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Anfrage zu Erfahrungen zu Adaptec RAID-Adapter 71605Q u. Samsung 850 EVO SSDs

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  #1  
Alt 18.03.2017, 13:41
andreas0 andreas0 ist offline
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Anfrage zu Erfahrungen zu Adaptec RAID-Adapter 71605Q u. Samsung 850 EVO SSDs

Ich beabsichtige mir 4 SSD-Platten von Samsung der Serie 850 EVO a´ 1TB an einem Adaptec RAID-Adapter 71605Q im RAID 10 Verbund zu betreiben. Hat damit in Bezug auf die Zuverlässigkeit und der Performance schon jemand Erfahrungen sammeln können?
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  #2  
Alt 19.03.2017, 09:53
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Guten Tag,

wir haben mit Controllern der 6er und 8er Serie bislang keine Probleme mit SSDs am Controller gehabt. Gestern zuletzt haben wir eine SSD nach 2,5 Jahren Dauerbetrieb - Samsung 840 Pro - bei einem Adaptec 6405E RAID Controller getauscht. Er hat die SSD noch als OK deklariert aber Sie hatte ein paar aborted Commands, also eine der SSDs wohl am sterben gewesen.

Grundsätzlich gibt es beim Einsatz von SSDs im Software oder Hardware RAID nur den Faktor TRIM zu beachten. Dazu gibt es auch was unter - http://ask-de.adaptec.com/app/answer...id-controllern

oder

https://www.thomas-krenn.com/de/wiki...ID_Controllern


Wir haben aber bislang wenig Probleme dahingehend gehabt weder im Software noch in Hardware RAID. Es kommt aber wohl auch immer darauf an, wie stark die SSDs beschrieben werden und wie voll diese sind. Gerade im Bereich Software RAID kommt es hier auch sehr auf die Kernel Version an, denn erst seit Kernel Version 3.7 wird Trim so richtig in Verbindung mit Software RAID unterstützt. Wirklich festzustellen ob die SSD wegen TRIM, schlechter Baustein Qualität oder sonstigen Faktoren defekt gegangen ist, ist natürlich leider immer etwas schwierig. Müsste man intensiv testen
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  #3  
Alt 19.03.2017, 14:07
andreas0 andreas0 ist offline
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Zitat:
Zitat von IP-Projects.de Beitrag anzeigen
Grundsätzlich gibt es beim Einsatz von SSDs im Software oder Hardware RAID nur den Faktor TRIM zu beachten.
Vielen Dank für den Erfahrungsbericht.

Das mit dem TRIM in Bezug auf RAID-Controllern von Adaptec habe ich mir mal genauer angesehen. So wie ich es verstehe, unterstützen diese RAID-Controller der Serie 7 und 8 diese Funktion TRIM nur, wenn die SSDs im RAID-Controller im Modos "Pass Through" konfiguriert werden, was dann aber auch wiederum bedeutet, dass ein RAID-Verbund über diese Serie nicht mehr konfiguriert werden kann. Kann das so sein?
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  #4  
Alt 19.03.2017, 22:19
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Korrekt, das geht normal nur wenn man das Device ohne RAID am Controller zu dem OS durchreicht meines Erachten.
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  #5  
Alt 20.03.2017, 13:19
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Ich würde auf jeden Fall Samsung "Pro" SSDs vorsehen, da diese anscheinend mehr Reservesektoren haben und somit länger halten.

Privat habe ich in einem Synology NAS 850 Evos als Cache laufen, im Beruf in der gleichen Synology 850 Pros. Bei in etwa gleicher Laufzeit zeigt das heimische NAS an, dass die "Gesundheit" (wohl die Reservesektoren) der Evos nur mehr bei 65% liegt, die beruflichen Pros liegen nach wie vor bei 98%. Im Interesse einer langen Laufzeit ist der Aufpreis auf jeden Fall gerechtfertigt.
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  #6  
Alt 20.03.2017, 21:33
andreas0 andreas0 ist offline
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@Thunderbyte
Hast du denn bei beiden Serien (EVO und PRO) auch die TRIM-Funktion aktiviert?

Zitat:
Zitat von Thunderbyte Beitrag anzeigen
Ich würde auf jeden Fall Samsung "Pro" SSDs vorsehen, da diese anscheinend mehr Reservesektoren haben und somit länger halten.
Zu Anfang hatte ich auch so gedacht. Da aber die einzelnen Bewertungen bei Alternate, Conrad und auch Mindfactory zu beiden Serien, was die Zuverlässigkeit angeht, ähnlich ausfiel, also so gut wie keine Ausfälle von Nutzern bei beiden Serien berichtet wurden, und der Preisunterschied so ca. 150 Euro im Schnitt ist, habe ich mich dann doch für die EVO-Serie entschieden.

Ich denke mal, wenn ich diese SSD´s der Serie EVO dann auch nur zu 80% formatiere, dürfte dadurch auch die Lebensdauer der SSD´s verlängert werden können.
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  #7  
Alt 20.03.2017, 21:45
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Thunderbyte Thunderbyte ist offline
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Ja, die Synology nutzt TRIM. Hier geht es aber ums Wear Leveling auf der Basis der Flash Art. Da ist nunmal die Pro besser. Als SSD Beschleunigungscache und vermutlich auch auf einem Raid, auf dem ständig große Datenmengen schnell bewegt werden, wäre die Pro besser. Wer aus einem SSD Raid nur ein Datengrab machen will, wäre mit Festplatten besser bedient.
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  #8  
Alt 20.03.2017, 23:05
andreas0 andreas0 ist offline
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Zitat:
Zitat von Thunderbyte Beitrag anzeigen
Privat habe ich in einem Synology NAS 850 Evos als Cache laufen, im Beruf in der gleichen Synology 850 Pros. Bei in etwa gleicher Laufzeit zeigt das heimische NAS an, dass die "Gesundheit" (wohl die Reservesektoren) der Evos nur mehr bei 65% liegt, die beruflichen Pros liegen nach wie vor bei 98%. Im Interesse einer langen Laufzeit ist der Aufpreis auf jeden Fall gerechtfertigt.
Wie groß sind diese SSD´s? Denn bei der 1TB-Version beider Serien (PRO/EVO) hat die Firma Samsung die 3D-VNAND Technologie verbaut. Es unterscheiden diese beiden Versionen (PRO/EVO) nur noch die Flashbausteine (MLC/TLC). Auch die Schreibleistung von 150 TB soll bei beiden gleich sein. Siehe hier.
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  #9  
Alt 22.03.2017, 14:11
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Hm. Die heimische Evo ist eine 500GB SSD, die Job-Pro ist 1TB.

Wenn ich den Artikel richtig verstehe (bin auch schon vorher darauf gestoßen), habe ich in der Evo trotz gleicher Schreibleistung das "schlechtere" TLC, während die Pro das bessere MLC hat (ansonsten hat die Pro noch den leistungsfähigeren 3 Core Controller).

Mag auch sein, dass das Job-NAS noch nicht so viel gelesen/geschrieben hat wie das heimische. So oder so ist mir der beträchtliche Lebensdauer-Unterschied halt aufgefallen.
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  #10  
Alt 24.03.2017, 11:39
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d4f eine Nachricht über ICQ schicken d4f eine Nachricht über MSN schicken
Zitat:
Zitat von Thunderbyte
, auf dem ständig große Datenmengen schnell bewegt werden, wäre die Pro besser.
Die TLC Chips haben ein Alterungsproblem dass Daten bei längerer Inaktivität deutlich langsamer ausgelesen werden können. Gerade bei schnellen Aktivitäten (Cache, ... ) tritt also das Phänomen nicht auf und die TLC's können ihre Geschwindigkeit über lange Zeit halten.

Zitat:
Ich denke mal, wenn ich diese SSD´s der Serie EVO dann auch nur zu 80% formatiere
Man kann bei Samsung-SSD's über deren Software auch "offiziell" den Reserve-Blockbereit erhöhen. Das Programm ist allerdings unter Linux und insbesondere Server eher eine Verrenkung...

Insgesamt halten SSD's - und vor allem Samsung SSD's - laut allen Testberichten viel länger als die Herstellerangabe und teilweise sogar weit über deren eigene Restlebenserwartung hinaus. Ich bezweifele dass Pro-Speicher für die meisten Einsatzzwecke wirklich Vorteile bringen welche die Mehrkosten oder kleinere Kapazitäten ausgleichen.
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Einige Beiträge sind auf meinem Smartphone verfasst. Bitte Tippfehler und Abkürzungen entschuldigen!
Bitte keine ICQ/MSN/Skype Kontaktaufnahmen ohne vorherige persoenliche Absprache.
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  #11  
Alt 25.03.2017, 15:44
Orebor Orebor ist offline
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Zum Thema Reservebereich: dessen Ausweitung ist in der neuen Samsung Magician Software ersatzlos gestrichen worden.
Was mich persönlich zumindest in meinen vorherigen Ansichten bestätigt: sie war unnötig.
Natürlich könnte man die SSD immer noch schädigen, wenn man sie vollständig beschreibt und in diesem Fall wäre ein größerer Reservebereich vielleicht wirklich sinnvoll aber das habe ich persönlich zumindest noch nicht geschafft.
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  #12  
Alt 02.04.2017, 20:25
andreas0 andreas0 ist offline
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Vor einigen Wochen hatte ich hier mal eine Anfrage in Bezug auf Erfahrungen zur Zuverlässigkeit und Performance mit einem RAID-Adapter 71605Q und 4 Samsung 850 EVO SSDs gestellt.

Nun habe ich mir das System auch so mal zusammen konfiguriert und bin was die Performance angeht sehr zufrieden, zumal hier bei folgend gezeigten Tests immerhin 42 GB in einem RAID 10 Verbund sequentiell geschrieben und gelesen wurde.

Code:
DD-Ausgabe ohne Cache:
dd if=/dev/zero bs=1M count=40000 of=output oflag=direct
40000+0 Datensätze ein
40000+0 Datensätze aus
41943040000 Bytes (42 GB) kopiert, 71,1932 s, 589 MB/s

DD-Ausgabe mit Cache:
dd if=/dev/zero bs=1M count=40000 of=output
40000+0 Datensätze ein
40000+0 Datensätze aus
41943040000 Bytes (42 GB) kopiert, 34,5228 s, 1,2 GB/s

DD-Ausgabe ohne Cache, da hier das erstem Mal vom RAID-System gelesen wurde:
dd if=output of=/dev/null
81920000+0 Datensätze ein
81920000+0 Datensätze aus
41943040000 bytes (42 GB, 39 GiB) copied, 42,9949 s, 976 MB/s

DD-Ausgabe mit Cache, da hier das zweite Mal vom RAID-System gelesen wurde:
dd if=output of=/dev/null
81920000+0 Datensätze ein
81920000+0 Datensätze aus
41943040000 bytes (42 GB, 39 GiB) copied, 25,5092 s, 1,6 GB/s
Auch wenn ich nur 1GB große Dateien so verarbeitet hatte waren die Ergebnisse so.

Während der einzelnen Tests blieb dabei auch die CPU-Temperatur vom RAID-Adapter konstant bei 46 Grad und der Rechner extrem leise. Siehe folgenden Auszug:

Code:
arcconf GETCONFIG 1 AD | grep Temperatur
   Temperature                              : 46 C/ 114 F (Normal)
         Current Temperature                : 26 deg C
         Threshold Temperature              : 51 deg C
         Life-time Temperature Recorded
Wie zuverlässig das RAID-Systems und deren Performance noch nach einigen Monaten sein wird, wird erst die Zukunft zeigen können.
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