etc., gibt es da von eurer Seite auch "Pro" und "Contra" oder Tipps?

Natürlich könnte man nun auch alles durch probieren und durch spielen, aber ich höre mir auch gerne ein paar Erfahrungen an. Falls es hilft, diese leichte "Aero Glas" Oberfläche vom Windows 7 fand ich ganz nett, genauso wie dieses leicht transparente von den "Kali" Live Systemen, die es da so gibt.

Gruß, Domi
 

danton

Debian User
Auf einem alten Netbook habe ich Debian installiert, das ist aber der Tatsache geschuldet, dass es nur einen 32bit Atom-Prozessort hat. Ansonsten würde ich im Desktop-Umfeld Ubuntu nehmen (nicht LTS, sondern alle 6 Monate aktualisieren) - da ist die Hardware-Unterstützung für aktuelle Hardware besser. Ob du KDE, Gnome oder XFCE nimmst, ist erst mal Geschmacksache, bei schwacher Hardware XFCE oder LXDE. Aber der X270 sollte genug Rechenleistung haben und bei einem aktuellen Ubuntu sollte es die Hardware auch recht problemlos laufen.
Bezüglich VCDS: Das ist meines Wissens eine reine Windows-Software. Da musst du ausprobieren, ob es mit Wine funktioniert oder ob du noch ein virtuelles Windows benötigst.
 

Thunderbyte

Moderator
Staff member
Wer gerne ein unixoides Basissystem auf seinem Laptop hat, sollte sich ein MacBook holen. ;) Da kann man mit https://brew.sh/index_de auch alle geläufigen Pakete installieren.

Auf vorhandenen Laptops: ja, würde ich auch Ubuntu empfehlen, Debian ist für Server sehr stabil, für Laptops aber zu weit hinten mit den Paketversionsständen und Hardwareunterstützung.
 

Domi

Blog Benutzer
sollte sich ein MacBook holen.
Einmal ThinkPad, immer ThinkPad... da kann ein MacBook noch so toll sein, den angebissenen Apfel supporte ich irgendwie nicht. Dazu kommt, der TrackPoint in den ThinkPads ist für mich Gold wert :)

Das Argument zum Ubuntu (nicht LTS) klingt plausibel. Auf meinem alten X220 hab ich Debian drauf. WLAN wollte zwar erst nicht funktionieren, aber komplett Anfänger bin ich nun auch nicht... zumindest Linux allgemein :D

Muss dann halt nur mal step by step schauen, mit welchen alternativen Programmen ich dann arbeiten werde / muss. Windows hat halt den einen oder anderen "schnellen" Vorteil, aber da es wirklich nur mein "Arbeitsknecht" ist, kann da auch ein stabiles Linux drauf :)
 

DeaD_EyE

Blog Benutzer
Zum Arbeiten verwende ich Ubuntu + KVM für die Virtualisierung.
Funktioniert seit mehreren Jahren ganz gut auf den Laptops, die ich bis jetzt hatte.

Zum Spielen nutze ich Arch Linux.
 

Nobby

Unwichtig
Ich fahre ganz gut mit Debian auf dem Laptop, läuft sehr gut.

Ansonsten bin ich aber doch viel lieber mit macOS unterwegs^^
 

Domi

Blog Benutzer
Auf meinem alten X230i hab ich mir mal das Ubuntu (nicht LTS) in einer der aktuelleren Versionen installiert und bin schon mal begeistert, dass dieses von vornherein den Fingerabdruck Sensor sowie das Bluetooth Modul im Notebook erkannt hat. Ich will nichts heraufbeschwören, aber unter dieser Prämisse könnte es auch mit dem X270 klappen :D

Das einzige was mich noch ein wenig stört ist diese leicht "Tablet" mäßige Oberfläche, aber vielleicht hätte ich meine Installation von Anfang an selbst anpassen sollen. Bin erst einmal auf dem Gerät die Installation ganz normal durch gegangen um zu schauen, ob es im Vergleich zu dem Debian (welches ich installiert hatte) auch alles erkennt (oder mehr / weniger), doch es hat auf Anhieb geklappt.

Zumindest wäre es wirklich eine Option, denn mein X230i als auch mein X270 sind ja eigentlich nur zum "Arbeiten" da. Sogar Nextcloud ist sofort mit dabei, somit kann ich es direkt mit meinem eigenen Server koppeln / verbinden. Auch der YubiKey hat sofort funktioniert, was auch sehr löblich ist :)

Mehr fällt mir sonst (aktuell) nicht ein. Das eine oder andere "Problem" wird sich vermutlich auch erst während des "Arbeitens" herausstellen. Für Office muss ich mal gucken, ob ich mit Libre Office warm werde (denke aber schon), und dann mal gucken was noch so auf mich zu kommt. Und bezüglich des VCDS, vielleicht installiere ich VirtualBox, virtualisiere ein minimales Windows und arbeite darüber :)
 
Wer gerne ein unixoides Basissystem auf seinem Laptop hat, sollte sich ein MacBook holen. ;) Da kann man mit https://brew.sh/index_de auch alle geläufigen Pakete installieren.

Auf vorhandenen Laptops: ja, würde ich auch Ubuntu empfehlen, Debian ist für Server sehr stabil, für Laptops aber zu weit hinten mit den Paketversionsständen und Hardwareunterstützung.
Definitiv, ich habe es niemals bereut auf Apple umzusteigen. Apple ist meiner Meinung nach jeden cent wert.
 

d4f

Kaffee? Wo?
Definitiv, ich habe es niemals bereut auf Apple umzusteigen. Apple ist meiner Meinung nach jeden cent wert.
Philosophische Frage beiseits, hat der TE spezifiert dass er kein Macbook will.
Davon abgesehen sind meine IC-Lötfähigkeiten nicht ausreichend für ein kleines Ram-Upgrade bei aktuellen Macbooks.

Wie Thunderbyte bereits beschreibt, Debian ist schlicht zuviel auf Stabilität und zu wenig auf "moderne" Hardwareunterstützung bedacht um angenehm benutzbar zu sein. Ubuntu oder Linuxmint wären meine beiden deutlichen Favoriten unter den Debian-Deriaten, Fedora im RHEL-Bereich.

Besitzt hier jemand z.B. ein ThinkPad und kann mir was bezüglich Treiberkompatibilität etc. sagen? Es wäre schon toll, wenn die Bluetooth Schnittstelle wegen meiner Maus funktionieren würde, dann kann ich den USB Dongle einsparen.
Ohne jetzt deine spezifische Hardware zu erörtern, Linux/Ubuntu unterstützt erstaunlich viele Geräte out-of-the-box. Man muss sich aber im Klaren sein dass es meist reverse-engineered oder elementare Driver sind und diese weder die effizientesten noch leistungsfähigsten sind. Im Desktopbereich fallen diese Nachteile deutlich weniger auf als in Laptops wo das ganze System genauer abgestimmt werden muss um ein rundes Angebot dar zu stellen.

KDE, Xfce, Gnome etc.,
Gnome hat wohl die grösste Geminschaft, "hübscher" ist aber KDE. Wenn du keine Preferenzen hast, würde ich bei jeder Plattform die entsprechende Default-GUI empfehlen schlicht weil es viel Kopfkratzen ersparen kann.
 

Domi

Blog Benutzer
Definitiv, ich habe es niemals bereut auf Apple umzusteigen.
Moin, ich möchte die Apple Geräte gar nicht schlecht reden, vielleicht klang das auch so... Das sind sie ja gar nicht, aber ich bin selbst kein Fan von den Geräten. Kumpel von mir ist jetzt komplett auf Apple umgestiegen... es fing mit seinen iPhones an, ging dann zum MacBook über und nun hat er sich einen iMac gekauft :) Auch ein Kunde von mir besitzt ein MacBook und wenn er was wissen möchte, ist er mir nicht böse wenn ich nicht sofort eine Antwort habe, aber ich darf mich dann austoben und schauen ob ich es "richten" kann. Aber da gab es bisher nur ein oder zwei mal etwas, sonst laufen die Teile ja auch bedenkenlos :)

Ich hab halt meine ThinkPads und werde immer wieder ThinkPads nehmen, auch wenn Dell oder HP auch so einen Pointing-Stick besitzen... aber ich mag malt die Lenovo Geräte für mich! Und da ich sonst immer nur Linux (Debian, Ubuntu, CentOS) für die Server verwendet habe, dachte ich mir "mal über den Tellerrand gucken und eines der Notebooks damit bespielen", zumal das ja wirklich nur reine "Office" Systeme sind. Sprich, ich bin beim Kunden und möchte was notieren (Word von Libre Office), ich will was am Router nachschauen (Firefox und Co.), ich will mal eben das Netzwerk scannen (Advanced IP Scanner, mal gucken was es für Ubuntu gibt) und das war es schon fast. Natürlich hab ich dann noch VW Fahrzeuge ausgelesen mit VCDS, aber dafür hätte ich neben dem X270 auch das X230i, wo auch ein reines Windows drauf könnte.

Nextcloud ist im Ubuntu gleich integriert, OpenVPN schaue ich mir dann mal an (damit ich in mein heimisches LAN komme, wenn ich auf meinem Unifi Protect etwas nachschauen will), und alternativen zu "Rufus" um ein ISO oder IMG auf einen USB Stick zu packen, wird es da auch geben.

Ohne jetzt deine spezifische Hardware zu erörtern
Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass es zu 100% alles "ad hock" klappt, aber auf dem X230i sah es schon mal gut aus und es funktionierte sogar mehr als ich dachte. Beispiel, Bluetooth, Fingerprintreader, Kamera :) Ob das bei dem X270 auch so ist, werde ich dann sehen. Ich mache nachher erst einmal ein Image meiner Festplatte, falls ich doch wieder "zurück" will. Worüber ich mir noch klar werden muss ist die Struktur der Partitionen.

Vorhin ist mir nämlich noch etwas eingefallen... das wird für den einen eher ein Lacher sein, aber aktuell habe ich ja "Partition C (System)" und "D (Daten)", wobei die zweite Partition unter anderem auch ein paar Sicherungen von C beinhaltet (wenn ich z.B. mal neu installiere), dann ein "Install" Ordner für Programme die sich so angesammelt haben und benutzt werden. Da bin ich mir noch nicht so sicher, wo ich dieses dann unterbringen.

Na klar, mounten kann man es ja nach belieben wo man möchte... es sollte halt nur keine "unsinnige" Sache sein :D Und "home" würde ich jetzt auch nicht zwingend dafür nehmen... aber dass ist auch eher ein "Layer 8" Problem :D Vielleicht landet es auch einfach unter '/mnt/daten' und fertig ist :D
 

Thunderbyte

Moderator
Staff member
Im Prinzip kannst Du Deine zweite Partition hinmounten wo Du willst, Ubuntu würde aber auch schon seinen Standardmount mitbringen, wenn es die zweite Partition erkennt. Wichtig ist natürlich, dass Du sie zweifelsfrei bei der Installation zuordnen kannst und nicht versehentlich die Datenpartition löscht.
 

Domi

Blog Benutzer
Gestern habe ich erst einmal mein Windows 10 gesichert und geschaut wie sich das X270 so mit Ubuntu macht. Hab allerdings den Fehler gemacht, bei der Installation einfach auf "Weiter" zu gehen. Hab ein voll verschlüsseltes LVM erstellt, falls es mal abhanden kommt (war auch bei Windows 10 mit Bitlocker verschlüsselt) und dann hat er mir ein 460 GB großes LVM erstellt und im root eingehängt :D

Ich werde es vielleicht die Tage noch mal neu machen, muss aber mal gucken was aktuell anders ist als beim X230i... als erstes fällt mir auf, dass der Fingerprint Reader nicht erkannt wird (First World Problem), aber das kann ich verkraften. Was mich jetzt noch stutzig macht, wenn ich die automatische Benutzeranmeldung eingeschaltet habe, möchte er dennoch ein Kennwort haben um das "Anmeldeschlüsselbund" zu entsperren.

Da ich für mein Notebook wieder auf Firefox komplett umsteigen werde, muss ich auch mal schauen wie ich das unter Ubuntu 20.10 realisiere, dass ich mit zwei Profilen parallel (Privat und Firma) arbeiten kann. Bei Windows ist das kein Ding, da hab ich zwei Desktop Verknüpfungen hinterlegt, die ich mit dem Parameter "-no-remote" ausführe, aber wie gesagt... das sind nur "Kleinigkeiten"... gibt bestimmt noch mehr Dinge die mir später auffallen, je länger ich damit arbeite :D

Ach ja, und meine Logitech MxAnywhere 2 wollte er über die GUI nicht koppeln, dies hab ich dann via terminal und 'bluetoothctl' durchgeführt :) So hat es doch schon mal einen Vorteil, dass ich mit Linux Servern und Terminal arbeite... dann ist die Konsole nicht ganz so fremd :D

Nachtrag1: So, dass mit dem Firefox hat sich ein wenig geklärt. Dank dieser Anleitung hab ich das Icon im "Dock" angepasst. Ein Nachteil hat das ganze, ich habe nur ein Icon für beide verschiedene Instanzen, glaube aber das war auch ein Problem unter Windows, darum habe ich für privat den Chrome und für Firma den Firefox am laufen.

Nachtrag2: So, nachdem ich heute Mittag mit meinem X230 noch mal xubuntu und kubuntu ausprobiert habe, muss ich sagen, gefällt mir kubuntu sogar noch besser als das Original Ubuntu. Das liegt aber vielleicht auch am KDE, was mehr nach Windows kommt. Da hab ich es auf jeden Fall noch einfacher hin bekommen, mir den Firefox so einzurichten dass ich ihn mit zwei unterschiedlichen Profilen laufen lassen kann :)
 
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