Debian-Installation ausschließlich über SSH?

counteam

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Gibt es eine Möglichkeit, die aktuellste Debian-Version auf einer VServer-Umgebung zu installieren, ohne physischen Zugriff (USB, CD,..) zu haben?

Problem:
Server4You bietet Uraltversionen an, hier ist nur Debian 8 zur Installation möglich.

Ein stepwide-upgrade (8 > 9, 9 > 10, 10 > 11) bereitet einfach zu viele Schwierigkeiten und viel zu viel Aufwand. Hier wird trotz Standardkonfiguration der SSHd immer herausgeschmissen und der Zugriff verwehrt, weil es wohl bei kommenden updates Änderungen am Authentifizierungsverfahren gab.

Gibt es eine Möglichkeit, einen Installer on-the-fly zu starten, der das vorhandene System überschreibt?

Die Platten/Partitionen sollten dabei unberührt bleiben.

Am besten wäre eine Installation, die mich über SSH durch die Installationsschritte führt, wie man es eben kennt. Andernfalls wäre die Frage ob es eine Art target-installation gibt. Man führt diese auf einem anderen Rechner (oder gar im rescue-system, was allerdings ein eingeschränktes Debian7 ist) aus und gibt halt die target machine an.
 

Thunderbyte

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...oder man könnte sich einen vernünftigen Hoster aussuchen, der vernünftige, aktuelle Images per 1-Click und/oder die Möglichkeit bietet ISOs als CD/DVD zu mounten. Solche Hoster bieten i.d.R. auch virtuellen "KVM" Zugriff, so dass man dem System beim Booten zusehen kann.

Nebenbei wirbt S4Y zumindest mit "Debian 10" auf ihrer Website.
 

GwenDragon

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Wenn du nicht schrittweise ein Upgrade machst, läuft du eher in irgendeine Situation, bei der das dist-upgrade fehlschlägt.
 

danton

Debian User
S4Y nutzt für seine einfachen virtuellen Server mit Virtuozzo eine containerbasierte Virtualisierungslöung als Plattform - vermutlich in einer älteren Version, wenn man sich anschaut, welche "topaktuellen" Linux-Distributionen angeboten werden. Da hier kein eigener Kernel installiert werden kann, ist damit zu rechnen, dass Updates auf neuere Versionen von Distributionen immer mehr Probleme machen werden. Debian 8 oder Ubuntu 16.04 als topaktuell zu bezeichnen ist da schon ziemlich frech, beide sind End of Life. Entweder man nimmt ein "Virtual Dedicated Server" Paket (da wird mit KVM virtualisiert und aktuelle Distributionen sind möglich) oder was @Thunderbyte schon geschrieben hat: Einen vernünftigen Hoster suchen.
Anhand der Informationen von der Homepage kann man die virtuellen Server von S4Y nicht mehr ruhigen Gewissens empfehlen.
 

Thunderbyte

Moderator
Staff member
Dies ist ausdrücklich keine Werbung, sondern wenn man schon ein schlechtes Beispiel hat, will man evtl auch ein gutes Beispiel haben. Ich nutze das Angebot selbst, kann und werde mir über andere Anbieter, die ich nicht nutze, keine Aussage erlauben (bis auf S4Y ;) ).

Ich bin schon seit geraumer Zeit mit einigen VServern / "Root"Server (=KVM VServer mit dedizierten Ressourcen) bei Netcup. Das Admininterface bietet all das oben genannte, die Ausstattung an 1-Klick Images ist up to date und reichhaltig und man kann eigene ISOs per FTP hochladen, einlegen und davon installieren. Prinzipiell kann man sogar direkt mit Snapshots arbeiten und diese vermutlich sogar von lokal (wenn man lokal eine KVM Installation hat) mit Anpassungen auf den Hoster transplantieren (ohne das je ausprobiert oder benötigt zu haben). "Innerhalb" des Hosters hüpft man mit den Snapshot easy von einem kleineren auf einen größeren Server (eine Partitionierungs-GParted Live CD gibt es hierfür natürlich auch).

Es gibt auch hier im Forum mehrere Anbieter, die das deutlich besser als S4Y können und ähnliches bieten.
 
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danton

Debian User
Ein gutes Beispiel kann ich auch beisteuern, ich bin seit einigen Jahren zufriedener Kunde bei IP-Projects. Weiterer Vorteil eines der kleineren Anbieter ist, dass dort auch individuelle Lösungen möglich sind (auch wenn ich diese bisher nicht gebraucht habe).
 
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